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      MISEREOR-Adventskalender 2020

      24 Impulse, die in dieser besonderen Zeit inspirieren und zum Nachdenken anregen.


      Weihnachtsimpuls von Pirmin Spiegel


      Ehemalige Freiwillige des MISEREOR-Freiwilligendienstes teilen in diesem Advent ihre Momente der Hoffnung mit uns.
      An jedem Sonntag sehen Sie hier außerdem den Adventsimpuls von Pirmin Spiegel.


      24. Dezember

      Share the Journey

      Lasst uns unsere Herzen öffnen,

      unsere Türen und begegnen.

      Ohren öffnen, hören, lernen,

      und dann auch darüber reden -

      lasst uns unsere Stimmen nutzen

      und nicht länger schweigend leben.

      Lasst uns lernen und begreifen,

      und niemals den Mut verliern.

      Man darf doch träumen, träume groß,

      In Gedanken nicht verzagen,

      Und – lass den Träumen Taten folgen.

      Lass Hoffnung in die Zukunft haben.

      - Madita


      23. Dezember

      Die Nachrichten unserer Welt sind eigentlich immer und überall präsent. Wir lesen sie in der
      Zeitung, hören sie im Radio, schauen sie im Fernsehen, entdecken sie in den sozialen Medien oder
      begegnen ihnen unterwegs.

      Ganz egal jedoch, wann oder wie wir mit ihnen konfrontiert werden, es
      gibt fast immer eine Gemeinsamkeit: Sie fallen uns negativ auf, denn berichtet wird von Problemen,
      Notfällen, Krisen und Katastrophen. So kommt es, dass auch unsere Gedanken bestimmt tagtäglich
      um Negatives kreisen. Es ist, als würden wir ständig von den Dornen eines Kaktus gepikst werden.
      Berechtigterweise fragen wir uns daher oft, weshalb und wie wir überhaupt noch Hoffnung
      bewahren können. Eine Möglichkeit ist es, sich proaktiv über die Fortschritte, Erfolge und
      Solidarität unserer Welt zu informieren. Praktischerweise gibt es dafür auch Initiativen, wie zum
      Beispiel „Good News“, die genau diese hoffnungsvollen, positiven Nachrichten unserer Welt für
      uns sammeln und an einem Ort bündeln. In jedem Fall tut es ausgesprochen gut, von diesen zu lesen
      und sich derer bewusst zu werden! So sprießen dann zwischen den Dornen des Kaktus auf einmal
      auch leuchtende Blüten. Sie können für uns Hoffnungsträger - inmitten einer öden Landschaft,
      inmitten einer tristen Welt - sein!

      - Johanna


      22. Dezember

      Hoffnungsmoment

      Heute berichtet Yasmin, woran sie nach einem langen Tag denkt und was ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

      Was schenkt mir Hoffnung?
      Der Abend schenkt mir Hoffnung.
      Der Abend und nicht der Morgen, fragst du dich?
      Ja, denn auch wenn der Morgen mir den neuen Tag schenkt, so schenkt der Abend mir Zeit.

      Zeit, um nachzudenken.
      Wenn ich nach einem langen Tag in meinem Bett liege, so denke ich mit einem Lächeln im Gesicht an…

      … 3 Dinge, für die ich heute dankbar bin.
      … 3 Dinge, die ich heute zum ersten Mal gemacht habe.

      … 3 Dinge, die ich heute über mich gelernt habe.

      … 3 Träume, die ich weiterhin verfolge.

      … 3 Dinge, für die ich morgen gern aufstehe.

      Oft übersehen wir Zeichen der Hoffnung, wenn sie direkt vor unserer Nase sind. Noch bevor wir über das nachgedacht haben, was war, denken wir an das, was sein wird.
      Doch es lohnt sich auch, sich an das zu erinnern, was uns schon Hoffnung gab.
      An alles, was uns ein Lächeln schenkte.
      Wenn wir uns darauf zurückbesinnen, was uns der vergangene Tag mit auf den Weg gegeben hat, gehen wir viel aufmerksamer in das Morgen.

