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Peru - In der Heimat bleiben und leben

Projekt-Nr.: P23201

Kleinbauern bei der Ernte im Hochland

Ausbildung in Methoden umweltgerechter Landwirtschaft in der andinen Hochlandregion Espinar, Departement Cuzco

Das Leben im Andenhochland Perus ist hart und entbehrungsreich. Das bekommt die kleinbäuerliche Bevölkerung der Provinz Espinar im südlichen Departement Cuzco immer wieder zu spüren -  z.B., wenn durch plötzliche Kälteeinbrüche in Höhen von über 4.000 Metern die Kartoffelernte und die Futtergerste vernichtet werden. In solchen Zeiten geraten die Dorfgemeinschaften an den Rand ihrer Existenz.

Kleinbäuerliche Landwirtschaft

Die Provinz Espinar gehört zu den ärmsten Regionen des Landes. Der größte Teil der überwiegend indiani-schen Bevölkerung betreibt eine kleinbäuerliche Landwirtschaft, die in erster Linie der Selbstversor-gung dient. Die Kleinbauernfamilien halten Lamas, Alpakas und Schafe sowie einige Milchkühe, um sich mit Wolle, Milch und Fleisch zu versorgen. Darüber hinaus bauen sie Futterhafer und Gerste für die Tier-haltung an und pflanzen auf kleinen Landparzellen Kartoffeln, Mais, Quinua und andere lokale Früchte.

Extremes Höhenklima

Familie bei der Feldarbeit

Die Erträge aus der harten Arbeit sind karg. Das liegt zum Teil an den extremen klimatischen  in den gege-benen Höhenlagen von 4.000 – 5.000 Metern.  Häufig ist es aber auch nur das fehlende Wissen um ökonomisch und ökologisch angemessene Methoden der Land- und Viehwirtschaft, das für eine Armut verantwortlich ist, die für viele Familien immer wiederkehrende Perioden von Unter- und Fehlernährung bedeutet.

Ausbildungszentrum CFC

Um den fatalen Kreislauf von mangelnder Produktivi-tät, falschem Umgang mit der Natur und Hunger zu durchbrechen, hat die Prälatur Sicuani mit finanzieller Unterstützung von MISEREOR ein Ausbildungszentrum für Kleinbauern (Centro de Formación Campesina – CFC) gegründet. Es soll durch Fortbildungsmaßnahmen und Förderung einer Umwelt schonenden Landwirtschaft die Lebenssituation der Kleinbauern in der Provinz Espinar verbessern. Einbezogen sind derzeit 17 Dorfgemeinschaften mit etwa 800 Familien.

Umfassendes Programm

Die Aktivitäten konzentrieren sich vor allem auf die Verbesserung der Tierfutterproduktion, die Anlage von Bewässerungssystemen und landwirtschaftlicher Infrastruktur sowie auf die Schulung von Bauernfami-lien in naturgerechten Methoden des Feldbaus und derWeidewirtschaft. Gemeinsam mit den Bauern und den Gemeindeverwaltungen wird der Bau von Bewässerungskanälen, Scheunen und Futtersilos geplant und durchgeführt. Durch die Anpflanzung von Baumsetzlingen sowie mit Hilfe von Humusproduktion, Viehfutter-Mischkulturen und anderen der Natur angepassten Technologien gelingt es allmählich, die durch Erosion geschädigten Böden zu sanieren und höhere Ernteerträge zu erzielen.

Jährlicher Wettbewerb

Um solche Erfolge sichtbar zu machen und ihre motivierende Wirkung zu verstärken, veranstaltet das CFC einmal im Jahr einen Wettbewerb in angepassten Technologien. Dieser endet mit einer kleinen „Messe“, auf der die teilnehmenden Bäuerinnen und Bauern stolz ihre Produkte zur Schau stellen: Pralle runde Käsescheiben und große Gläser selbst gemachten Jogurts stapeln sich neben Bündeln von Gerste, Süßkartoffeln und einer Vielfalt von heimischen Feldfrüchten. All dies zeugt davon, dass das Andenhochland seiner Bevölkerung genügend Möglichkeiten für eine ausreichende und gesunde Ernährung bietet. Man muss nur wissen, wie man sie dauerhaft nutzen kann.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

So hilft Ihre Spende

0,40 Euro kostet ein Nutzholzsetzling,
0,50 Euro ein Obstbaumsetzling.
Für 7 Euro kann eine Bäuerin bzw. ein Bauer an einem Kurs zur nachhaltigen Landnutzung teilnehmen.
1.500 Euro kostet die Anlage eines Regensammelbeckens.

MISEREOR-Zusage: 130.000 Euro

Steuer

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit. Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt (pdf)

MISEREOR-Partner…

 

  • bieten Kleinbauern Kurse und Fortbildungen zur klimaangepassten Landwirtschaft,
  • beschaffen Baum- und Strauchsetzlinge,
  • helfen beim Bau von Regenrückhaltebecken, Gewächshäusern, Ställen und Erntesilos.

... vor Ort

Das Bildungszentrum für kleinbäuerliche Landwirtschaft (C.F.C.) wurde 1985 von dem damaligen Bischof der peruanischen Diözese Sicuani gegründet. Es hilft Kleinbauern, sich mit angepasster Landwirtschaft aus ihrer Armut zu befreien. Zurzeit sind über 20 Dorfgemeinschaften mit rund 1.000 Familien in die Arbeit des C.F.C. einbezogen.

Kontakt

Johannes Schaaf
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 127