Ernährungsarmut weltweit
Gesunde Ernährung ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Dieses Menschenrecht wird täglich millionenfach verletzt: Weil Menschen zu arm sind, um sich gesund zu ernähren.
Nur satt reicht nicht!
Einfacher Brei mit Tee, eine Handvoll Reis oder günstige, aber ungesunde Lebensmittel. Für viele Familien weltweit sieht so die Ernährung aus. Nährstoffreiche Lebensmitte stehen selten auf dem Speiseplan. Obst? Gemüse? Meist unerschwinglich für sie.
Ernährungsarmut verhindert Entwicklung
Ernährungsarmut bedeutet, dass Menschen nicht die Mittel haben, sich ausreichend und gesund zu ernähren – etwa, weil ihnen das Geld fehlt, sie selbst nicht genügend anbauen können oder Konflikte die Lebensmittel verknappen. Der Mangel an nährstoffreichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten hat oft schwerwiegende gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen. Ernährungsarmut verhindert nicht nur die individuelle, sondern auch die gesellschaftliche Entwicklung.
Armutslücke Welternährung
Wie groß das Ausmaß von Ernährungsarmut weltweit ist und welche Länder besonders betroffen sind zeigt die jährliche Studie „Armutslücke Welternährung“.
Die Studie berechnet jährlich, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich eine gesunde Ernährung leisten zu können. Zudem macht sie sichtbar, wie diese Armutslücke im Verhältnis zur globalen Wirtschaftsleistung steht. Die Ergebnisse der Studie zeigen das Ausmaß von Ernährungsarmut weltweit und wo Länder im Kampf gegen Hunger und Mangelernährung an ihre Grenzen stoßen.
Ergebnisse 2026 im Überblick
- Weltweit fehlen Menschen 2,79 Billionen US-Dollar, um sich gesund ernähren können.
- Die Armutslücke entspricht lediglich 1,31 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung, hält aber jeden dritten Menschen von einer gesunden Ernährung ab. Pro Person entspricht dies einem fehlenden Betrag von 1.000 US-Dollar pro Jahr oder 2,74 US-Dollar pro Tag für gesundes Essen.
- Verglichen zum Jahr 2024 hat sich die Armutslücke im Berechnungszeitraum 2025 um 84 Milliarden US-Dollar verringert.
- In Subsahara-Afrika und Nahost-Nordafrika hat sich die Armutslücke verringert. Dies ist ein positives Signal nach Jahren wachsender Ernährungsarmut in diesen Regionen. Die größte Verbesserung verzeichnet Südasien. Damit lässt die Region Rückschläge aus Zeiten der Coronakrise hinter sich.
- Trotz Verbesserungen können sich 65 Prozent der Menschen in Subsahara-Afrika, 41 Prozent der Menschen in Südasien und 37 Prozent der Menschen in Nahost-Nordafrika keine gesunde Ernährung leisten.
- Die Belastung pro Person ist in Mosambik am höchsten. Einer durchschnittlichen Person fehlen dort 62 Prozent des Einkommens, das notwendig wäre, um sich gesund ernähren zu können. Fast die gesamte Bevölkerung (92 Prozent) ist nicht in der Lage, sich gesund zu ernähren.
Steigende Preise verschärfen Ernährungsarmut
Die Preise für eine gesunde Ernährung sind zwischen 2017 und 2025 um 46 Prozent angestiegen. Dies hat erheblich zum heutigen Ausmaß der Ernährungsarmut beigetragen. Besonders in Nahost-Nordafrika haben die gestiegenen Preise für eine gesunde Ernährung seit 2017 zu einem deutlichen Zuwachs der Ernährungsarmut geführt. In Südasien haben die gestiegenen Preise die Effekte großer Einkommenszuwächse zwischen 2017 und 2025 fast vollständig aufgehoben.
Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, die Folgen steigender Preise für Menschen mit niedrigen Einkommen abzufedern und ökonomische Ungleichheiten zu überwinden.
Dr. Lutz Depenbusch
Landwirtschaft und Ernährung
- Telefon
- 0241 442 903
- lutz.depenbusch@misereor.de
Aktuelle Studie
Studie 2026 - Armutslücke Welternährung
Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß…
Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. 2025 beläuft sich diese Lücke auf 2,79 Billionen US-Dollar.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Lutz Depenbusch, Johanna Entrup
- Seitenzahl: 20
- Erscheinungsjahr: Oktober 2026
Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. 2025 beläuft sich diese Lücke auf 2,79 Billionen US-Dollar.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Lutz Depenbusch, Johanna Entrup
- Seitenzahl: 20
- Erscheinungsjahr: Oktober 2026
Zusatzinformation zur Studie: Armutslücke Welternährung 2026
Die Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft dramatisch hoch.
Hier finden Sie…
Die Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft dramatisch hoch.
Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie Statistiken zur Studie “Armutslücke Welternährung 2026”.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Johanna Entrup, Lutz Depenbusch
- Seitenzahl: 6
- Erscheinungsjahr: Oktober 2026
Die Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft dramatisch hoch.
Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie Statistiken zur Studie “Armutslücke Welternährung 2026”.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Johanna Entrup, Lutz Depenbusch
- Seitenzahl: 6
- Erscheinungsjahr: Oktober 2026
Wissenschaftlicher Artikel "Armutslücke Welternährung"
Die Studie „Armutslücke Welternährung“ berechnet jährlich, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um…
Die Studie „Armutslücke Welternährung“ berechnet jährlich, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich eine gesunde Ernährung leisten zu können. Im wissenschaftlichen Artikel von Misereor und der Universität Göttingen findet man alle Studienergebnisse.