      Probier‘ es aus. - Yasmin


      21. Dezember

      Tschernichowski Credo

      Lache, lache über Träume,
      ich bin es, der sie ersinnt.
      Lache über meinen Glauben
      an den Menschen und an Dich.

      Meine Seele atmet Freiheit,
      nicht verkauft ans goldne Kalb.
      Denn ich glaube an den Menschen,
      seinen Geist und Geisteskraft.

      Dieser Geist zerbricht die Ketten,
      schwingt sich höhenweit empor.
      Denn wer schafft, stirbt nicht an Hunger,
      freier Seele, satt vom Brot.

      Lache über meinen GLauben
      an die Freundschaft, an ein Herz:
      Es erhofft, was ich erhoffe,
      fühlt das Glück, versteht den Schmerz.

      Ich will an die Zukunft glauben,
      ist sie heute noch so fern.
      Doch sie kommt und trägt den Frieden
      sefnend fort von Volk zu Volk.

      Dann erblüht mein Volk aufs Neue,
      ein Geschlecht ersteht im Land,
      wirft die Eisenketten von sich,
      Aug in Auge mit dem Licht.

      Lebt und liebt und schafft und wirket,
      ein Geschlecht, das wahrhaft lebt,
      nicht in Zukunft, nicht im Himmel,
      Geistesleben reicht ihm nicht.

      Auf das Schöne und Sublime
      horcht das Herz. Ein neues Lied
      singt der Dichter, dem man Blumen
      meines Grabs zum Kranze liest.

      Odessa 1892


      4. Adventssonntag


      19. Dezember

      Die Gedanken kreisen lassen

      Wenn Pius Rad fährt, denkt er gerne an hoffnungsvolle Momente zurück. Dabei fällt ihm das eine oder andere Lied ein, das rückblickend das Erlebnis geprägt hat. In Heidelberg zum Beispiel, wo er und weitere Rückkehrerinen und Rückkehrer des Freiwilligendienstes einen Sonnenuntergang gemeinsam erlebt haben.

                     


      18. Dezember

      Hoffnungsschimmer

      Wie werden wir uns an das Jahr 2020 zurückerinnern? Johanna stellt sich vor, wie sie eines Tages von den Herausforderungen und Hoffnungsschimmern berichten wird.

      Wenn mich in zwanzig Jahren
      ein zukünftiges Erdenkind
      nach diesem Jahr fragen wird,
      wovon werde ich erzählen?

      Werde ich von einem Jahr
      voll unbekanntem,
      gar angsteinflößendem sprechen?

      Werde ich von einem Jahr voll unangenehmem,
      gar schmerzhaftem sprechen?

      Nein, nicht nur.
      Vielmehr werde ich erzählen von
      Menschen, die sich zusammenschlossen.
      Menschen, die gemeinsam aktiv wurden.
      Menschen, die fortan zusammenhielten.

      In diesem Jahr widerfuhr allen viel Leid,
      das ungeschehen hätte bleiben sollen.
      Ändern konnten wir es jedoch nicht.
      So blieb uns nur das, was wir daraus machen würden
      und genau das, was wir daraus machten,
      gab mir Hoffnung in diesem Jahr!

      - Johanna


      17. Dezember

      Postkarten

      Super unaufwändig, aber zaubert garantiert ein Lächeln ins Gesicht: Schreibe einem lieben Menschen aus deinem Familien, Freundes- oder auch entfernteren Verwandtenkreis eine Postkarte!

      Meine Erfahrungen: Während des Lockdowns im Frühjahr habe ich eine Zeit lang pro Tag eine Postkarte geschrieben. Ein super Grund, um eine Runde um den Block zum Briefkasten zu gehen! Viele der Menschen meldeten sich daraufhin zurück - bedankten sich per Whatsapp, riefen an oder schickten sogar eine Postkarte zurück. So habe auch ich immer wunderschöne Nachrichten zurückbekommen :) Ein kleines Zeichen des Kontakts, der Wertschätzung - wer weiß, für deine künftigen AdressatInnen bald auch ein Hoffnungszeichen?


