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Aktionsideen für Ihre Gemeinde

"Aktie der Solidarität"

Einige Pfarrgemeinden und Schulen haben gute Erfahrungen mit der Ausgabe von "Aktien" für ein Partnerschaftsprojekt gemacht. Sie haben selbst einen entsprechenden Schein entworfen und vervielfältigt. An der Kirchtür, beim Pfarrfest bzw. beim Elternsprechtag oder Schulfest wurden die Scheine als Projektanteile verkauft, sie konnten aber auch telefonisch oder durch Einzahlung auf ein eigens eingerichtetes Sonderkonto geordert werden. Auch für den Kauf solcher Aktien können Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausgestellt werden.

Großen Erfolg hatte im letzten Jahr die Katholische Jugend des Dekanats Wolfsburg-Gifhorn beim Verkauf von Brunnenaktien zugunsten des Dekanats-Projekts "Trotz Dürre leben", das verarmten Kleinbauern im Nordosten Brasiliens hilft, mit dem dortigen Trockenklima zurecht zu kommen. Zur Finanzierung einer Zisterne wurden die Aktien Wolfsburger und Gifhorner Bürgerinnen und Bürgern in unterschiedlichen Stückelungen angeboten: 100, 50, 20, 10, 5 und 1 Euro. Überreicht wurde jede Aktie in einem von den Jugendlichen selbst gestalteten Schutzumschlag: auf der Vorderseite ein geteiltes Bild mit einem verdorrten Feld oben rechts und einer Landschaft mit Brunnen und üppiger Vegetation unten links. Auf der Rückseite die Geschichte "Die Ziege - eine Lebenskünstlerin", die der Info-Mappe zu dem MISEREOR-Partnerschaftsprojekt entnommmen worden war. Im Innenteil des Schutzumschlags wird dem Erwerber der Aktie zum Kauf gratuliert und ein Dank ausgesprochen:
"Herzlichen Glückwunsch! Sie haben eine der ganz wenigen Aktien erworben, bei denen Sie ruhig schlafen können. - Durch verschiedene Aktionen möchte die Katholische Jugend im Dekanat Wolfsburg-Gifhorn Geld für den Bau einer Zisterne aufbringen. Durch den Erwerb dieser Aktie haben Sie uns bei diesem Vorhaben geholfen. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!"

Bausteine verkauft

Unterstützt eine Pfarrgemeinde oder Schule ein Partnerschaftsprojekt, in dem beispielsweise Brunnen, Wohnungen oder ein Gesundheitszentrum gebaut werden, könnte es sich anbieten, an Spenderinnen und Spender einzelne Bausteine zu verkaufen. So bat eine Gemeinde in Bayern an einem Sonntag die Besucherinnen und Besucher der Gottesdienste um den Kauf von 2 800 Bausteinen zu je einer Mark für ein Wohnbauprogramm in Südafrika. Dies entsprach genau dem Kredit, mit dem eine Familie aus einem Slum die Kosten für den Bau eines Hauses decken kann. Die Bausteine wurde in Form von kleinen, selbst gestalteten Karten als symbolische Anteilsscheine an einem Stand vor dem Kirchenportal ausgegeben. Jeder Käufer erhielt zudem eine Kopie der Projektbeschreibung aus der Broschüre "MISEREOR Projektpartnerschaft".

Benefizkonzert mit fairer Bewirtung

Die katholische Kirchengemeinde in Lilienthal bei Bremen veranstaltet in ihrem Pfarrheim seit zwei Jahren in regelmäßigen Abständen Konzerte, bei denen vor allem junge Musikerinnen und Musiker auftreten. Die hervorragende Qualität der Darbietungen aus verschiedenen Musikrichtungen hat sich mittlerweile in Lilienthal und Umgebung herumgesprochen. Entsprechend gut ist der Besuch der Konzerte, wozu auch das ungewöhnliche Ambiente beiträgt: Das Publikum sitzt nicht in Stuhlreihen, sondern an Tischen, wo es von Mitgliedern des Eine-Welt-Kreises mit Getränken und "Leckereien" aus dem Fairen Handel bedient wird. Die Erlöse werden ebenso für ein Partnerschaftsprojekt verwendet wie ein Teil der Spenden, um die statt eines Eintrittspreises gebeten wird.

