Am 12. Januar 2010 bebte in Haiti die Erde. Hunderttausende Menschen starben in den Trümmern, Hunderttausende wurden schwer verletzt, Millionen obdachlos. Noch immer bleibt die Lage schwierig: Denn die Lebensbedingungen in Haiti waren schon vor dem Beben für viele Menschen unvorstellbar schlecht. So es wird wohl Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern, diese Situation zu verändern. Trotz der schwierigen politischen Lage kann MISEREOR Not lindern und Hilfe beim Wiederaufbau geben.
Direkt nach dem Beben statteten unsere haitianischen Partner Bergungstrupps mit Werkzeug aus, versorgten Verletzte und kümmerten sich um Obdachlose. Aber schon in den ersten Wochen hatten sie auch die Zukunft im Blick, verteilten nicht nur Nahrung sondern auch Saatgut, räumten Trümmer und setzen Straßen in stand.

In den Regionen, in denen MISEREOR mit seinen Partnerorganisationen tätig ist, haben sich viele Dinge positiv weiterentwickelt: Doch die Arbeit ist mühsam. Haitis Straßennetz, war schon vor dem Beben marode und wenig ausgebaut. Jetzt ist es noch katastrophaler. So berichten unsere haitianischen Partner von explodierten Transportkosten. Auch das Baumaterial bleibt knapp und teuer.
MISEREOR arbeitet in Haiti seit Jahrzehnten mit einem Netz von 40 verlässlichen Partnerorganisationen zusammen. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei die Leitlinie, die sich auch in und nach der Katastrophe bewährt hat.
MISEREOR unterstützt in Haiti den nachhaltigen Wiederaufbau – vor allem in abgelegenen Regionen jenseits der Hauptstadt. In Workshops vermittelten Architekten wichtige Grundlagen des erdbebensicheren Bauens. Das geben die Workshopteilnehmer dann vor Ort weiter und befähigen die Bevölkerung dazu ihre Häuser selbst zu bauen. mehr
Große Teile des Straßenkinder-Projektes „Lakay/Lakou“ wurden vom Erdbeben zerstört. Schulen und Werkstätten brachen zusammen. Kinder und Jugendliche starben unter den Trümmern. Viele der Kinder und Jugendliche, die in den Projekten betreut werden, sind traumatisiert. Doch der Unterricht in den Zentren gibt ihnen wieder Hoffnung. mehr
90 Prozent der Bevölkerung in Haiti leben als Kleinbauern, Landlose oder Slumbewohner am Existenzminimum. Der Hauptgrund: Die schweren ökologischen Schäden auf dem Land. Mit Waldgärten machen Kleinbauern ihr Land wieder fruchtbar und erzielen Ernten, die ihr Überleben sichern. mehr

"Seht in uns die Partner in der Hilfe, die mit bloßen Händen Nachbarn und Freunde aus den Trümmern geborgen haben, die Flüchtlinge aufgenommen und das Essen verteilt haben. Seht in uns auch die Partner im Wiederaufbau.“
Père Wilnés Tilus, Pfarrer in Haiti und langjähriger MISEREOR-Partner

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