      16. Dezember

      A uch in Corona-Zeiten zusammen stark
      D iesseits und die Konzentration darauf
      V orfreude
      E erwarten, auch wenn es manchmal unerträglich lang erscheint
      N ah beieinander in Gedanken und Gebeten
      T iefes Vertrauen in die Zukunft 

      - Bene


      15. Dezember

      Mach dich auf

      Kranke hoffen auf baldige Gesundheit
      Einsame hoffen auf den Besuch eines Freundes
      Unglückliche hoffen auf ein wenig Glück

      ...

      Kranke hoffen auf baldige Gesundheit

      Einsame hoffen auf den Besuch eines Freundes

      Unglückliche hoffen auf ein wenig Glück

      Verzweifelte hoffen auf eine Perspektive

      Geflüchtete hoffen auf eine neue Heimat ohne Bedrohung

      Hungrige hoffen auf eine Mahlzeit

      Verletzte, enttäuschte  Menschen  hoffen auf innere Heilung

      Menschen in Kriegsgebieten hoffen auf Frieden

      Menschen brauchen  Hoffnung,

      sie brauchen deine Zuwendung und Liebe

      Mach dich auf

      - Annette


      14. Dezember

      Hoffnung in den Sprachen des Freiwilligendienstes

      Weltweit hoffen Menschen, jeden Tag. Charlotte hat eine kleine Hoffnungssammlung erstellt.

      Hoffnung.
      Esperanza.
      Pag-asa.
      Chiyembekezo.
      Espoir.
      Matumaini
      Tetum.
      Hope.
      Ibyiringiro.
      Cisubilo.

      So viele Länder.
      So viele Sprachen. So viel Hoffnung.


      3. Adventssonntag


      12. Dezember

      Musik gibt mir Hoffnung

      Mir gibt Musik Hoffnung. Zuhören, wie sich Gefühle in Melodien verwandeln. Sie ist die Sprache, wenn Worte nicht passen. Egal in welcher Situation.
      Bin ich aufgebracht, hilft sie mir runterzukommen. Bin ich erschöpft, gibt sie neue Kraft.
      Bin ich traurig, tröstet sie. Bin ich ängstlich, gibt sie Mut. Bin ich fröhlich, macht sie mich noch fröhlicher! Also tanze, spiele, singe die Symphonie deines Lebens - hier sind auch schräge Töne herzlich willkommen! - Madita


      11. Dezember

      Baue ein Boot

      MISEREOR-Referentin Anna Steinacher über das hoffnungsvolle Losziehen in die Welt.

      Finde Dinge am Ufer
      Ausrangiertes
      Äste, Wurzeln, Plastiktüten

      Baue daraus ein Boot
      Leg deine Wünsche
      Für die Zukunft
      Deine Hoffnungen
      Hinein

      Setze es behutsam aufs Wasser
      Lass es treiben
      Vom Fluss ins Meer
      Hinaus

      Geh auch du hinaus, junger Mensch
      In die Welt
      Mit all deinen Wünschen
      Und Hoffnungen

      Die auch mich hoffnungsvoll stimmen,
      Einfach
      Weil es solche gibt, wie dich.

      - Anna Steinacher


      10. Dezember

      Was ist eigentlich Hoffnung?

      Wo kommt das Wort Hoffnung eigentlich her und was bedeutet es genau? Charlotte hat dazu mal recherchiert.

