
Unter diesem Leitwort stand die Fastenaktion 2004. Damit thematisierte MISEREOR das Grundrecht des Menschen auf Nahrung. Obwohl weltweit mehr als genug Nahrungsmittel zur Verfügung stehen, leiden über 830 Millionen Menschen Hunger.
In einer Welt, in der genügend Nahrungsmittel für alle Menschen hergestellt werden, hungern immer noch 830 Millionen Menschen.
Ziel der UNO-Vollversammlung 2000 in New York war es, bis zum Jahr 2015 die Anzahl der Hungernden in der Welt zu halbieren. In den ersten Jahren danach sind wir diesem Ziel noch kein Stück näher gekommen.
Um es bis 2015 zu erreichen, müsste die Anzahl der Hungernden pro Jahr um 24 Mio. reduziert werden. Tatsächlich konnte in den letzten Jahren aber nur ein Rückgang von 2,5 Mio. erreicht werden.

Wenn wir das Wort "Hunger" hören, denken wir zunächst an Afrika oder an die armen Länder Asiens. Aber nicht nur auf der südlichen Halbkugel wird gehungert. In den Schwellenländern wie Indien oder Brasilien zählt man etwa 30 Mio. Hungernde, und selbst in den Industrieländern sind es 11 Mio., die sich nicht ausreichend ernähren können.
MISEREOR griff mit der Fastenaktion 2004 das zentrale Thema Hunger auf, um den erschütternden Skandal des millionenfachen Hungers in der Welt wieder bewusst zu machen und zur gemeinsamen Solidarität aufzurufen. Hauptgrund war, dass das Millenumsziel der UN-Mitgliedsstaaten mehr und mehr in den Hintergrund des Weltbewußtseins geraten ist.
In vielen Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika, unterstützt MISEREOR Menschen dabei, gegen den Hunger anzukämpfen. Ein Beispiel für die Projektarbeit ist das IRPAA (Instituto da Paquena Agropecuaria) ein "Zentrum für ländliche Entwicklung in der Halbtrockenzone" in Juazeiro/Brasilien.

Walles und die Freundschaftsbande
Walles, ein Junge aus dem Nordosten Brasiliens, hat einen großen Traum. Er will Fußballstar werden und verlässt heimlich sein Dorf, um in der Stadt am Fußball Talente-Wettbewerb teilzunehmen. Natürlich kommt alles ganz anders...

Malzeit: Wir setzen Lebens-Zeichen
Zentrale Aktionsidee der Jugendaktion 2004 war es, ins Bild zu setzen und öffentlich zu machen, was Jugendliche weltweit zum Leben brauchen, welche Auswirkungen Hunger, Krieg, mangelnde Bildung und unsichere Zukunftsperspektiven auf Jugendliche haben und was sie sich für eine gerechte Welt erhoffen.