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Projekt-Nr.: P30701

Über 20 Jahre Krieg und Bürgerkrieg haben Afghanistan zerstört. Besonders außerhalb der Städte ist das Elend ein ständiger Wegbegleiter der Menschen. Die Grundversorgung der Menschen auf dem Land ist äußerst schwierig – es gibt nicht genug Essen und Trinkwasser, überall fehlen Schulen, Krankenhäuser, Ärzte und Medikamente.

Die orthopädisch-chirurgische „Irene Salimi-Kinderklinik“ in Kabul, die Kinder mit schweren körperlichen Missbildungen, kriegsbedingten Verletzungen und Verstümmelungen oder nach Unfällen versorgt. Dieses Krankenhaus ist für viele betroffene Kinder die einzige Möglichkeit, zu überleben oder einer lebenslangen schweren Behinderung zu entgehen.
Danaboy kam mit einem geschwollenen Knie. Er lebt in der Nähe von Kunduz, im Landkreis Burka. Er ist vom Stamm der Usbeken vom Land und suchte mit seiner Familie Hilfe in der Hauptstadt. „Als arme Leute konnten sie die geforderten Preise nicht bezahlen und wurden zu uns geschickt“ berichtet Krankenschwester Helma. „Wir säuberten das Knie operativ“. Danach wurde eine medikamentöse Behandlung gegen Stabilokokken und Tuberkulose-Bakterien begonnen.
Fleißig schluckt Danaboy täglich seine Tabletten und zählt die Tage, bis die zwei Monate der Intensivphase vorüber sind. Denn dann darf er heim nach Burka und wird dort die Tuberkulose Therapie beenden. Besondere Freude macht ihm der Nachmittagsunterricht: eifrig lernt er das Alphabet und die Zahlen. Seine erste Rechenübung an der Tafel meistert er mit Bravur. Danaboy ist zufrieden und lacht viel. Die Schmerzen sind weg und er kann wieder laufen.

Die Jahrzehnte des Krieges legten in Afghanistan in Schutt und Asche. Über zwei Millionen Menschen wurden getötet, weite Landstriche sind verwüstet, Dörfer, Felder und Bewässerungsanlagen zerstört. Die Menschen leben in großer Armut, sie haben grausame Dinge gesehen und erlebt. Es sind vor allem die Kinder, die unter den Kriegsfolgen leiden – und gleichzeitig liegt die Zukunft des Landes in ihren Händen.

Vor allem Kinder sind Opfer explodierender Landminen oder herumliegender Munition. Schätzungen zufolge liegen mehrere Millionen Landminen verstreut im Land und zerstören täglich aufs Neue unschuldiges Leben. Abgerissene oder zerfetzte Gliedmaßen und Entstellungen machen den Kindern das Leben zur Qual. Innerhalb des Landes fehlt die medizinische Versorgung. Wer einen Chirurgen oder eine internistische Operation braucht, findet in Afghanistan keine Hilfe
MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit.
300 Euro betragen die Klinik-Laborkosten pro Monat
40 Euro entspricht dem Monatsgehalt eines Lehrers
100 Euro kostet eine viertägige Behandlung mit Operation
20 Euro kostet eine Bluttransfusion
Entscheidend ist die Fürsorge
Straubinger Tagblatt: Sonderseite zum Projektbesuch von MISEREOR-Mitarbeiter Gottfried Baumann im Rahmen der ZDF-Spendengala.
Die kranken Kinder von Kabul
MISEREOR aktuell: Ein Portrait über Irene Slimi und Helma Dechenreiter
Gegründet als humanitäres Hilfsprojekt, behandelt die Irene-Salimi-Klinik seit 2005 afghanische Kinder nach deutschem Standart. Sie ist das einzige Krankenhaus des Landes, das sich auch die arme Bevölkerung leisten kann.