      Definition - Hoffnung  „Hoffnung (vgl. mittelniederdt.: hopen „hüpfen“, „[vor Erwartung unruhig] springen“, „zappeln“) ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungs­haltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht.“

      (aus dem Artikel Hoffnung der freien Enzyklopädie Wikipedia, Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung), Wikipedia Liste der Autoren)


      9. Dezember

      Hope - Ein Interview

      Was bedeutet Hoffnung für dich?
      Was gab dir im Jahr 2020 Hoffnung, was bedeutet das für dein Jahr 2021?
      Was kannst du im Alltag tun, um anderen Menschen ein Stück Hoffnung zu schenken?
      Ein Interview auf Englisch.

       

      1. What does hope mean to you?

      Hope is believing in something that you have not seen, having Faith. 

      2. What makes me hopeful?

      Believing in myself makes me hopeful for the future. 

      3. Which little things can I do to give hope to others?

      There is nothing that is more precious than giving your time to others. 

      Being with others and sharing positive thoughts about the future. 

      4. What little things can I do to give hope moment of life?

      Standing in front of the crowd and sharing stories of my life that were hopeful because I believed in myself. 

      5. What gave me hope in 2020 and what will 2021 mean to me?

      Despite of 2020 being the year which brought panic to the world causing lockdown because of the Corona virus pandemic, this year was the best time of my life because this took place when I was in Cologne Germany going my volunteering with Caritas. 

      This brought fear to the world, but still I had a positive attitude towards my future, having faith that something great was coming ahead of me. 

      As we come towards the end of this year, this year's Advent will be celebrated in a new normal, but we are supposed to have hope for the future ahead of us.

      The year 2021 this is the year in which we are supposed to see the World recovering from every lose that was caused by the Corona virus pandemic. 

      For this to happen there supposed to be self confidence and courage removing all the fears in our lives and having faith for the future. It's own us who can make this Earth a better place for all, when we believe it is possible to do the impossible. 

      - Wesley


      8. Dezember

      Hoffnungsbrücke

      Hoffnung ist eine Brücke für mich.
      Wie ein Lächeln nach Trauer, wie im Dunkeln ein Licht.

      Hoffnung ist eine Brücke für mich.
      Wie ein Lächeln nach Trauer, wie im Dunkeln ein Licht.

      Die Brücke, die mich trägt
      auf jedem kleinen Schrittzu Träumen, Wünschen, Sehnsucht
      geht sie mit mir mit.

      Die Brücke, die mich trägt
      über das, was mich noch trennt
      die Ängste, Zweifel, Fragen, die jede/r von uns kennt.

      Die Brücke, die mich trägt
      auch wenn nichts andres bleibt gibt sie mir neuen Mut
      und flüstert - es wird Wirklichkeit.

      - Madita


      7. Dezember

      Hoffnung am Fels

      Vor dem Fels stehen. Im Kopf jeden Griff, jeden Tritt durchgehen. Linke Hand am Startgriff, linken Fuß stellen, auf geht’s! Rechte Hand dazu, rechten Fuß stellen, linke Hand zum nächsten Griff. Jetzt den rechten Fuß hoch anstellen und auf dem kleinen Tritt gut positionieren! Körper hochschieben und mit der rechten Hand zum nächsten Griff – …

      Macht nichts – neuer Versuch!
      Die Hoffnung nicht aufgeben.
      - Charlotte


      2. Adventssonntag


      5. Dezember

      Wir alle können die Adventszeit, die Zeit der Ankunft, nutzen, um die Hoffnungen anderer bei uns ankommen zu lassen, sie weiterzutragen und gemeinsam Stück für Stück zu verwirklichen. Für den anderen und für uns.

      Hoffnung? Was ist das denn eigentlich? In den letzten Monaten hört man so viel darüber; wir hoffen, dass wir uns bald wieder mit Freunden treffen dürfen und dass es zeitnah einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Auf den Glauben bezogen hoffen wir Christen auf das Ewige Leben und die Auferstehung nach dem Tod. Doch erwarten wir diese Dinge nicht auch? Erwarten wir nicht, dass ein Impfstoff entwickelt wird und wir damit die Möglichkeit zurückbekommen, unsere Freunde und Familie wieder zu umarmen? Erwarten wir nicht, dass Gott uns ins Paradies holt und uns das Ewige Leben schenkt, weil er uns alle liebt und uns unsere Sünden vergibt? Ist „Hoffnung“ also vielleicht nur ein anderes Wort für „Erwartung“?