- Herausgeber: Misereor, Universität Göttingen
- Produktverantwortliche: Jonas Stehl, Lutz Depenbusch, Sebastian Vollmer
- Seitenzahl: 33
- Erscheinungsjahr: September 2025
Die Studie „Armutslücke Welternährung“ berechnet jährlich, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich eine gesunde Ernährung leisten zu können. Im wissenschaftlichen Artikel von Misereor und der Universität Göttingen findet man alle Studienergebnisse.
- Herausgeber: Misereor, Universität Göttingen
- Produktverantwortliche: Jonas Stehl, Lutz Depenbusch, Sebastian Vollmer
- Seitenzahl: 33
- Erscheinungsjahr: September 2025
Jahreshefte "Herausforderung Hunger"
Studie “Armutslücke Welternährung” - Was wir tun können, um Ernährungsarmut zu stoppen
Die…
Studie “Armutslücke Welternährung” - Was wir tun können, um Ernährungsarmut zu stoppen
Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. 2024 beläuft sich diese Lücke auf 3,25 Billionen US-Dollar.
-
Herausgeber: Misereor
-
Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Lutz Depenbusch, Johanna Entrup
-
Seitenzahl: 24
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Erscheinungsjahr: Oktober 2025
Studie “Armutslücke Welternährung” - Was wir tun können, um Ernährungsarmut zu stoppen
Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. 2024 beläuft sich diese Lücke auf 3,25 Billionen US-Dollar.
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Herausgeber: Misereor
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Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Lutz Depenbusch, Johanna Entrup
-
Seitenzahl: 24
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Erscheinungsjahr: Oktober 2025
Herausforderung Hunger 2024 | 25 - Armutslücke Welternährung
Kein Zutritt! Warum unser globales Ernährungssystem Menschen in Armut benachteiligt. Und wie wir…
Kein Zutritt! Warum unser globales Ernährungssystem Menschen in Armut benachteiligt. Und wie wir gute Märkte für eine gute Ernährung schaffen.
Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft dramatisch hoch. 2 von 5 Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten.
Hunger und Mangelernährung sind vor allem Folge von Armut und Ungleichheit. Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. Denn gesunde Ernährung ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen setzt sich Misereor für langfristige Hungerbekämpfung ein. In diesem Heft werden Projektbeispiele aus Brasilien, Indien und Uganda vorgestellt, die Kleinbauernfamilien stärken und den Zugang zu Lebensmittelmärkten - sowohl für Erzeuger*innen als auch Verbraucher*innen - verbessern.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Corinna Würzberger, Lutz Depenbusch
- Seitenzahl: 24
- Erscheinungsjahr: September 2024
Kein Zutritt! Warum unser globales Ernährungssystem Menschen in Armut benachteiligt. Und wie wir gute Märkte für eine gute Ernährung schaffen.
Ernährungsarmut trotz wachsender Weltwirtschaft dramatisch hoch. 2 von 5 Menschen können sich keine gesunde Ernährung leisten.
Hunger und Mangelernährung sind vor allem Folge von Armut und Ungleichheit. Die "Armutslücke Welternährung" zeigt, wie viel Geld Menschen weltweit fehlt, um sich das Mindestmaß einer ausgewogenen Ernährung zu leisten und wie groß die Ungerechtigkeit ist. Denn gesunde Ernährung ist kein Luxus, sondern ein Menschenrecht. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen setzt sich Misereor für langfristige Hungerbekämpfung ein. In diesem Heft werden Projektbeispiele aus Brasilien, Indien und Uganda vorgestellt, die Kleinbauernfamilien stärken und den Zugang zu Lebensmittelmärkten - sowohl für Erzeuger*innen als auch Verbraucher*innen - verbessern.
- Herausgeber: Misereor
- Produktverantwortliche: Nina Brodbeck, Corinna Würzberger, Lutz Depenbusch
- Seitenzahl: 24
- Erscheinungsjahr: September 2024
Herausforderung Hunger 2023 | 24 - Jahresheft Welternährung
Die Armutslücke
Zwei von fünf Menschen weltweit fehlt das Geld für eine gesunde Ernährung. Wie wir…
Die Armutslücke
Zwei von fünf Menschen weltweit fehlt das Geld für eine gesunde Ernährung. Wie wir diese Lücke schließen können.
Die Misereor-Publikation „Herausforderung Hunger – Jahresheft Welternährung 2023/24" zeigt: Hunger und Armut sind eng miteinander verstrickt. Wie viel Geld den Menschen weltweit fehlt, um sich eine ausgewogene Ernährung leisten zu können, stellt die "Armutslücke gesunder Ernährung" dar. Wer Hunger bekämpfen will, muss gegen Armut und Ungleichheit angehen. Wie die Misereor-Partnerorganisationen mit gutem Beispiel vorangehen, lesen Sie in der Publikation.
- Herausgeber: Misereor
- Erscheinunsjahr: September 2023
- Seiten: 24
Die Armutslücke
Zwei von fünf Menschen weltweit fehlt das Geld für eine gesunde Ernährung. Wie wir diese Lücke schließen können.
Die Misereor-Publikation „Herausforderung Hunger – Jahresheft Welternährung 2023/24" zeigt: Hunger und Armut sind eng miteinander verstrickt. Wie viel Geld den Menschen weltweit fehlt, um sich eine ausgewogene Ernährung leisten zu können, stellt die "Armutslücke gesunder Ernährung" dar. Wer Hunger bekämpfen will, muss gegen Armut und Ungleichheit angehen. Wie die Misereor-Partnerorganisationen mit gutem Beispiel vorangehen, lesen Sie in der Publikation.
- Herausgeber: Misereor
- Erscheinunsjahr: September 2023
- Seiten: 24