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Hunger in Ostafrika 

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Video über die Reise-Eindrücke von MISEREOR-Chef Josef Sayer in die Dürreregion Marsabit.
Die Brunnen sind ausgetrocknet, auch die Flüsse, Seen und sogar die Stauseen.

Noch immer leidet Ostafrika unter den Folgen der schlimmsten Dürrekatastrophe seit 60 Jahren. Mit Hilfe Ihrer Spenden leistet MISEREOR für Hunderttausende Menschen Nothilfe und setzt zugleich auf nachhaltige Projekte zur langfristigen Verbesserung der Ernährungssituation am Horn von Afrika.

Über zwölf Millionen Menschen müssen nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms wegen der anhaltenden Dürre in der Region hungern: 4,5 Millionen sind allein in Äthiopien betroffen, 3,7 Millionen in Somalia und weitere 4 Millionen leiden in Kenia, Uganda und Djibouti unter der Hungersnot. Die instabile politische Lage in Somalia und der dort schwelende Bürgerkrieg verschärfen die Situation zusätzlich.

Schnelle Nothilfe und langfristige Entwicklung

Dank der hohen Spendenbereitschaft konnte MISEREOR innerhalb weniger Wochen zahlreiche Nothilfeprojekte auf den Weg bringen. Dabei hat das Werk immer den Anspruch, Nothilfe und langfristig entwicklungsorientierte Hilfe miteinander zu verbinden.

Menschenwürdig leben: Bau eines neuen Flüchtlingslagers

MISEREOR unterstützt den Aufbau eines neuen Auffanglagers für somalische Flüchtlinge imNordosten Kenias mit einer Million Euro. Das neue Lager Kambioos befindet sich im Distrikt Fafi, rund 20 Kilometer von Dadaab-Stadt entfernt. MISEREOR finanziert zusammen mit anderen nicht-staatlichen und staatlichen Organisationen ein umfangreiches Hygiene- und Sanitärprogramm, das den Bau von 3000 Latrinen und Abwasserdrainagen umfasst. Außerdem wird ein Müllsammelsystem im Lager aufgebaut und Hygieneschulungen durchgeführt. Denn bis Dezember werden im neuen Lager in Kambioos 90.000 Flüchtlinge, die auch aus den umliegenden völlig überlasteten Camps umgesiedelt werden, erwartet.  

 

MISEREOR-Partner verteilen Lebensmittel.

Hilfe in schwer zugänglichen Gebieten

Weit im Landesinneren Kenias, in der Provinz „Rift Valley“, versorgt das „East Pokot Medical Project“ Tausende Hungernde mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Trinkwasser.

Schwester Esther Ngima Mwaniki leitet das von MISEREOR unterstützte Projekt. Sie berichtet, dass in East Pokot über 100.000 Menschen hungern. „Besonders hart trifft es die kleinen Kinder, Frauen und alte Menschen. Die Menschen, die aus ihren Dörfern zu uns kommen, sind sehr, sehr schwach, viele von ihnen
haben Cholera.“

Dank der Wasserlieferung der Diözese sind die Wege der Frauen deutlich kürzer geworden.

Das größte Problem ist auch in dieser Region der Wassermangel. Denn weil die
Regenzeiten immer unzuverlässiger werden oder gar ganz ausbleiben, verdorren die Äcker der Bauern und die Bäume vertrocknen. „Die Menschen in East Pokot sind es gewohnt, auf der Suche nach Wasser und Nahrung von einer Region in eine andere zu ziehen. Viele laufen fünf, manche sogar zehn Stunden am Tag bis zur nächsten Wasserstelle," meint Schwester Esther. "Aber dieses Jahr ist es so schlimm wie lange nicht mehr. Alle Brunnen der Region sind ausgetrocknet, die Flüsse, die Seen. Sogar die Stauseen.“

MISEREOR ermöglicht die Versorgung vieler extrem geschwächter Menschen, die auf der Suche nach Wasser und etwas Essbarem oft tagelange Märsche hinter sich haben. Sie erhalten proteinreiche Nahrung wie getrocknetes Gemüse, Hirse, Kartoffeln und Bohnen. „Wir haben auch Briefe an das kenianische Landwirtschaftsministerium geschrieben“, sagt Schwester Esther. „Wir brauchen endlich ein funktionierendes System, um das Wasser in der kurzen Regenzeit sammeln zu können.“