      Ich glaube, der wichtigste Unterschied zwischen diesen Begriffen liegt darin, dass wir Hoffnung jederzeit schenken können. Wir können jedem Menschen, egal, ob wir ihn kennen oder nur zufällig auf der Straße treffen, Hoffnung schenken. Zudem hat Hoffnung für mich auch immer etwas mit Vertrauen zu tun. Wenn wir auf ein schönes Weihnachtsfest hoffen, vertrauen wir auch darauf, dass an diesem Tag nichts Schlimmes geschieht und jeder mithilft, damit es ein friedvoller Abend wird. Wenn wir auf das Ewige Leben hoffen, vertrauen wir darauf, dass Gott wirklich so gütig ist wie er immer beschrieben wird und uns mit all unsere Fehlern liebt und unsere Sünden verzeiht. Und wenn wir dem Fremden auf der Straße ein Lächeln schenken, dann hoffen und vertrauen wir darauf, dass er dieses Lächeln nach außen oder zumindest nach innen hin ein kleines Stück weiterträgt.

      Wir alle tragen unsere Hoffnungen mit uns. Und vielleicht sind es gerade diese, die uns jeden Tag von neuem antreiben, aufzustehen, etwas zu tun, für eine Sache einzustehen und zu kämpfen, in dem Vertrauen und in dem Glauben, anderen etwas Gutes tun zu können und die Welt für ein paar Menschen ein bisschen besser zu machen. Wir können alleine nicht die ganze Welt verändern, aber jeder einzelne kann seine Hoffnungen weitergeben und die Welt einzelner Menschen somit bereichern. Und dies geschieht gerade im Kleinen und oft im Verborgenen; das Anlächeln eines Fremden, in der Hoffnung, dass er sich freut und willkommen fühlt; das ehrliche „Ich hoffe, es geht Dir gut“, mit der Bereitschaft zuzuhören, wenn es demjenigen nicht gut geht; das geflüsterte „Pass auf Dich auf“, in der Hoffnung, dass dem anderen nichts passiert und man sich bald wiedersieht.

      Wir alle können die Adventszeit, die Zeit der Ankunft, nutzen, um die Hoffnungen anderer bei uns ankommen zu lassen, sie weiterzutragen und gemeinsam Stück für Stück zu verwirklichen. Für den anderen und für uns.

      - Sarah


      4. Dezember

      Die Hoffnung und ich

      Als ich mal wieder verlor‘n mit mir war, klopfte sie an: die Hoffnung. Mit großen Augen sah sie mich an, fragte mich „Was tust du da?“ und schlich auf zarten Füßchen näher heran, bis sie schließlich direkt neben mir saß.

       

      Die Hoffnung und ich - Als ich mal wieder verlor‘n mit mir war, klopfte sie an: die Hoffnung. Mit großen Augen sah sie mich an, fragte mich „Was tust du da?“ und schlich auf zarten Füßchen näher heran, bis sie schließlich direkt neben mir saß. So war das schon immer mit ihr und so langsam schien es mir, als habe sie ein Gespür für die Momente, in denen ich drauf und dran bin, alles aufzugeben und mich ohne ein Wort für immer an einen dunklen, leeren Ort zu verkriechen.

      „Ich weiß nicht weiter“, sagte ich ihr, doch die Hoffnung wusste nicht, wovon ich sprach. So gab sie ein unwilliges Brummen von sich und mit einer fast nervigen Naivität schmiegte sie sich alsdann an mich und begann, leise und fröhlich vor sich her zu summen. Die Hoffnung ist eine unverbesserliche Optimistin, denn wann immer ich denke, es geht nicht weiter, lacht sie schelmisch und zeigt heiter mit den Fingerchen in die Weltgeschichte, um mir zu beweisen, dass meine Reise noch lange nicht vorbei ist und es noch unzählige Wege gibt. Sackgassen kennt die Hoffnung nicht, sie verzieht dann fragend das Gesicht, denn dass es gar nicht weitergehen soll, das glaubt sie bei weitem nicht.

