Gender

Von der Frauenförderung zur gendergerechten Entwicklung ...

Die Rolle der Frauen im Entwicklungsprozess – eine Frage, die für viele Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit seit Anfang der  80er Jahre zu einem zentralen Thema geworden ist und auch zur Überprüfung lange Zeit gültiger Ansätze der Projektarbeit führte.

Frauen leisten weltweit mehr als die Hälfte aller Arbeitsstunden, erhalten jedoch nur etwa zehn Prozent des Lohns und verfügen über weit weniger als ein Prozent des Einkommens. Justiz, Politik, Bildung – es gibt fast keinen Lebensbereich in dem Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit realisiert ist. Wir brauchen daher Bündnispartnerinnen und -partner, um die Gesellschaften so zu verändern, dass Frauen ebenso selbstverständlich wie Männer über ihr Leben entscheiden können. Diese Solidarität muss auch eine internationale Dimension haben, sonst wird sie unglaubwürdig. Die Entwicklung neuer Ansätze in der Solidaritätsarbeit kann nur im Dialog mit den Partnerinnen und Partnern geschehen, da die wirksameren Handlungsansätze letztlich nur von den Betroffenen selber gefunden werden können.

Die Fastenaktion 2007 steht unter dem Leitwort "Entdecke, was zählt". Gemeinsam mit unseren Partnern in Afrika, Asien und Lateinamerika rückten wir in diesem Jahr das Thema der Geschlechtergerechtigkeit in den Mittelpunkt unserer Arbeit - unverzichtbar für ein Leben in Würde jenseits der Armutsgrenze.

Im Kampf gegen die Armut ist die Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen eine Aufgabe, die alle Lebensbereiche umfasst: Arbeit, Gesundheit und Bildung, Ernährung und Wohnen. All das gewinnt dort, wo Mann und Frau gemeinsame Sache machen. Dass diese Erkenntnis auch für die Ärmsten der Armen zur erfahrbaren Wirklichkeit wird, dafür setzt sich MISEREOR mit seinen Projektpartnern ein - rund um die Erde.

Weitere Links zum Thema:

Fastenaktion 2006
Was heißt Gender? 
Gender und Entwicklung
Gender in der Arbeit bei MISEREOR
Nicht nur ein Phänomen des Südens
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