MISEREOR hat seit vielen Jahren die Frage nach den Wirkungen der Entwicklungszusammenarbeit zu seinem eigenen Thema gemacht. Dementsprechend hat die MISEREOR-interne-Fachgruppe "Wirkung und Qualität" mit dem vorliegenden Positionspapier zum Wirkungsverständnis eine aktuelle MISEREOR-spezifische Position zu dem Thema erarbeitet. Es soll dem Austausch zwischen den MitarbeiterInnen von MISEREOR dienen und die Grundlage für den Dialog mit den Partnern und mit der Fachöffentlichkeit bilden.
Für die Kommunikation unter Partnern sind Wirkungserfassung und Evaluierung wichtige Reflexionsinstrumente. Wirkungen als wichtig wahrgenommene Veränderungen sind nicht sicher vorhersagbar. Um Veränderungsprozesse zielgerichtet beeinflussen zu können, müssen Planung, Monitoring und Evaluierung deshalb wirkungsorientiert gestaltet werden.
Das Positionspapier gewinnt seine Bedeutung darin, wie es in der praktischen Arbeit als leitend wahrgenommen und genutzt wird. Deshalb soll es dazu dienen, für ein gemeinsames Verständnis zu sensibilisieren und dieses für die eigene Arbeit zu nutzen.
Mit dem Glossar zum Bereich "Wirkungen" liegt ein das Positionspapier zum Wirkungsverständnis ergänzendes Dokument vor.
Es ist mehr als nur ein reines Begriffsverzeichnis, da es notwendig war, die zahlreichen in der Literatur und Praxis der Entwicklungszusammenarbeit verwendeten Begriffe im jeweiligen Kontext auf dem Hintergrund des Positionspapiers zu behandeln.
Die "Paris Declaration on Aid Effectiveness" von 2005 ist zunächst eine Agenda von Regierungen für Regierungen. Ihr Ziel ist es, die Wirksamkeit der eingesetzten Mittel der bilateralen und multilateralen offiziellen Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen. Dafür sollen Geber- und Empfängerregierungen sowie multilaterale Institutionen zusammenarbeiten.
Zivilgesellschaftliche Organisationen, die insgesamt auf eine mindestens ebenso lange Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit blicken können wie staatliche Einrichtungen, begrüßen diese Bemühungen im Grundsatz. Sie äußern aber auch Bedenken. Neben einzelnen Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen geht es dabei um die grundsätzliche Frage, welche Rolle die Zivilgesellschaft bei der Entwicklung einer Gesellschaft und in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit spielt. Es geht um das Verständnis von Entwicklung selbst.
Dazu meldet sich die CIDSE zu Wort, der Dachverband von 15 katholischen Entwicklungshilfswerken aus Europa und Nordamerika. MISEREOR hat als deutsches CIDSE-Mitglied dieses Positions-Papier mit erarbeitet.
Kontakt
Dr. Hermann Dolzer
0241 442 322
Dr. Matthias Lanzendörfer
0241 442 331






