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Wirtschaftswachstum und Entwicklung

Technischer Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum haben den Industrieländern zu einem zuvor ungekannten Wohlstand verholfen. Lange Zeit galt es als Königsweg, diese Entwicklung auf die armen Länder zu übertragen. Global führt das Modell ständigen Wachstums in ökologische Katastrophen und Konflikte, die die ganze Menschheit bedrohen. Dies muss sich grundlegend ändern – Misereor engagiert sich für einen "Kurswechsel zu einem besseren Leben".

Blick auf Bangkok: Viele Schwellenländer verzeichnen ein rasantes Wachstum, doch auch die Ungleichheit nimmt zu.
Blick auf Bangkok: Viele Schwellenländer verzeichnen ein rasantes Wachstum, doch auch die Ungleichheit nimmt zu.

Das Leitbild des ständigen Wachstums hat Risse bekommen. Seine Schattenseiten und Gefahren sind eine vom Menschen mitverursachte Klimaerwärmung, die zunehmende Umweltzerstörung sowie knapper werdende Ressourcen, die Verteilungskämpfe schüren.

 

Rohstoffhunger fördert Konflikte

Bei den Ärmsten kommt zu wenig an: Wachstum allein kann soziale Probleme nicht lösen.
Bei den Ärmsten kommt zu wenig an: Wachstum allein kann soziale Probleme nicht lösen.

Ohnehin konnte das vorherrschende Wirtschaftsmodell die Hoffnung, dass es soziale Ungleichgewichte beseitigen kann, nicht erfüllen. Verbesserungen in einigen Bereichen und Regionen stehen erhebliche Verschlechterungen anderswo gegenüber.

Oft sind es die armen Bevölkerungsschichten, die den Preis des rasanten Wirtschaftswachstums zahlen. Konflikte um Land, die der enorme Rohstoffhunger in vielen Ländern auslöst, sind nur ein Beispiel hierfür. Besonders der Tagebau sorgt immer wieder für Vertreibungen und hinterlässt verwüstete Landschaften.

Die zunehmenden ökologischen Bedrohungen und sozialen Konflikte zeigen, dass die gesamte Menschheit an einer entscheidenden Schwelle angelangt ist. Ein Umdenken ist erforderlich und neue Lebensstile sind nötig.

Kurswechsel zu einem besseren Leben für alle

Als kirchliches Hilfswerk fühlt sich MISEREOR in besonderem Maße gefordert, den Kurswechsel anzustoßen: Weg von immer mehr Wachstum und Konsum und hin zu einem besseren Leben für alle. Ganz im Sinne des alten MISEREOR-Mottos  „Gut leben statt viel haben“.

Geleitet von einem christlichen Menschenbild und der christlichen Sozialethik geht es dabei nicht zuletzt um eine gerechtere Verteilung von Lebenschancen. Der Dialog mit Partnern in Entwicklungs- und Schwellenländern hilft dabei, auch ihre Perspektiven in die Debatte aufzunehmen.

Dabei ist klar, dass der Kurswechsel zu einer nachhaltigeren und gerechteren Ökonomie nur gelingen kann, wenn die Menschen ihn nicht nur als notwendiges Übel sehen, sondern auch die Chancen und den Gewinn wahrnehmen. MISEREOR sieht es als einen integralen Bestandteil seiner Arbeit, hierzu einen Beitrag zu leisten - im Süden wie auch in Deutschland.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

„In den Grenzen von morgen“

Fakten, Meinungen und Diskussionen auf der Suche nach einem neuen Verhältnis von Entwicklung, Wirtschaftswachstum und Umwelt.

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Kurswechsel

Ein MISEREOR-Exposé

Eine MISEREOR-Stellungnahme zum Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und Entwicklung. Das Exposé spiegelt Fragestellungen und Positionen wider, die sich für die Arbeit von MISEREOR angesichts der notwendigen Neuorientierung unserer Art des Wirtschaftens ergeben.

Zum Download (pdf, 150 KB)

„Wachstum und Entwicklung“

Eine Stellungnahme des Netzwerks CIDSE

Stellungnahme zur Wachstumsorientierung der EU-Entwicklungspolitik. Wirtschaftliches Wachstum kann kein Hauptziel von Entwicklungspolitik sein - aber sie kann eine wichtige Rolle dabei spielen, die wirtschaftliche Entwicklung zugunsten der Armen nachhaltiger zu gestalten. Zum Download (pdf, 800 KB)

Kontakt

Dr. Georg Stoll
Entwicklungspolitik
Tel.: 0241 442 191