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Brasilien - Straßenkindern Perspektive schenken

Projekt-Nr.: P23302

Straßenkinder in Brasilien

Die Kinder in den Elendsvierteln brasilianischer Großstädte wachsen mit Gewalt und Hoffnungslosigkeit auf. MISEREOR-Partner bewahren Mädchen und Jungen davor, in Prostitution und Kriminalität abzurutschen, und eröffnen ihnen eine lebenswerte Zukunft.

„Wir wohnen in einer kleinen Holzhütte ohne Strom und Wasser. Aber meine Mutter achtet streng darauf, dass ich zur Schule gehe – das ist wichtig, damit ich es später einmal besser habe, sagt sie. Vormittags lerne ich dort Lesen, Schreiben und Rechnen. Nach dem Unterricht treffe ich mich meistens hier mit meinen Freundinnen. Wir machen zusammen Hausaufgaben, spielen und basteln. Manchmal üben wir auch kleine Stücke ein, in der Theatergruppe“, erzählt die zwölfjährige Aurelina von ihrem Tagesablauf. „Hier“, das ist das Gemeinschaftshaus der Initiative „Casa de Passagem“ (CdP) mitten in der nordostbrasilianischen Metropole Recife.

Überleben im Slum

Wohnsituation der Kinder in den Favelas

Alle Aktivitäten der CdP haben ein Ziel: die Kinder und Jugendlichen aus den Favelas vor einem Abrutschen in Kriminalität und Prostitution zu bewahren und ihnen eine bessere Perspektive zu geben. Denn Favela bedeutet: Leben auf engstem Raum - in Armut, Krankheit und Hoffnungslosigkeit. Schon aufgrund der Enge der ärmlichen Hütten spielt sich das Leben der Menschen mehr oder weniger auf der Straße ab. Ohne die CdP hätte Aurelina sicher das Schicksal vieler Favela-Mädchen geteilt. Sie haben keine Schul- oder Berufsausbildung, wachsen in einem Umfeld auf, in dem der Verkauf des eigenen Körpers normal ist.

Ein Ort zum Lernen und Kind sein

Ein Ort zum lernen und spielen, die Kindertagesstätte von "COMVIVA"

Auch die hübsche Aurelina wird oft von Männern angesprochen. Doch durch die Bindung an die „Casa" widersteht sie der Verlockung des schnellen Geldes. Wie etwa 400 andere Kinder und Jugendliche aus bitterarmen Verhältnissen kann Aurelina mit Hilfe der Betreuerinnen und Betreuer der „Casa“ ihre Begabungen entfalten, Selbstwertgefühl und Vertrauen in die eigenen Stärken entwickeln - der beste Schutz gegen Kriminalität und Prostitution. Neben Hausaufgabenbetreuung und ergänzendem Schulunterricht zählen dazu auch Freizeitaktivitäten wie die Theatergruppe, bei der Aurelina schon seit zwei Jahren mitmacht. „In andere Rollen zu schlüpfen macht mir riesig Spaß. Später möchte ich Schauspielerin werden und im Theater auftreten“, sagt sie selbstbewusst.

Auch in Caruaru, einer Nachbarstadt von Recife, sind Straßenkinder wie Aurelina nicht auf sich allein gestellt: Hier ist es die Initiative „COMVIVA“, die sich um die Mädchen und Jungen kümmert, sie im Schulalltag begleitet und ihnen Berufsausbildungsgänge, zum Beispiel zum Bäcker, sowie sinnvolle Freizeitmöglichkeiten anbietet.

Die Ausbildung schafft neue Perspektiven
Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
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So hilft Ihre Spende

 

0,60 Euro beträgt der Zuschuss für eine warme Mahlzeit

MISEREOR-Zusage 781.000 Euro

MISEREOR-Partner…

  • sorgen u.a. für warme Mahlzeiten für die Kinder,
  • Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote,
  • bauen Gemeinschaftshäuser zum Spielen, Lernen,
  • geben Rechtshilfe und betreiben Lobbyarbeit zur Durchsetzung der Kinder- und Jugendrechte,
  • ermöglichen Berufsausbildung in diversen Fachrichtungen.

... vor Ort

Die "Casa de Passagem" in Recife geht auf eine private Initiative von drei Frauen im Jahr 1990 zurück. "COMVIVA" in Caruaru wurde 1987 mit Hilfe der dortigen Diözese gegründet.

Steuer

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit. Bestätigung zur Vorlage beim Finanzamt (pdf)

Kontakt

Johannes Schaaf
Partnerschaften und Spenderkontakte
Tel.: 0241 442 127