(Aachen, 11. Januar 2012) Das katholische Entwicklungshilfswerk MISEREOR gratuliert TransFair, dem Verein zur Förderung des Fairen Handels zum 20. Jubiläum. MISEREOR war Mitbegründer des Vereins. "In seiner 20jährigen Existenz hat der Verein TransFair den Fairen Handel in Deutschland um einiges bekannter gemacht und ihn erheblich gestärkt", so MISEREOR-Geschäftsführer Thomas Antkowiak. "Dieser Erfolg gründet auch auf dem außerordentlich hohen Engagement der Menschen in der TransFair Geschäftsstelle. Dafür möchten wir herzlich danken!"
Ob Alnatura, Rewe oder Lidl: Mittlerweile werden in 36.000 deutschen Supermärkten, Bioläden und Weltläden Produkte mit dem Fairtrade-Siegel angeboten. TransFair e.V. vergibt inzwischen das Fairtrade Siegel für 1900 unterschiedliche Produkte an 180 Lizenznehmer. Weltweit profitieren rund 1,2 Millionen Menschen von den Entwicklungschancen, die das Fairtrade - Siegel durch gerechte Preise und partnerschaftliche Handelsbeziehungen bietet. "Der Faire Handel befand sich zuvor in einer Nische. Mit der Gründung von TransFair wollten wir ihn populärer machen", erinnert sich der erste TransFair Vorstandsvorsitzende, MISEREOR-Referent Klaus Piepel. "Durch das TransFair-Siegel konnten Kunden fair gehandelte Produkte erstmalig auch im normalen Handel erkennen, was zu einer Umsatzsteigerung für die Produzenten führte."
Der Faire Handel mit Produkten aus sogenannten Entwicklungsländern wurde in Deutschland bereits Anfang der 70er Jahre ins Leben gerufen. Damals hatten MISEREOR und das damalige evangelische Werk für Entwicklungshilfe gemeinsam mit den christlichen Jugendverbänden, die Notwendigkeit gesehen eine Alternative gegenüber den vorherrschenden ungerechten Weltwirtschaftsstrukturen aufzuzeigen und Partnern im Süden den Weg aus der wirtschaftlichen Marginalisierung zu ermöglichen. Ein Bündnis von zehn Entwicklungsorganisationen gründete 1991 die "AG Kleinbauernkaffee", aus der 1992 der TransFair e.V. wurde.
"Es wurde einiges erreicht, es gibt aber immer noch viel zu tun", resümiert MISEREOR-Geschäftsführer Antkowiak. "Um den Fairen Handel als politisches Instrument gegen ungerechten Welthandel und zum noch größeren Nutzen von Kleinproduzenten in Entwicklungsländern weiter zu entwickeln, ist unser aller Einsatz - ganz besonders auch der von Kirche - gefragt", so Antkowiak weiter. "Wir wünschen dem Fairen Handel für die kommenden Jahre, dass immer mehr Menschen sich der Möglichkeit bewusst werden, durch ihren Einkauf eine gerechtere Welt zu gestalten."
20120111 20Jahre Trans Fair
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