Als im Jahr 2008 der Zyklon „Nargis“ Myanmar, das frühere Burma, verwüstete und ca. 100.000 Menschen ihr Leben verloren verweigerte die Militärjunta vielen Helfern den Zugang zum Land und beschlagnahmte Hilfsgüter, trotz der katastrophalen Lage. Damals machte ich ein Praktikum bei einer Radio-Nachrichtenredaktion. Zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass in Myanmar schwere Menschenrechtsverletzungen begangen werden. Jetzt, während meines Freiwilligendienstes, erfahre ich immer mehr darüber.
Thailands Nachbarland führt einige traurige Listen an. So war Myanmar laut Transparency International im Jahr 2010 das zweitkorrupteste Land der Erde, nur Somalia lag noch davor. Seit nun etwa 60 Jahren werden Minderheiten dort systematisch verfolgt. Ihre Dörfer werden beschossen, die Bewohner zur Zwangsarbeit verpflichtet, Kinder in die Armee eingezogen. Hunderttausende Angehörige dieser Minderheiten verstecken sich im Dschungel. Einige gehen den Weg über die Berge nach Thailand, um eines der Flüchtlingslager im Grenzgebiet zu erreichen. Mit diesen Flüchtlingen arbeite ich hier. Ich erfahre ganz konkret, was die Auswirkungen dieser oben genannten Fakten sind. (weiterlesen…)









