Artikel-Schlagworte: „Guatemala“

16
Jun

Ceiba

Von Gast

Ceiba? Was ist das eigentlich? Eine Abkürzung? Ich frage Carlos: „Was bedeutet Ceiba?“ „Ceiba“, antwortet Carlos, „ist unser Symbol. Ceiba ist ein sehr großer  Baum in Guatemala. Guatemala heißt übrigens in der Sprache der Maya Land der Bäume.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Das Symbol von Ceiba ist ein Baum.

Bei den Mayas war der Ceiba ein besonderer, ein heiliger Baum. Er ist groß und mächtig. Unter solchen Bäumen versammelten sich die Mayas um wichtige Dinge zu besprechen. Unter  diesem großen Baum finden alle Schutz und Platz. Es gibt keine Türen, niemand wird ausgeschlossen, alle können kommen. Unter einem solchen Baum wurden die wichtigen Dinge des Lebens verhandelt und Entscheidungen gemeinsam gefällt. Aus diesem Grunde ist der Ceiba ein heiliger Baum, ein Baum des Friedens.
Für unsere Organisation war sehr schnell klar, dass dieser Baum unser Symbol ist. Wir wollen Versammlungsorte schaffen ohne Türen, für alle offen. Wir wollen die Möglichkeit und den Raum bilden, dass die Menschen eines Viertels miteinander ins Gespräch kommen: Was sind unsere Probleme? Wie können wir sie gemeinsam lösen? Deswegen haben wir unsere Organisation Ceiba genannt, ein Baum des Friedens.“ (weiterlesen…)

14
Jun

„So geht es einfach nicht weiter!“

Von Gast

„So geht es einfach nicht weiter!“ Recht hat Carlos! Wir stecken in einem Stau mitten in Guatemala-Stadt.  Aber dieser Satz beschreibt nicht nur den Verkehr, sondern den Zustand dieser Stadt: allen ist klar, es geht so nicht weiter.

Die Stadt wird immer mehr zu einem Alptraum der Gewalt und des Chaos, sie ist jetzt schon einer der gefährlichsten Städte Lateinamerikas.

Burrita, Foto: MISEREOR/Florian Kopp

Mitten in Guatemala-Stadt: Ein "Eselchen des Friedens", Foto: MISEREOR/Florian Kopp

Wir sind unterwegs zu einem sozialen Brennpunkt und davon gibt es viele in dieser Stadt. Carlos arbeitet für Ceiba, einer Partnerorganisation Misereors. Sie haben sich mit den Menschen vor Ort der Herausforderung gestellt, dass es so nicht weitergeht mit der Gewalt und Hoffnungslosigkeit. In vielen Vierteln bricht die öffentliche Ordnung zusammen, Jugendbanden, die sogenannten „Maras“, kontrollieren das Leben dort.
Nach einiger Zeit erreichen wir unser Ziel. Auf einem Platz steht ein großer umgebauter Truck von Ceiba. Sie haben ihn den schönen Namen „Burrita de la Paz“ gegegeben: man könnte es übersetzen mit “Eselchen des Friedens“. (weiterlesen…)

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