      Die Hoffnung ist die größte Kämpfernatur, die ich kenne und manchmal wundert mich das bei der oft zierlichen Statur, mit der sie in Erscheinung tritt. Doch gerade wenn sie am kleinsten ist, verbreitet sie voller Kraft ihre sonnige Wärme, die mich auch in jenem Moment wieder zu glauben beginnen ließ, dass das, was einfach nicht schaffbar schien, vielleicht doch in nächster Nähe ist. Und wie ich so in ihren Armen versank, merkte ich mit einem Mal, dass sie zu wachsen begann; sah zu, wie der kleine Körper immer größer wurde und mit dem Klang ihres voller werdenden Gesangs nach und nach die Mutlosigkeit verschwand.

      Wie immer war die Hoffnung auch in diesem Moment zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen und hatte mich dort aufgefangen, bevor ich in die Leere gefallen wäre. Ja, ich denke sogar, die Hoffnung ist die beste Wegbegleiterin, die man sich wünschen kann; das merkte ich, als die Hand ganz sanft an mein Gesicht legte und mich so dazu brachte, nun nach vorn zu sehen. „Solange ich an deiner Seite bin, wird immer ein Weg weiterführ’n“, wisperte sie leise in mein Ohr. „Du musst es nur wagen, ihn zu geh’n.“

      - Yasmin


      3. Dezember

      Das gute Leben ist möglich.
      Doch es ist eine Illusion, dass alles von alleine gut wird.
      Wenn wir gemeinsam Verantwortung übernehmen, ohne Angst vor den Mächtigen, dann sind wir auf einem guten Weg.

      - Philipp 


      2. Dezember

      ZEIT gibt mir Hoffnung

      Denn auch wenn gerade durch Corona das soziale Leben fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, haben wir alle vielleicht ein Geschenk bekommen: ZEIT für uns selbst. 

      ZEIT nachzudenken. ZEIT sich Aktivtäten zu widmen die im Alltag davor untergegangen sind.  ZEIT neue und alte Hobbys wiederzuentdecken!

      Persönlich bedeutet das für mich, dass ich wieder mehr zu meinem Hobby backen gefunden habe, weswegen ich euch gerne eines meiner Lieblingsrezepte mitgeben würde: Oliven-Ciabatta! Super einfach und lecker!

      Zutaten: ca. 450g Mehl, 350ml lauwarmes Wasser, 80g Oliven, 1Pck. Trockenhefe, 2 TL Salz, 1TL Zucker, 30ml Olivenöl, evtl. 1 Zehe Knoblauch

      Zubereitung: Oliven in Scheiben schneiden. Dann alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem Teig vermengen. Den fertigen Teig ca. 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Backofen auf 200°C / Ober-Unterhitze vorheizen. Teig auf Backblech geben und zu Brot formen oder alternativ in eine Backform geben (Es ist normal, dass der Teig eher flüssig ist). Mit Mehl bestäuben und ca. 25 Minuten backen.

      - Lea


      1. Dezember

      Jahreszeiten

      Der Wechsel der Jahreszeiten ist ein Zeichen der Hoffnung für mich. So wie ich darauf vertrauen kann, dass nach dem Winter wieder neue Blüten sprießen werden, so kann ich auch auf den stetigen Wandel im Leben vertrauen. Der Winter, die Kälte und Einsamkeit haben nicht das letzte Wort. Und daran kann mich jeder einzelne Baum erinnern, wenn ich in diesen Tagen spazieren gehe oder aus dem Fenster schaue. - Madita


      1. Adventssonntag