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Wallfahrt mit Tuch: Die MISEREOR-Hungertuchwallfahrer sind unterwegs

Wallfahrt von Regensburg nach Speyer

(Aachen, 17. Februar 2012) Von Regensburg nach Speyer: Einmal quer durch den Süden und Südwesten der Republik laufen rund 60 Wallfahrer in der Woche zwischen Karneval und 1. Fasten-sonntag. Sie tragen ein großformatiges Tuch, das aktuelle MISEREOR-Hungertuch,  nach Speyer. Im Speyrer Dom wird die MISEREOR-Fastenaktion am 26. Februar um 10 Uhr mit einem Gottesdienst und Gästen aus aller Welt eröffnet.

Mit dem 2x3 Meter großen Tuch wollen die Wallfahrer auf die MISEREOR-Fastenaktion hinweisen. Tag und Nacht sind sie unterwegs, wechseln sich beim Tragen ab. Einige Pilger laufen jedes Jahr bei dieser besonderen Wallfahrt mit. Vier Gruppen bewältigen dabei abwechselnd die Strecke. Ihr Weg folgt dieser Route:

21.02.2012: Regensburg-Eichstätt-Schernfeld-Treuchtlingen-
22.02.2012: Gunzenhausen-Wassertrüdingen-Wittelshofen-Dinkelsbühl-Stimpfach-
23.02.2012: Pfedelbach-Obersulm/Affaltrach-Heilbronn-Kraichtal-
24.02.2012: Weingarten-Karlsruhe-Wörth-Leimersheim-
25.02.2012: Germersheim-Römersberg-Speyer

Weitere Informationen zu der Hungertuchwallfahrt finden Sie hier


Eine zweite Wallfahrergruppe aus dem Erzbistum Paderborn ist ebenfalls mit dem MISEREOR-Hungertuch unterwegs. Sie laufen von Nackenheim über Friesenheim, Alzey, Grünstadt und Neustadt nach Speyer.

Die Geschichte
Die erste Hungertuch-Wallfahrt wurde im Februar 1986 von einer privaten Initiative in Hildesheim organisiert. Sie führte über 40 Kilometer von Hildesheim nach Hannover. Die Pilger liefen nach einem Gottesdienst am Abend los und kamen am nächsten Morgen an ihrem Ziel an. "Wir wollten das Motto der Fastenaktion einmal wörtlich nehmen und uns auf den Weg machen, um unseren Glauben  zu demonstrieren", erinnert sich Markus Tute, der die erste Wallfahrt organisierte. 1987 wurde die Wallfahrt dann offiziell zur MISEREOR-Wallfahrt.

Die Wallfahrt
Jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit machen sich Pilgerinnen und Pilger auf den Weg. In Staffeln tragen sie das MISEREOR-Hungertuch vom Eröffnungsort der letzten Fastenaktion zum Ort der Eröffnung der aktuellen Aktion. Unterwegs informieren sie über die Anliegen der Fastenaktion und lernen Mitpilger aus den anliegenden Gemeinden kennen, die sie ein Stück des Weges begleiten. Unterkunft und Verpflegung erhalten die Gruppen in Gemeindehäusern, Schulen und ähnlichen Quartieren.

Das Hungertuch
MISEREOR hat mit dem Hungertuch den tausend Jahre alten Brauch, vor Ostern den Altarraum der Kirche mit einem Hungertuch zu verhängen, wiederbelebt. Früher waren die Tücher mit Bildern aus der Leidensgeschichte Jesu bestickt und sollten die Christen während der Fastenzeit zu einem intensiveren Glauben mahnen. Vor über 30 Jahren wurde der Brauch von MISEREOR wieder aufgegriffen. Alle zwei Jahre schaffen Künstler aus den Ländern des Südens ein Glaubenszeugnis aus ihrem Kulturkreis. In diesem Jahr geht das Hungertuch des togolesischen Künstlers Sokey Edorh auf die Reise. Der Künstler thematisiert auf seinem Bild das Leben in einem afrikanischen Elendsviertel. Die MISEREOR-Fastenaktion 2012 steht unter dem Leitwort: "Menschenwürdig leben. Kindern Zukunft geben".


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