Misereor Logo

Landgrabbing

"Landgrabbing" meint den großflächigen Landkauf in Lateinamerika, Asien und Afrika durch internationale Akteure. Solche großen Landkäufe in Entwicklungsländern gefährden die Ernährungssicherheit, denn oftmals verlieren Kleinbauern ihr Land und werden verdrängt. MISEREOR setzt sich deshalb gegen Landgrabbing und die Spekulation mit Land ein.

Kleinbauern sind auf Land angewiesen, um ihre Familien zu ernähren.

In den vergangenen zehn Jahren hat der kommerzielle Druck auf Land weltweit dramatisch zugenommen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei, dass zunehmend auch Finanzmarktakteure Land als lohnendes Rohstoffinvestment für sich entdeckt haben.

Eine schon heute zu beobachtende Folge ist die Marginalisierung und Verdrängung von Menschen im ländlichen Raum, insbesondere in Ländern mit schwachen landpolitischen Institutionen.

Das Phänomen "Landgrabbing"

MISEREOR-Experte Wilhelm Thees über das Phänomen "Landgrabbing", Länder und Investoren, die an den Landkäufen beteiligt sind, und die Rolle deutscher Unternehmen.
Er nahm im Januar 2011 an einem von MISEREOR organisierten Workshop zum Thema "Landgrabbing" beim Weltsozialforum im Senegal teil. Zum Interview

Landspekulation

Finanzinvestoren spekulieren seit rund zehn Jahren zunehmend mit der Ressource Land. Die Folge sind steigende Gewinne an den Börsen – und die Marginalisierung der Menschen vor Ort. MISEREOR appelliert an die Bundesregierung, sich für den Primat des Rechts auf Nahrung einzusetzen.
Zum MISEREOR-Positionspapier "Landspekulation"  (pdf, 111 KB)

Leitlinien für eine nachhaltige Landpolitik

Immer öfter verkaufen oder verpachten Länder Ackerland an Großinvestoren. Leitlinien zur verantwortungsvollen Governance von Land sind eine Möglichkeit, die Rechte von Kleinbauern und Bevölkerung zu schützen. Wie müssen sie gestaltet sein, um die Grundlage für eine nachhaltige Landpolitik zu legen?
Zum MISEREOR-Positionspapier "Starke FAO-Leitlinien als Grundlage einer nachhaltigen Landpolitik" (pdf, 110 KB)

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Spekulation schafft Hunger

Mitschnitt einer Pressekonferenz mit Börsenexperte Dirk Müller und MISEREOR-Referent Benjamin Luig zum Welternährungstag 2011.

Mehr zum Thema

Datenbank zu Land Grabbing

Die ärmsten Staaten Afrikas trifft der Ausverkauf von Land am härtesten. Das zeigt die erste Datenbank zum "Land Grabbing". Die "Land Matrix" ist die erste systematische Erfassung von mehr als 1.217 internationalen Land-Transaktionen über 200 Hektar der vergangenen zehn Jahre. (in englischer Sprache) mehr

Kontakt

Benjamin Luig
Abteilung Entwicklungspolitik
Tel.: 0241 442 512