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Sambia - AIDS: Liebevolle Pflege zu Hause

Projekt-Nr.: P10001

Nächstenliebe leben

In Ländern wie Sambia, Südafrika oder Kenia ist mindestens jeder fünfte Erwachsene HIV-positiv. Nicht einmal ein Bruchteil der AIDS-Kranken kann in Krankenhäusern oder ambulant angemessen versorgt werden. Die Kranken, die Sterbenden und die zurückbleibenden Kinder sind auf fremde Hilfe angewiesen – vor allem wenn, wie so häufig, die Verwandten und Nachbarn ebenfalls von AIDS heimgesucht worden sind. Gemeinsam mit den jeweiligenDiözesen unterstützt MISEREOR ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich um die betroffenen Familien kümmern. Über MISEREOR-Spenden werden z.B. Medikamente für die Kranken, Ausbildung für die Freiwilligen und Hilfe für die verwaisten Kinder finanziert.

Ehrenamtliche Helferinnen

In der St-Josephs-Gemeinde in Lusaka sind Eva und Bernadette als ehrenamtliche Helferinnen der Erzdiözese Lusaka unterwegs. In der Hauptstadt Sambias betreuen über 3.600 Frauen und Männer, die als freiwillige Helfer mehr als 12.000 betroffene Familien. Eva und Bernadette besuchen regelmäßig 36 Familien, die von AIDS betroffen sind. Sie waschen die Kranken, verteilen Lebensmittel, kochen für die Kinder und sorgen für die regelmäßige Einnahme der Medikamente. Ein Beispiel ist die 13-jährige Anna: Ihre Eltern und Schwestern sind an AIDS gestorben. Anna ist auch HIV-infiziert, aber noch nicht an AIDS erkrankt. Nun lebt sie bei ihrer Großmutter. „Sie ist die Einzige in ihrer Familie, die vom HI-Virus verschont geblieben ist“, berichtet Eva mitfühlend.

Erschreckende Statistik

Etwa 40 Millionen Menschen sind derzeit weltweit mit HIV infiziert. Mehr als 30 Millionen davon leben in Afrika südlich der Sahara, zu 60 Prozent sind Frauen betroffen. Allein in Sambia starben bereits mehr als 700.000 Menschen an AIDS. Medikamente könnten helfen, doch drei Viertel der Bevölkerung in Sambia können sich kaum genug zu essen kaufen. Medikamente für 20 Euro im Monat sind für diese Menschen unerschwinglich. Die Kranken und Sterbenden, aber auch die vielen AIDS-Waisen sind auf die Fürsorge ihrer Nachbarn und Verwandten angewiesen. Die Zahl der Kinder, die in Sambia durch AIDS ihre Eltern verloren haben, wird auf über 800.000 geschätzt. Etwa die Hälfte aller Haushalte in Sambia hat mindestens ein Waisenkind aufgenommen.

AIDS-Bekämpfung ist vielschichtig

Die rasche Ausbreitung von AIDS in Afrika ist vor allem eine Folge von Armut, fehlender Bildung und sozialer Benachteiligung der Frauen. In vielen afrikanischen Ländern versuchen Mitarbeiter von Diözesen, Orden und nichtkirchlichen Organisationen, die Not zu lindern und gegen die weitere Verbreitung des HI-Virus anzugehen.

MISEREOR unterstützt sie bei ihrem Engagement. Prävention durch intensive Bildungs- und Informationsarbeit, eine Stärkung der Stellung und der Rechte der Frauen sowie eine nachhaltige Armutsbekämpfung sind der Schlüssel für eine erfolgreiche Eindämmung der AIDS-Epidemie.

Trotzdem Zukunft?

Anna wirkt wie ein gesundes Kind, da sie rechtzeitig Medikamente bekommen hat, die den Ausbruch von AIDS zumindest für lange Zeit verhindern können. Sie geht in die Schule und hilft der Großmutter bei der Hausarbeit und im Garten. Eva gibt Anna ihre Tabletten für die nächste Woche. Die Großmutter kann aufatmen: „Die Medikamente sind wirklich ein Segen. Obwohl Anna infiziert ist, geht es ihr gut. Hätten schon meine Tochter und mein Schwiegersohn diese Medikamente bekommen, würden sie wahrscheinlich noch leben.“

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

So hilft Ihre Spende

 

4 Euro kosten 10 Penizillin-Injektionen (gegen Sekundärinfektionskrankheiten bei Aids)

12 Euro benötigt ein Waisenkind pro Monat in einer Pflegefamilie,

20 Euro kostet die lebensverlängernde Therapie eines HIV-Infizierten pro Monat.

14 Euro kostet die monatliche Ausstattung eines Freiwilligen mit Verbandsmaterial und Medikamenten.

MISEREOR-Zusage:  über 8 Mio. Euro für die AIDS-Arbeit in ganz Afrika,
davon 64.500 Euro für die Arbeit in Sambia.

MISEREOR-Partner…

  • ermöglichen den Kauf von Medikamenten, die den Ausbruch von AIDS hinauszögern,
  • unterstützen Waisen,
  • bilden medizinisches Personal, aber auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfern aus,
  • klären auf über die Krankheit und wie man sich vor ihr schützen kann.

... vor Ort

MISEREOR arbeitet in vielen afrikanischen Ländern mit Diözesen, Orden und auch nichtkirchlichen Organisationen bei der Bekämpfung von AIDS zusammen. Das 1991 von der irischen Schwester Mary Hillary gegründete Projekt in Lusaka konnte mittlerweile in einheimische Hände übergeben werden. Weitere Schwerpunkte bilden die besonders betroffenen Länder Kenia und die Republik Südafrika.

MISEREOR und HIV/Aids

Seit Mitte der 80er Jahre befasst sich MISEREOR mit dem Themenbereich HIV/Aids. mehr

Steuer

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit. Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt (pdf)

Kontakt

Johannes Schaaf
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 127