Vom Projekt auf den Laufsteg

MISEREOR macht Mode

Nicht in den Modehochburgen Paris oder Mailand, sondern in Aachen wurde eine bunte, spannende und ungewöhnliche Modenschau konzipiert.
Die DesignerInnen und SchneiderInnen der gezeigten Unikate heißen Hlaa Suima Marma oder Esther Nyambane Kemunto - sie wohnen in den Slums von Nairobi, leben in einem an den Ausläufern des Himalaya gelegenen chinesischen Dorf oder zwischen den Reisfeldern Bangladeshs und Kambodschas. Es sind junge Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die am Rande der Gesellschaft lebten und Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen mussten - darunter  ehemalige Kindersoldaten, Straßenkinder und Prostituierte.
In von MISEREOR geförderten Ausbildungsprogrammen erlernen sie heute das Schneiderhandwerk und legen damit den Grundstein für ein neues Leben.

Bildung eröffnet Wege aus der Armut
Die qualitativ hochwertige, mit viel Kreativität entworfene und geschneiderte Kleidung bezeugt eindrucksvoll, dass Bildung und Berufsausbildung für diese jungen Menschen ein Schlüssel zur persönlichen Entwicklung sind. In der Ausbildung entdecken sie ihre Fähigkeiten und Potenziale, lernen sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien und finanziell auf eigenen Füßen zu stehen. Die Produkte aus Schneidereien sind gefragt, werden auf dem lokalen Markt angeboten oder auf Kundenbestellung produziert.

Lionelle Ulrich, geboren in Kamerun und selbst Schneiderin, Model und Schauspielerin hatte die Idee zu dieser Modenschau und brachte sie auf den Catwalk. "20 Partnerorganisationen von MISEREOR stellten fast 100 Kleider/Ensembles und unzählige Accessoires zur Verfügung. Die Vielfalt ist faszinierend und reicht von traditionellen tibetischen Kleidern bis hin zu Kronkorken-Kreationen aus Kenia. Es sind Kleider, die im Alltag oder nur zu besonderen Anlässen wie zur Hochzeit getragen werden." Die eindrucksvollen Modelle machen sichtbar und (be-) greifbar, was eine Ausbildung zur Schneiderin oder zum Schneider bewirkt.

Alle MISEREOR-Partnerorganisationen der Berufsbildung verpflichten sich, eine sogenannte Verbleibsstatistik zu führen, das heißt, regelmäßig in Erfahrung zu bringen, ob und wo die Abgängerinnen von Berufsbildungskursen eine Arbeit oder Selbstbeschäftigung finden. Der Beschäftigungseffekt ist für MISEREOR ein wichtiges Förderkriterium, um sicherzustellen, dass die Investition der Jugendlichen und ihrer Familien in die Ausbildung auch nachhaltig ist.

Präsentiert wird die Mode aus den Projekten von Schülerinnen und Studentinnen aus Aachen und Umgebung, die sich in den Dienst der guten Sache stellen und mit dem "Modeln für MISEREOR" eine besondere Form ihres persönlichen Engagements gefunden haben.

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Mode aus MISEREOR-Projekten

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