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Sudan - Schulen für eine bessere Zukunft

Projekt-Nr.: P13501

Schule im Sudan

Nach fast 50 Jahren Bürgerkrieg und Vertreibung hat der Südsudan im Januar 2011 mit großer Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Rest des Landes gestimmt. Beim mehrtägigen Referendum hat sich die Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit für die Unabhängigkeit vom Norden und Gründung eines eigenen Staates entschieden. Die Volksabstimmung gehörte zu den wichtigsten Punkten des Friedensabkommens von 2005. „Die Versöhnung zwischen den politischen Gruppen des Landes und der Abbau der Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft ist der Beginn der Zukunft.“ Jetzt muss sich zeigen, ob dieser  Appell von Bischof Mazzolari aus der Diözese Rumbek an die Politiker auf fruchtbaren Boden fällt. Denn die Herausforderungen sind groß: Hunger und Elend prägen das Leben vieler Menschen im Südsudan. Die Diözesen Torit und Rumbek ermöglichen den Menschen den Weg in eine bessere, friedliche Zukunft. Die Kirche ist – wie immer – ein verlässlicher Partner: Sie eröffnen Grundschulen, damit die Kinder endlich wieder lernen können, und bieten in Gesundheitsstationen Medikamente und medizinische Versorgung an.

Es ist früher Nachmittag: Schulschluss in der kleinen Stadt Mapuordit. Fröhlich lachend kommen Ndulu und seine Schwester Ghipe aus der Schule. Die Grundschule, in der bis zum achten Schuljahr unterrichtet wird, fällt sofort ins Auge: ein stabiles Gebäude, mit MISEREOR-Spenden neu errichtet, mitten zwischen den vielen immer noch zerstörten oder nur notdürftig reparierten Häusern ringsum. „Heute haben wir in der Schule besprochen, wie man Konflikte ohne Gewalt lösen kann“, erzählt Ndulu und fügt mit Nachdruck hinzu. „Nie wieder soll es hier Krieg geben!“

Hoffnungsvolle Zukunft

Schule Sudan

Nachdem mehreren Generationen während des Krieges die Schule versagt blieb, können die Kinder jetzt endlich wieder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen. Und sie erhalten Friedenserziehung, ein Fach, das offiziell auf dem südsudanesischen Lehrplan steht. Für die Schüler ist die Schule wie ein Lichtblick, der ihnen verheißt, dass es für sie eine Zukunft gibt. Und Ndulu und Ghipe haben schon konkrete Vorstellungen, wie die aussehen soll: „Mein Bruder will später mal Handwerker werden und beim Aufbau unserer Heimat helfen. Und ich werde Lehrerin und bringe den Kindern Lesen und Schreiben bei“, sagt Ghipe.

Medizinische Grundversorgung

Um das zerstörte Land aufzubauen, braucht es engagierte Helferinnen und Helfer. Mit Unterstützung der Diözesen Rumbek und Torit erhalten die Menschen erstmals einen Zugang zu Medikamenten und medizinischer Grundversorgung. Auch Ndulu und Ghipe machen sich nach der Schule auf den Weg, um bei der örtlichen Gesundheitsstation Medikamente für ihren kleinen Bruder Amir abzuholen. Er ist erst vier Jahre alt und hat Durchfall – wahrscheinlich, weil er schmutziges Wasser getrunken hat. „Ohne Medikamente können kleine Kinder daran sterben, das ist im Krieg überall passiert. Jetzt bekommen wir Medizin, wenn wir krank sind – ein echtes Glück für uns alle“, erklärt Ndulu.

Auf dem Weg zur Besserung

Die Erfolge der MISEREOR-Projektpartner sind unübersehbar: In der Diözese Rumbek werden mittlerweile jährlich rund 170.000 Patienten in den Gesundheitsstationen versorgt. Zudem gibt es dort inzwischen mehr als ein Dutzend Grundschulen (bis zur achten Klasse) und zwei Sekundarschulen, in denen rund 10.000 Kinder unterrichtet werden. Damit die tiefen seelischen und körperlichen Wunden des Krieges, Hunger und Elend, Krankheit und Tod nicht mehr den Alltag im Südsudan beherrschen, brauchen die Menschen jedoch noch viel Unterstützung.

 

 

Mit Ihrer Spende an MISEREOR begleiten Sie die Menschen im Südsudan auf ihrem Weg in eine dauerhaft friedliche Gesellschaft und geben ihnen die Zuversicht zurück.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

So hilft Ihre Spende

7 Euro kostet ein Schulset pro Kind (Bücher, Hefte, Stifte)

40 Euro kostet ein Schulbank-Tisch-Set

10 Euro kostet eine Mutter-Kind-Impfung

MISEREOR-Zusage: 150.000 Euro

MISEREOR-Partner…

  • errichten Gesundheitszentren zur medizinischen Grundversorgung
  • unterhalten Grundschulen und weiterführenden Schulen und bilden Lehrer aus
  • bauen die Wasserversorgung aus

... vor Ort

Die Diözesen Rumbek und Torit haben bereits zu Beginn der 90er Jahre unter schwierigsten Bedingungen in den Kriegsgebieten Nothilfe geleistet und die Bevölkerung medizinisch versorgt. Seit dem Friedensschluss 2005 zielt ihre Arbeit darauf ab, das tägliche Überleben der Menschen zu sichern und die zerstörte Region wieder aufzubauen.

Steuer

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit. Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt (pdf)

Kontakt

Michael Stahl
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 518