Frauen aus der Region Marsabit, Kenia
Brunnen helfen, die Dürre zu überstehen

Immer weniger Wasser effektiv nutzen

In Marsabit, einer der von der Dürre besonders betroffenen Regionen im Nordosten Kenias, fördert MISEREOR ein Wasserprogramm der Diözese. Die Menschen lernen, wie man unterirdische Wassertanks anlegt. Sie bereiten ihre Anbauflächen mit einfachen Maßnahmen auf die bestmögliche Nutzung der oft nur noch sehr kurzen Regenzeit vor: So sorgen kleine Furchen dafür, dass das Wasser dosiert auf die Felder geleitet werden kann und nicht nutzlos
versickert oder gar die Bodenkrume einfach wegspült. Außerdem wird jetzt ein dornloser Kaktus angepflanzt, damit die Tiere bei der nächsten Dürrezeit Futter finden.

In Äthiopien

In Äthiopien konzentriert MISEREOR seine Hilfe auf die Regionen Somali und Oromia im Südosten des Landes, die besonders hart von der Dürre betroffen sind. Hier finanziert MISEREOR neben verschiedenen anderen Hilfsmaßnahmen auch die Verteilung einer Spezialnahrung an etwa 2.500 unterernährte Kinder unter fünf Jahren, Schwangere und stillende Frauen sowie die Bereitstellung von Medikamenten und medizinischem Material.Im Flüchtlingscamp von Dollo Ado.  unterstützt MISEREOR den Bau und Betrieb einer Sekundarschule für rund 3.200 Schüler im Flüchtlingscamp von Dollo Ado.

Mehr zur Lage in Äthiopien berichtet MISEREOR-Experte Gebre-Selassie im Interview

 

In Somalia

Zur Linderung der Not in Somalia beteiligt sich MISEREOR an der Versorgung von rund 30.000 Dürreopfern im besonders betroffenen südlichen Zentralsomalia, die Nahrungsmittel, Wasser, Hygiene-Sets, Saatgut und Dünger für ihre Felder erhalten.

 

MISEREOR ist wegen Förderung der Entwicklungszusammenarbeit von der Körperschaftssteuer befreit.

 

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Reise durch Äthiopien

Der MISEREOR-Experte Atsbaha Gebre-Selassie ist durch Äthiopien gereist. Er sammelte Informationen und beriet gemeinsam mit MISEREOR-Partnern, wo Unterstützung am dringendsten nötig ist. Zum Reisebericht

Eindrücke aus Kenia

Hauptgeschäftsführer Josef Sayer reiste in die Dürreregion Marsabit. Er brachte bedrückende, aber auch hoffnungsvolle Eindrücke mit - und die Bitte um Solidarität mit den betroffenen Menschen.

Cover Rechenschaftsbericht Ostafrika

MISEREOR-Hilfe für Ostafrika

Drei Monate der Hilfe - wir geben Rechenschaft

 

Rechenschaftsbericht durchblättern

Hunger verhindern

Natürlich können wir Dürren nicht verhindern. Aber zwei Projekte in Burkina Faso und Nigeria zeigen, wie Menschen Trockenzeiten besser überstehen können.

Burkina Faso: Gärten in der Sahelzone
  
Nigeria: Wasser ist Menschenrecht

Spendenaktionen

KKV hilft Ostafrika

Der Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV) bittet um Spenden auf das MISEREOR-Konto:
10 10 10, Stichwort "KKV hilft Ostafrika", BLZ 370 601 93, Pax-Bank

Die eingegangenen Spenden haben mittlerweile die 20.000 Euro-Marke überschritten. Zur KKV

Wasser für Ostafrika

Der Aktionskreis "Wasser für Ostafrika" in Balingen verkauft mit Unterstützung der Imnauer Mineralquellen Wasserflaschen und sammelt Spenden für die Dürreregion. mehr

 

Kontakt

MISEREOR-Spendertelefon
Tel.: 0241 442 125