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Nahrungsmittelpreise

Schwankungen der Preise für Grundnahrungsmittel treffen zuerst die Ärmsten der Armen. MISEREOR engagiert sich für die Einhaltung des Menschenrechts auf Nahrung und setzt sich gegen preistreibende Spekulation auf Nahrungsmittel ein.

Viele Menschen in Städten und auf dem Land leiden unter stark schwankenden und zunehmend hohen Preisen für Grundnahrungsmittel wie Mais und Weizen.

Arme Haushalte in Entwicklungsländern geben oft 60-70% ihres Einkommens für den Kauf von Grundnahrungsmitteln aus. Steigen die Preise an, kann dies schnell zu Mangelernährung und Hunger führen.

Zwar könnten kleinbäuerliche Nahrungsmittelproduzenten von steigenden Preisen profitieren. Es gibt jedoch mehrere Gründe, weshalb dies nur in Einzelfällen passiert:

Zum einen steigen die Preise für Mais und Weizen sprunghaft, worauf Bäuerinnen und Bauern nur langsam reagieren, da der Zyklus von der Aussaat zur Ernte oft Monate dauert. Ein weiteres Problem für bäuerliche Produzenten und Produzentinnen ist, dass in den letzten Jahren auch die Preise für Saatgut und Dünger gestiegen sind.

Schließlich nutzen nicht selten Großhändler, Verarbeiter und Endverkäufer von Nahrungsmitteln ihre Marktmacht, um den größten Teil der Preiserhöhungen selbst abzuschöpfen.

Ursachen von Preisschwankungen

Die steigenden und schwankenden Preise haben viele Ursachen. Kartellartige Handelsstrukturen und mangelnde öffentliche Vorratshaltung gehören ebenso dazu wie die konkurrierende Nutzung von Flächen und Pflanzen, etwa durch die Produktion von Agrartreibstoffen.
Schließlich ist auch die Spekulation mit Nahrungsmittelpreisen ein wesentlicher Trendverstärker.

Die Erfahrung der MISEREOR-Partnerorganisationen in vielen Ländern zeigen: Stabile Preise auf Lebensmittel sind eine wichtige Voraussetzung für Armutsbekämpfung und Entwicklung.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Online-Petition

Setzen Sie ein Zeichen gegen Nahrungsmittel- spekulation mit Ihrer digitalen Unterschrift.

Mit Essen spielt man nicht!

MISEREOR setzt sich gemeinsam mit Attac, Oxfam und WEED für die Eindämmung von preistreibender Spekulation mit Nahrungsmitteln ein.

Mehr Infos im Flyer "Mit Essen spielt man nicht" (pdf, 1,8 MB)

Unterstützen Sie die Protestaktion mit Ihrer Unterschrift!

Unterschriftenliste  zum Ausdrucken (pdf, 0,7 MB)

Nahrungsmittelspekulation und Hunger

Hunger hat viele Ursachen. Eine Zentrale ist die Spekulation auf Nahrungsmittel, die die Preise nach oben treibt. Börsenexperte Dirk Müller analysierte für MISEREOR die Mythen rund um die produktive Funktion der Spekulation und entzaubert sie.

Zur Analyse "Unschuldsmythen" von Dirk Müller (pdf, 464 KB)

Kontakt

Armin Paasch
Entwicklungspolitik
Tel.: 0241 442 515