Die europäische Agrarpolitik (GAP) wird für die Zeit nach 2013 neu geregelt. Bis Ende 2010 wird ein erster Vorschlag der EU-Kommission zur GAP-Reform erwartet.
Ein „weiter so wie bisher“ stößt nicht nur bei Entwicklungs- und Umweltorganisationen auf Widerstand, sondern die EU-Agrarpolitik wird auch von einer breiten Bevölkerungsschicht nicht mehr getragen. Auch unter Bauern, vor allem unter Milchbauern regt sich großer Widerstand.
Unser Augenmerk liegt auf den Auswirkungen der Gemeinsamen Agrarpolitik auf die Situation der Hungernden in Afrika und Asien. - Über eine Milliarde Menschen weltweit leiden an Hunger und Unterernährung. 80 Prozent der Hungernden leben auf dem Land und sind als Kleinbauern- oder Landarbeiterfamilien von der Landwirtschaft abhängig.
Gleichzeitig geben in Deutschland und EU-weit immer mehr Betriebe die Produktion auf und es findet ein Strukturwandel hin zu einer eher industriell geprägten Landwirtschaft statt.
Der Welternährungstag wurde bereits vor über 30 Jahren das erste Mal begangen mit dem Ziel, den Hunger auf der Welt zu bekämpfen. In dem gegenwärtigen Welthandels- und Agrarsystem gelingt dies offensichtlich nicht.
Welche Vorstellungen in der Agrarpolitik werden diskutiert, dies zu ändern? Im Juni 2010 wurde beispielsweise eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesentwicklungsministerium in den Aufgabenfeldern Entwicklungspolitik und Welternährung vereinbart. Nichtregierungsorganisationen veröffentlichten im Juni ihre Forderungen für eine Neuausrichtung der GAP mit dem Ziel der Armutsbekämpfung.
Das Ziel der Konferenz "Wer ernährt die Welt?" ist es, die Zusammenhänge zwischen der EU-Agrarpolitik und der Verpflichtung, den Hunger auf der Welt bis 2015 zu halbieren darzustellen. Wir wollen Konzepte für eine kohärente Politik im Sinne der Armutsbekämpfung vorstellen und mit Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen sowie Entscheidungsträgern diskutieren.
Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen in Kürze.