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Finanztransaktionssteuer

MISEREOR ist Mitträger der Kampagne "Steuer gegen Armut", denn Finanztransaktionssteuern können ein wichtiges Element eines neuen Ordnungsrahmens für die globalisierte Finanzwirtschaft sein.

Alles andere als Kleingeld: 2007 war der Wert der weltweiten Finanztransaktionen 70 Mal höher als die Wirtschaftsleistung sämtlicher Staaten der Erde.

Die weltweite Finanzkrise hat den letzten Zweifel darüber beseitigt, dass das aktuelle Finanzsystem neue Regeln braucht. Während die Schäden in Form öffentlicher Rettungsprogramme die Gemeinschaft belasten, wurden und werden die Gewinne aus risikoreichen Finanzgeschäften privatisiert.

Risiken und Chancen sind also in einem eklatanten Maße ungerecht verteilt. Die Einführung von Steuern auf Finanztransaktionen kann dieses kritikwürdige System zwar nicht vollständig heilen. Sie wäre aus Sicht von MISEREOR aber ein wertvoller Anfang, der die schlimmsten Auswüchse mildern kann.

Riskante Spekulationen müssen weniger attraktiv werden

Eine Finanztransaktionssteuer würde sich gleich an mehreren Stellen auswirken. Zum einen würde sie die Attraktivität von hoch spekulativen und unproduktiven Finanztransaktionen verringern. In der Folge würde dies die Risiken auf den Finanzmärkten insgesamt reduzieren.

Gleichzeitig bietet sich die Chance, eine neue verlässliche Einnahmequelle für die öffentlichen Kassen zu eröffnen. Diese zusätzlichen Mittel könnten zweckgebunden für wichtige öffentliche Anliegen wie den Klimaschutz und die Bekämpfung von Armut und Hunger genutzt werden.

Und schließlich würde die neue Steuer für mehr Steuergerechtigkeit sorgen. Schließlich ist es nicht einzusehen, dass eigene Arbeit steuerlich belastet wird, während Finanztransaktionen, keinen Beitrag für das Gemeinwesen leisten.

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Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Kontakt

Dr. Georg Stoll
Entwicklungspolitik
Tel.: 0241 442 191

Gründe und Gegengründe

Flyer "Steuer gegen Armut"

Starke Argumente und kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen an eine Finanztransaktions-steuer.
Zum Flyer
(pdf, 510 KB)