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Wasser

Über eine Milliarde Menschen haben heute keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser.
Bis 2025 können es nach Schätzungen der UN sechs mal mehr Menschen sein. 

  • Mit Wassermangel einher gehen fast 80% aller Krankheiten in den Entwicklungsländern. Schlechte sanitäre Versorgung kostet jährlich zwölf Millionen Menschen das Leben.
  • Aufgrund fehlenden Wassers entstehen erhebliche Ernährungsprobleme.
  • Wassermangel ist eine Ursache bedrohlicher zwischenstaatlicher und innerstaatlicher Konflikte.
  • Wassermangel ist ein Auslöser für Landflucht und das sprunghafte Anwachsen der Metropolen.
  • Wassermangel motiviert Raubbau an der Natur und die Zerstörung natürlicher Ressourcen.
  • Wasserverfügbarkeit wird zum Instrument der Macht und der Unterdrückung.

Die größte Wassermenge benötigen die Menschen für die Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist mit Abstand der wichtigste Verbraucher des verfügbaren Süßwassers, wichtigster Faktor ist dabei die Bewässerung. Schon heute konkurriert die Landwirtschaft gerade in den Gegenden, in denen Bewässerung zur Steigerung der Erträge erforderlich ist, mit den Anforderungen der restlichen Umwelt und droht so das ökologische Gleichgewicht zu gefährden.
Um mit dem Bevölkerungswachstum Schritt zu halten, ist eine jährliche Steigerung der Nahrungsmittelproduktion von etwa 2% notwendig. Damit gelänge es lediglich, den derzeit erreichten Status aufrecht zu erhalten. Experten gehen davon aus, dass 1,5 Milliarden Menschen unzureichend oder schlecht ernährt sind. Um die Bevölkerung der Welt heute und in Zukunft mit Nahrungsmitteln zu versorgen, ist eine kontinuierliche Steigerung der Anbauflächen zur Produktionssteigerung unumgänglich. Damit wird der Anteil des heute schon genutzten Wassers in diesem Sektor noch einmal erhebliche Steigerungen erfahren.

Gleichzeitig nutzen einige Länder die vorhandenen Wasserressourcen überdurchschnittlich aus. Libyen zum Beispiel verbraucht fast vier mal mehr Wasser als Niederschläge die vorhandenen Grundwasserressourcen wieder auffüllen können. Israel, der Westen der USA, Marokko, der Senegal und der Jemen sind weitere Regionen, die ihren Wasserhaushalt ins Ungleichgewicht bringen.

Gleichzeitig führt unsachgemäße Bewässerung in hohem Ausmaß zur Zerstörung landwirtschaftlicher Flächen. Riesige Gebiete versalzen durch Ablagerung gebundener Mineralien und werden dauerhaft unbrauchbar für jede Form agrarwirtschaftlicher Nutzung.
MISEREOR setzt sich dafür ein, landwirtschaftliche Flächen effizienter als heute zu bewässern und die Niederschlags-Nutzung zu intensivieren.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Kontakt

Jean-Gerard Pankert
Internationale Zusammenarbeit Bereich Afrika
Tel.: 0241 442 272