Kinder-Karwoche in Obertshausen

Die Karwoche und ihr österlicher Abschluss bilden den Höhepunkt des Kirchenjahres. Hier finden die zentralen Inhalte des christlichen Glaubens ihren liturgischen Ausdruck. Kindern jedoch ist insbesondere das Mysterium des Leidens und Sterbens Jesu nicht leicht zu vermitteln. In den Gemeinden St. Josef und St. Pius in Obertshausen bei Offenbach fand man nach eingehenden Überlegungen einen Weg, Kindern das Geschehen der Karwoche näher zu bringen:

"Die fünf Tage unserer Kinder-Karwoche hatten immer das gleiche grobe Gerüst: um 10.30 Uhr gemeinsamer Beginn mit einem Spiel, geistlicher Impuls (mit Jesuskerze), Aktion, gemeinsamer Abschluss gegen 12.30 Uhr.
Der geistliche Impuls stellte die Verbindung der biblischen Geschehnisse - vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zu seiner Kreuzigung - zu den Aktionen während der Kinder-Karwoche her.
Im Mittelpunkt am Montag stand die Erzählung vom Vierten König, der ein gutes Herz hat und mit dem Herzen sieht wie Jesus. Danach wurden Herzen gebastelt, die an Schaschlikstäben in Ostersträuße gesteckt werden können.
Dienstag wurde den Kindern MISEREOR vorgestellt und anschließend das Straßenkinderprojekt "Butterflies". Mit Blick auf eine Spendensammlung auf der Straße bemalten die Kinder Eier, bastelten Schmetterlinge, Marienkäfer, Hasen und allerlei Frühlingsmotive, steckten sie auf Holzspieße und machten mit Buchs- bzw. Haselzweigen Frühlingssträuße daraus.
Mittwoch gingen wir in drei Gruppen in Obertshausen auf die Straße. Wir hatten - z.T. selbst gestaltete - Plakate zu MISEREOR und die Straßenkinder in Delhi bei uns sowie die Sträuße als Dankeschön für die Spenden.
Am Donnerstag lag der Schwerpunkt auf dem Kochen: Eine Handvoll Reis für jedes Kind und dazu mitgebrachtes Obst und Gemüse (jedes Kind sollte dabei genau eine Sache mitbringen). So sollte deutlich werden, was es für die Straßenkinder heißt, oft nur eine Handvoll Reis am Tag als Mahlzeit zu haben. Eine Gruppe der Kinder bereitete dieses Essen vor, eine andere Elemente des Karfreitagsgottesdienstes, die dritte Gruppe schließlich malte Bilder für MISEREOR, die auch Grüße an die Straßenkinder von "Butterflies" sein sollten.
Beim Kinderkreuzweg am Karfreitag wurde an mehreren Stellen Bezug auf die Straßenkinder genommen. Am Schluss gab es nochmals eine Spendensammlung."

MISEREOR liegt ein detaillierter Plan der Kinder-Karwoche in Obertshausen vor, der kostenlos angefordert werden kann.

Kreuzworträtsel

Um Kinder für das Pfarrprojekt "Tötet meine Kinder nicht" zu interessieren, hat der Dritte-Welt-Kreis der Gemeinde St. Ursula in Bremen ein Kreuzworträtsel mit Fragen zur Situation der Straßenkinder in Brasilien erstellt und in Gottesdiensten und Gruppenstunden verteilt. Als die Box, in der die Rätselbögen gesammelt worden waren, zur Preisverleihung geöffnet wurde, stellte sich heraus, dass nicht nur viele Kinder, sondern auch - außer Konkurrenz - etliche Jugendliche und Erwachsene mitgemacht hatten. Die durchweg richtigen Lösungen zeigten, dass sich alle die mit dem Rätselbogen ausgeteilte Projektbeschreibung gründlich durchgelesen hatten. So hat sich das Kreuzworträtsel als gute Möglichkeit erwiesen, jungen - und auch älteren - Gemeindemitgliedern das Pfarrprojekt nahe zu bringen.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Kontakt

Angela Kraft
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 125

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Geprüft und empfohlen

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen/DZI bescheinigt MISEREOR den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Spenden.