Der Nachtbus hält, das Licht geht an. Macht nichts, ich habe sowieso nicht wirklich geschlafen. Ein Soldat der thailändischen Armee betritt den Bus, schaut sich alles genau an. Ich weiß, wonach er sucht. Menschen aus Myanmar, die sich illegal in Thailand aufhalten. Es ist bereits der dritte Checkpoint auf meiner Fahrt nach Mae Sot.
Diese Gegend grenzt unmittelbar an Myanmar, nur ein Fluss trennt beide Länder. Mae Sot ist die Grenzstadt schlechthin, voll von illegalen Migranten. Hier wird alles mögliche geschmuggelt, Edelsteine, Drogen, Menschen.
Dazwischen versuchen die thailändische Polizei und das Militär ihren Dienst zu tun, nicht ohne ab und zu selbst abzukassieren. Für 5000 Baht, etwa 125 Euro, so heißt es, kann ein verhafteter Illegaler sich freikaufen. Davon, nach Myanmar zurückgeschickt zu werden. Trotzdem sieht man vergitterte Anhänger voll mit Jenen, die darauf warten müssen zurückgefahren zu werden über die Grenze. Mae Sot ist auch der Hauptsitz der Grenz-NGOs, manche sagen mehr als 70 Organisationen würden in der Stadt arbeiten. Einige betreiben kleine Schulen für die Kinder aus Myanmar. Andere arbeiten in den Flüchtlingslagern. (weiterlesen…)












