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Burkina Faso - Gemeinsam gegen die Wüste

Projekt-Nr.: P11501

Christen und Muslime gemeinsam

In Burkina Faso unterstützt MISEREOR den gemeinsamen Kampf von Christen und Muslimen gegen die fortschreitende Wüstenbildung. Mit Wiederaufforstung und nachhaltiger Landwirtschaft gelingt es, das lokale Klima und die Lebensverhältnisse der Bevölkerung zu verbessern und das durch Raubbau ökologisch schwer geschädigte Land zurückzuerobern.

„Ganz ehrlich: Wer hätte vor einigen Jahren daran geglaubt, dass wir hier auch außerhalb der Regenzeit säen und ernten können?“, fragt Ayshe – und gibt die Antwort gleich selbst: „Kaum jemand – sogar meine Mutter und meine Großmutter waren skeptisch. Wir waren ja schon froh, wenn wir in der Regenzeit in der nötigen Regelmäßigkeit genug Wasser für eine gute Hirseernte hatten. Wie sollte da etwas in der Trockenzeit wachsen.“ Stolz betrachtet die Mutter von drei Kindern den dörflichen Gemeinschaftsgarten: ein grünes Ausrufezeichen inmitten einer halb verdorrten Landschaft, wie sie in der langen Trockenzeit typisch ist für die Region im Norden Burkina Fasos.

Zerstörtes Paradies

Vor 100 Jahren galt das Land noch als grünes Paradies. Hohes Bevölkerungswachstum, unkontrollierte Abholzung, Überweidung und überstrapazierte Äcker verwandelten es in eine Halbwüste. Zunehmende Verarmung und häufiger Nahrungsmangel bei Mensch und Tier sind die Folge. Doch es gibt Hoffnung: Christen und Muslime haben sich in der „Geschwisterlichen Vereinigung der Gläubigen von Dori“ (UFC) zusammengeschlossen, um gemeinsam die weitere Zerstörung ihrer Heimat zu verhindern und ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Erste Erfolge

Ein Schwerpunkt des umfassenden Entwicklungsprogramms der UFC ist die Sicherung ausreichender Wasserreserven. So wurden in Ayshes Dorf vor fünf Jahren der Gemeinschaftsbrunnen vertieft und ein großes Regenrückhaltebecken gebaut. Dieser „bouli“, wie ihn die einheimische Bevölkerung nennt, sammelt in der Regenzeit große Mengen Wasser, mit denen sich vier Monate lang Obst- und Gemüsegärten in der Größe von mindestens zehn Fußballfeldern bewässern lassen. Zwiebeln, Tomaten, Möhren, Kartoffeln oder Kohl gedeihen dann hier ebenso wie Auberginen, Papayas, Limonen oder Maniok. War vor dem „bouli“ Mangelernährung die Normalität in Ayshes Dorf, verfügen jetzt alle Familien über ein ausgewogenes Nahrungsmittelangebot. Welche Auswirkungen dies z.B. auf die Gesundheit der Menschen hat, beweist allein schon der drastische Rückgang der Kindersterblichkeit.

Gemeinsam auf dem richtigen Weg

Die Menschen in Dori haben verstanden, dass sie die natürlichen Ressourcen nur bewahren und für sich nutzen können, wenn alle an einem Strang ziehen: Frauen und Männer, Alte und Junge, Bauern und Viehzüchter, Christen und Muslime. Es wird noch lange dauern, bis aus der Region Dori wieder eine grüne Landschaft wird. Doch die ersten Erfolge zeigen, dass dies ein realistisches Ziel ist. Das motiviert die Menschen: „Unser ganzes Lebensgefühl hat sich geändert“, freut sich Ayshe. „Wir empfinden die Natur in der Trockenzeit nicht mehr als Feind, sondern haben ihre zuvor verborgenen Möglichkeiten entdeckt.“

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

So hilft Ihre Spende

10 Euro kostet eine Gießkanne.

56 Euro kostet eine Schubkarre.

Der Bau eines Brunnens  kostet 3.600 Euro.

Für 70.000 Euro kann ein Regenrückhaltebecken gebaut werden.

MISEREOR-Zusage: 250.000 Euro

MISEREOR-Partner…

  • helfen beim Bau von Brunnen und Wasserrückhaltebecken,
  • unterstützen naturgemäße Anbaumethoden,
  • kümmern sich mit Baumsetzlingen um eine Wiederaufforstung,
  • schützen den Boden und das Grundwasser.

... vor Ort


Gemeinsam engagieren sich Muslime und Christen in der „Union Fraternelle des Croyants de Dori“ (UFC, Geschwisterliche Vereinigung der Gläubigen von Dori), um ihr Land vor einer weiteren Verödung zu schützen und ihre Lebensumstände zu verbessern.

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Steuer

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit. Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt (pdf)

Kontakt

Johannes Schaaf
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 127