(Berlin, 13. August 2010) – Das Bündnis Entwicklung Hilft verstärkt seine Arbeit in Pakistan. Ein Mitarbeiter des Nothilfe-Teams der Welthungerhilfe ist seit gestern vor Ort, ein Brot für die Welt-Mitarbeiter wird am Sonntag in Islamabad eintreffen.
"Die Spendeneingänge sind in den vergangenen drei Tagen erfreulich gestiegen", erklärt Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft. "Das Geld wird dringend benötigt – und wir helfen ungeachtet der schwierigen politischen Situation. Denn humanitäre Hilfe darf nicht von religiösen oder politischen Einstellungen abhängig gemacht werden, sondern muss sich einzig und allein an der Not der Menschen orientieren. Und die ist in Pakistan sehr groß."
Bündnis-Mitglied Welthungerhilfe weitet die finanzielle Unterstützung für die Opfer der Flut aus und stellt insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld werden zusätzliche Hilfsgüter lokal gekauft. Der Welthungerhilfe-Mitarbeiter vor Ort unterstützt die Verteilung lokal beschaffter Lebensmittel durch die italienische Partnerorganisation Cesvi. Mehl, Linsen, Bohnen, Salz und Tee sowie Trinkwasser werden heute an 700 bedürftige Menschen im Dorf Baghbanan in der Provinz Khyber Pukhtonkhwa verteilt.
Mit rund 25.000 Euro aus seinem Nothilfe-Fonds unterstützt medico international die Hilfsmaßnahmen der pakistanischen Organisation Health and Nutrition Development Society (HANDS), eine der größten zivilgesellschaftlichen Organisationen in Pakistan mit starker Verankerung in den Provinzen Sindh und Belutschistan. HANDS hat mehr als 1.000 Mitarbeiter und kann bis zu 100.000 freiwillige Helfer mobilisieren. Für die Flut-Opfer wurden zehn Nothilfe-Camps eingerichtet (Gouspur im Distrikt Kashmore, Khanpur im Distrikt Shikarpur, Ali Wahan-Sukkur, Jacobabad, Dadu, Matiari, Hyderabad, Tando Allahyar, Tando Muhammad Khan, Thatta).
100 HANDS-Mitarbeiter und Freiwillige sind mit zehn Fahrzeugen in Kashmore, Kandhkot Jacobabad und Sukkur unterwegs, um Menschen aus gefährdeten Gebieten an sicherere Orte zu bringen. Insgesamt hat HANDS bereits mehr als 83.000 Menschen evakuiert. Täglich versorgt HANDS 3.000 Familien in mehreren Distrikten mit Nahrungsmitteln aus eigenen Beständen. Tausende Familien warten auf weitere Nahrungsmittellieferungen.
Mit vier mobilen Kliniken leistet HANDS eine medizinische Notversorgung unter anderem in den Dörfern des Kashmore-Distrikts, im Sukkur-Distrikt und im Ghotki-Distrikt. Mehr als 1.600 Personen wurden bereits behandelt.
Wie bereits berichtet, unterstützt Brot für die Welt gemeinsam mit der Diakonie Katastrophenhilfe und dem lokalen Partner National Rural Support Program die Flutopfer in den schwer betroffenen Distrikten Charsadda und Nowsherra.
5.000 Menschen erhalten vierzehn Tage lang eine warme Mahlzeit täglich. Es werden 25 mobile Wassertanks mit jeweils 4.000 Litern aufgestellt, Pakete mit grundlegenden Hygieneartikeln an 9.000 Familien verteilt und Notunterkünfte für 16.000 Menschen errichtet. Insgesamt werden so mehr als 60.000 Menschen erreicht.
Misereor konzentriert sich bei seiner gemeinsamen Hilfe mit der lokalen Partnerorganisation CHIP auf Flüchtlinge im Swat-Tal, in Swabi, Charsadda, Malakand und Lower Dir. Bisher wurden 540 Flüchtlingsfamilien – darunter kranke und alte Menschen, Kinder sowie besonders bedürftige Frauen – mit Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten, Kleidung, Hygieneartikeln und Schlafmatten versorgt.
Der Welthungerhilfe-Partner Concern hat Hilfsgüter – Hygienesets, Decken, Plastikplanen, Kanister und Werkzeuge zur Schuttbeseitigung – an 9.600 Menschen verteilt. Bis Ende der Woche erhalten rund 30.000 Menschen in Charsadda und Swat 1.750 Küchensets, 1.000 Lebensmittelpakete, 3.500 Plastikplanen, 3.500 Hygienesets, 7.000 Kanister, 17.500 Portionsbeutel mit Rehydrierungs-Salz, 3.500 Moskito-Netze, 3.500 Schlafmatten und 3.500 Decken erhalten. 7.200 Menschen in Swat und 4.800 Menschen in Charsadda werden mit Trinkwasser versorgt. Concern hat ein medizinisches Versorgungscamp im Dorf Cheena in der Region Mirza Dher eingrichtet, wo bisher über 200 Patienten behandelt wurden.
Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe leisten als Bündnis Entwicklung Hilft akute und langfristige Hilfe bei Katastrophen und in Krisengebieten. Für die Linderung der Not der Menschen in Pakistan bittet das Bündnis Entwicklung Hilft die Bevölkerung um Spenden auf das
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