
Nach den großen Beben im Januar, kämpft Haiti weiterhin mit den verheerenden Folgen. Misereor unterstützt mit dem Programm "1000 Häuser für Haiti" den langfristigen Wiederaufbau – vor allem in abgelegenen Regionen jenseits der Hauptstadt. Dabei beraten MISEREOR-Fachleute einheimische Partnerorganisationen.
In Workshops vermitteln Architekten von Misereor wichtige Grundlagen des erdbeben sicheren Bauens. „Unser Ziel ist es, dass das Wissen zum erdbebensicheren Hausbau im Schneeballsystem weitergegeben wird und besonders viele Orte erreicht“, so Länderreferent Heinz Oelers. Zu den ersten Workshops in den Regionen Carrefour und Ducarbon kamen Vertreter von Partnerorganisationen aus der gesamten Erdbebenregion. Sie lernten die Grundlagen des erbebensicheren Bauens. Zwei Modellhäuser wurden errichtet.

„Wir liefern den Menschen unser Wissen und handwerkliches Können. Das geben sie dann vor Ort weiter und befähigen die Bevölkerung dazu ihre Häuser selber zu bauen.“ Erfahrungen mit einem solchen Konzept konnte MISEREOR bereits unter anderem in El Salvador sammeln.
Die MISEREOR-Berater legen viel Wert auf die Vermittlung einer traditionellen und ökologischen Bauweise. Denn es geht es nicht darum einmalig Häuser hinzustellen, sondern nachhaltig Möglichkeiten zur Selbsthilfe zu schaffen.

So sind die insgesamt drei Workshops der Auftakt des MISEREOR-Programms „1000 Häuser für Haiti“. Alle gebaut nach den hier erprobten Prinzipien: in Eigenregie, mit lokalen Materialien, wirbelsturm- und erbebensicher.
„Ich wüsste nicht, dass es ein ähnliches Programm von anderen Organisation in Haiti gibt“, so MISEREOR-Länderreferent Heinz Oelers. „Überall sonst sieht man nur provisorische Fertighauslösungen.“ Vor allem die engen Kontakte mit den lokalen Partnern vor Ort, die MISEREOR seit vielen Jahren auf Haiti pflegt, seien ein großer Vorteil.