Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in Sambia leben unterhalb der Armutsgrenze und kämpfen um das tägliche Überleben.

20 Prozent der Erwachsenensind mit dem HI-Virus infiziert – das sind mehr als eine MillionSambier. Seit Mitte der 80er Jahre ist in der Region Lusaka eine Reihe vonBasisgruppen aus kleinen Pfarrei- oder Nachbarschaftsinitiativen entstanden, die sich um Aids-Kranke und deren Kinder kümmern. 1991 hatdie Erzdiözese Lusaka mit Hilfe dieser Initiativen und finanzieller Unterstützung MISEREORs das „Home-based-care“-Programm“ (Häusliches Pflegeprogramm) gegründet.

Mittlerweile erreicht das Programm in den Elendsvierteln der Hauptstadt Lusaka sowie in den ländlichen Regionen der Erzdiözese 13.000 Aids-Kranke und ihre Familien. Darüber hinaus versucht „Home-based-care“ mit umfassender Aufklärungsarbeit die weitere
Ausbreitung des HI-Virus zumindest einzudämmen. Etwa 3.600 ausgebildete,
ehrenamtliche Helferinnen und Helfer besuchen regelmäßig die HIV-Infizierten zu Hause, versorgen sie mit Pflegematerialien und Medikamenten.

Darüber hinaus kümmern sie sich um die zurückbleibenden Waisenkinder und regeln die Versorgung durch Angehörige oder Nachbarn. Kinderhaushalte, in denen ältere Kinder allein für ihre kleineren Geschwister sorgen, werden fast täglich besucht und unterstützt.
Im Nordosten Thailands unterstützt MISEREOR die Ausbildung von Multiplikatoren und Miltiplikatorinnen zur Aids-Aufklärung. mehr