
Misereor engagiert sich sowohl im Süden wie auch im Norden für ambitionierten Klimaschutz und unterstützt Partnerorganisationen bei der Anpassung an die Klimafolgen.
Die große Zahl der Menschen, deren „täglich Brot“ nicht gesichert ist, droht durch den Klimawandel noch zu steigen. Dürren, Stürme und Überschwemmungen führen zu Ernteausfällen und Hungersnöten.
Der Klimawandel ist menschgemacht und findet heute schon statt. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat die Menschheit durch die Nutzung fossiler Brennstoffe, wie Kohle oder Erdöl das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre deutlich erhöht. Landwirtschaft, Viehhaltung und die Abholzung der Wälder setzen zusätzliches CO2 und die Treibhausgase Methan (CH4) und Lachgas (N2O) frei. Der natürliche Treibhauseffekt wird dadurch verstärkt und führt zur globalen Erwärmung.
Alle Messdaten zeigen, dass sich unser Planet in der Anfangsphase einer dramatischen Klimaveränderung befindet. So hat sich die globale Durchschnittstemperatur unseres Planeten seit vorindustrieller Zeit bereits um 0,8°C erhöht. Die ersten Auswirkungen dessen bekommen wir schon heute zu spüren. So nehmen extreme Wetterkatastrophen wie Jahrhundertfluten, Dürren oder Wirbelstürme stetig zu. Der globale Meeresspiegel ist im 20. Jahrhundert bereits um 12-22 Zentimeter angestiegen. Auch die Berggletscher gehen zurück und damit die größten Trinkwasserreservoire der Welt.
Durch die bis dato schon angereicherten Treibhausgase ist mit einem weiteren Temperaturanstieg von bis zu 1,5°C zu rechnen, denn unsere Atmosphäre ist träge und reagiert zeitverzögert. Ein weiterer Klimawandel ist also nicht mehr aufzuhalten, wohl aber zu begrenzen! Dabei wird vom internationalen Weltklimarat der Grenzwert von maximal 2°C Temperaturanstieg angesetzt, bevor die Auswirkungen des Klimawandels unkontrollierbar werden. Bei einer Überschreitung des 2°C Ziels könnten so genannte Kipppunkte im Klimasystem erreicht werden, wie beispielsweise das komplette Austrocknen des Amazonasregenwalds oder das Auftauen der Dauerfrostböden. Die dadurch zusätzlich freiwerdenden Treibhausgasmengen hätten unabsehbare und unumkehrbare Folgen für das Weltklima.
Das Zeitfenster, das uns zur Verhinderung eines gefährlichen Klimawandels bleibt, ist also knapp. Der Weltklimarat prognostiziert ohne Klimaschutzmaßnahmen in seinem schlimmsten Szenario einen Temperaturanstieg von 6,4° C. Ambitioniertes und sofortiges Handel ist daher dringend notwendig. Hierbei stehen vor allem die Industrienationen in der Pflicht, denn sie sind für drei Viertel der globalen Treibhausgase, die bisher ausgestoßen wurden, verantwortlich. Je früher und umfassender wir Klimaschutzmaßnahmen anpacken, desto besser für unser Klima. Sofortiger Klimaschutz ist zudem bei weitem günstiger als die Folgen eines ungebremsten Klimawandels auf die nachfolgenden Generationen zu verschieben.
Der Klimawandel trifft diejenigen am meisten, die am wenigsten zu ihm beigetragen haben: die Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Für sie sind die Folgen des Klimawandels bereits heute täglich spürbar. mehr
Die globale Erwärmung bringt für die Menschen im Süden extreme Veränderungen mit sich, die ihre Existenz bedrohen. Misereor unterstützt zusammen mit seinen Partnern im Süden die Menschen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. mehr
Damit der weltweite Hunger trotz Klimawandel nicht noch größer wird, fördert Misereor zum Beispiel:
Das Engagement MISEREORs erschöpft sich nicht darin, die Folgen des Klimawandels zu bekämpfen. Wir setzen uns auch in Deutschland und auf internationalen Klimaverhandlungen aktiv für eine klimafreundliche Entwicklung ein. mehr
Im Blog schreiben MISEREOR-Referenten zu aktuellen Anlässen rund um das Thema Klimawandel. Einfach mal reinschauen!
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Erster Bericht des Bündnis Entwicklung Hilft zu Exposition und Verwundbarkeit von Gesellschaften gegenüber Naturgefahren.
Mehr Infos unter www.weltrisikobericht.de