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Überschwemmung Pakistan: MISEREOR-Nothilfe mit Lastwagen, Eseln oder zu Fuß

Versorgung konzentriert sich auf den Norden – Sondierung auch im Süden                                                

(Aachen, 20. August 2010) Drei Wochen nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan verteilt das Hilfswerk MISEREOR weiterhin Hilfsgüter über die Organisation "Civil Society Human and Institutional Development Programme" (CHIP). Momentan konzentriert sich die Hilfe des MISEREOR-Partners CHIP auf den Norden des Landes. "Die Hilfsmaßnahmen werden gegenwärtig auch auf die südlichen Regionen der Flutkatastrophe ausgeweitet", erläutert MISEREOR-Länderreferent Hermann Rupp. "Die Situation im Norden und im Süden stellt sich nach Angabe der Helfer vor Ort sehr unterschiedlich dar: Im Norden ist das Wasser aufgrund der bergigen Landschaft schon stark zurückgewichen. Im Süden steht es noch. Mit Trinkwasserproblemen haben wir eher im Süden zu tun, da es in den bergigen Regionen des Nordens noch Quellen gibt, von denen die Menschen trinken können."

CHIP koordiniert seine Hilfe von Islamabad aus. Dort werden Mehl, Öl, Reis, Matten, Verbandsmaterial, Trinkwasser und Milchpulver in einem großen Lager  verpackt. Von dort schickt CHIP die Güter mit Lastwagen in die betroffenen Gebiete. „Vier Kilometer vor Madhyan haben wir ein weiteres Lager errichtet. In dieser Region kommen die LKW nur schlecht voran, da Straßen und Brücken zerstört sind. Deshalb arbeiten wir hier mit der pakistanischen Organisation IDEAS zusammen, deren Leute die betroffenen Familien zu Fuß oder auf Eseln erreichen“, so Ajmal Malik, Direktor von CHIP.

In den betroffenen Gebieten im Norden des Landes wichen die Wassermassen langsam zurück, was bleibe, sei brauner Schlamm. Tausende seien obdachlos und lebten in engen und unhygienischen Notunterkünften. Viele hätten gesundheitliche Probleme. Vor allem Durchfall, Hautausschläge und Augenentzündungen sind laut MISEREOR-Partner CHIP verbreitet. Viele Menschen, vor allem Kinder, seien ausgetrocknet.  Fälle von Cholera verzeichnet Chip in den nördlichen Regionen noch nicht. „Ich habe eine Frau getroffen, die selber krank war und sich um ihre zwei kranken Kinder kümmern musste. Für viele Mütter ist die Situation katastrophal. Es gibt noch immer zu wenig Medikamente. Mit Verbänden, Desinfektionsmitteln, Mitteln gegen Schlangengifte und Breitbandantibiotika in den Nothilfepaketen von CHIP versuchen wir die nötigste Versorgung sicherzustellen“, so Ajmal Malik.

MISEREOR bittet um Spenden auf das Spendenkonto 10 10 10, Pax-Bank Aachen, BLZ 370 601 93, Stichwort Pakistan.

Kontakt: MISEREOR Pressestelle, Gottfried Baumann, Tel.: 0241 442 132, gottfried.baumann@misereor.de


Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank