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Apr

Es wuselt – Ein Gang über das Gelände von JBA

Von Hedda Gienger

 

Eine Straße in Al-Minia

eine Stadt in Oberägypten...

Wir befinden uns in einer Stadt in Oberägypten, in einer der ärmsten Regionen Ägyptens und hier befindet sich auch das Hauptquartier einer sehr umtriebigen Organisation namens “Jesuits and Brothers Development Association” kurz JBA. Diese Organisation engagiert sich seit Jahrzehnten für die Entwicklung ihres Landes und für eine aktive Beteiligung der Bevölkerung an dieser.

Es ist nicht immer einfach den Überblick zu behalten über das, was diese Organisation alles macht, weswegen sich ein Gang über das Gelände und durch die Gebäude JBAs anbietet, um die Organisation nur ein wenig besser kennenzulernen… Diesen Beitrag weiterlesen »

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30
Mrz

Flatternde Lungen

Von Gast

„Wenn einer bald stirbt, dann kann ich das spüren“, sagt Xu Yundong und legt einem hageren Bauern die Hand auf die Schulter. „Dann flattert die Lunge.“ Xu muss es wissen: Er hat das Flattern bei so vielen gespürt: Bei seinen Kollegen in der Schleiferei für Halbedelsteine, wo er sich selbst, als einer der ganz wenigen mit abgeschlossenen zwölf Jahren Schulbildung, zum Manager hochgearbeitet hat.

Die Folgen jahrelangen Steineschleifens sind nicht zu übersehen.

Die Folgen jahrelangen Steineschleifens sind nicht zu übersehen.

Bei anderen jungen Männern aus seinem Dorf im Norden Chongqings, wo jede Familie nach der Landreform nur ein mu bekam [das entspricht einer Größe von zweieinhalb Tennisplätzen], wovon sie sich gerade so satt essen kann, und von wo bereits 1988 großen Scharen aufgebrochen sind, um in der tausend Kilometer entfernten Sonderwirtschaftszone Shenzhen Arbeit zu finden. Dann hat er das Flattern bei den Arbeitern gespürt, die wie er nach Shenzhen zurückgekehrt waren, um in jahrelangen Prozessen eine Entschädigung zu erstreiten, oder – weil sie nichts anderes gelernt hatten – weiter Steine zu schleifen, dann aber nicht mehr als Angestellte, sondern als Scheinselbständige. Diesen Beitrag weiterlesen »

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28
Mrz

Der Jugend ins Zimmer geschaut

Von Ralph Allgaier

Schon mal was von experimentalistischen Hedonisten gehört? Den spaß- und szeneorientierten Nonkonformisten mit ausgeprägtem Fokus auf das Leben im Hier und Jetzt?

Oder kennen Sie die adaptiven Pragmatiker mit extrem hoher Anpassungsfähigkeit, die in jungen Jahren schon  super strukturiert ihre exakten Lebenspläne entwerfen?

Die neue Sinusstudie wird bei einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Einiges gäbe es auch zu sagen über die soziakökologischen und konservativ-bürgerlichen Milieus, die markenfixierten Materialisten aus weniger gebildeten Schichten oder die sogenannten Prekären, die mit Tempo und Erwartungsdruck der modernen Gesellschaften kaum oder gar nicht mehr zurande kommen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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28
Mrz

Widerstand als Pflicht

Von Daniela Singhal

„Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“, sagte Bertolt Brecht einmal zum Thema Widerstand. Ein Widerstand, der Aussicht auf Erfolg haben soll, braucht manchmal eine starke Koalition. Vor allem, wenn er sich gegen Korruption, gegen starke politische Gegenpole wendet.
Im Kampf gegen Intransparenz im Rohstoffsektor ist MISEREOR diese Koalition mit Brot für die Welt, Transparency International und dem Global Policy Forum eingegangen. Seit Jahren engagieren sich diese Organisationen für mehr Transparenz im Rohstoffhandel. Heute richtete sich ihr Widerstand in Berlin gegen die Bundesregierung, die momentan die Pläne der EU für mehr Transparenz im Rohstoffsektor blockiert. Diesen Beitrag weiterlesen »

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27
Mrz

Zu gut für die Tonne

Von Daniela Singhal

Verbraucherministerin Ilse Aigner stellt in Berlin neue Kampagne zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen vor. Das ist gut. Aber:

Heute Morgen habe ich den Abfall unseres Vier-Personen-Haushalts weggeworfen -  zwei Säcke voll mit was auch immer nach nur zwei Tagen – und mich an eine Zahl erinnert, die das Verbraucherministerium vor Kurzem veröffentlicht hat: 82 Kilogramm Lebensmittel werfe ich als Bundesbürgerin jährlich im Durchschnitt auf den Müll. Und trage damit zu den 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfällen in Deutschland bei. 11  Millionen Tonnen. Was für eine Zahl!  Unser Anteil an den über 30 Prozent, der weltweit produzierten Lebensmittel, die so wie unsere zwei Säcke heute Morgen auf dem Müll landen. Was sagt man dazu? Diesen Beitrag weiterlesen »

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27
Mrz

Wiederaufbau im Umpiem-Camp

Von Laura

Der Nachtbus hält, das Licht geht an. Macht nichts, ich habe sowieso nicht wirklich geschlafen. Ein Soldat der thailändischen Armee betritt den Bus, schaut sich alles genau an. Ich weiß, wonach er sucht. Menschen aus Myanmar, die sich illegal in Thailand aufhalten. Es ist bereits der dritte Checkpoint auf meiner Fahrt nach Mae Sot.

Diese Gegend grenzt unmittelbar an Myanmar, nur ein Fluss trennt beide Länder. Mae Sot ist die Grenzstadt schlechthin, voll von illegalen Migranten. Hier wird alles mögliche geschmuggelt, Edelsteine, Drogen, Menschen.

Nach dem Feuer

Dazwischen versuchen die thailändische Polizei und das Militär ihren Dienst zu tun, nicht ohne ab und zu selbst abzukassieren. Für 5000 Baht, etwa 125 Euro, so heißt es, kann ein verhafteter Illegaler sich freikaufen. Davon, nach Myanmar zurückgeschickt zu werden. Trotzdem sieht man vergitterte Anhänger voll mit Jenen, die darauf warten müssen zurückgefahren zu werden über die Grenze. Mae Sot ist auch der Hauptsitz der Grenz-NGOs, manche sagen mehr als 70 Organisationen würden in der Stadt arbeiten. Einige betreiben kleine Schulen für die Kinder aus Myanmar. Andere arbeiten in den Flüchtlingslagern. Diesen Beitrag weiterlesen »

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25
Mrz

Holi – das Farbenfest

Von Leo

Am 08. März war Holi. Das Farbenfest/Frühlingsfest der Hindu wurde auch von Butterflies an verschiedenen contact-points gefeiert und ich durfte miterleben, wie viel Spaß „bunt-sein“ machen kann.

Am Morgen hatte ich mir alte Kleider angezogen und unsicher mein Fahrrad bestiegen. Einen Tag zuvor hatte ich doch auf dem Heimweg von einer Horde lachender Jungs eine Wasserbombe an den Rücken bekommen. Ich war zwar etwas erschrocken, aber wer kann über eine solche Abkühlung bei 33 Grad böse sein? Diesen Beitrag weiterlesen »

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21
Mrz

Karneval und Indigene Völker – Spaß für alle

Von Gast

Der Karneval in Lateinamerika findet nicht nur in Río de Janeiro statt.  Die kulturelle Vielfalt der Karnevalstraditionen auf dem Subkontinent ist riesengroß: Besitzt Brasilien vielleicht den spektakulärsten, Uruguay vielleicht den längsten, Bolivien vielleicht den buntesten und Argentinien den vielleicht witzigsten Karneval, die verschiedenen Kulturen Lateinamerikas sind auch gerade hier herrlich vielfältig.  Auch in der nordargentinischen Provinz Formosa, an der Grenze zu Paraguay gelegen und eine der ärmsten Regionen im südlichen Lateinamerika, wird Karneval gefeiert. Und zwar von der ganzen Bevölkerung.
  

"Agrupación Ele": Jugendliche gründen erste Karnevalsgruppe des Wichi Volkes im Norden Argentiniens

"Agrupación Ele": Jugendliche gründen erste Karnevalsgruppe des Wichi Volkes im Norden Argentiniens

Was dieses Jahr allerdings in dem kleinen Ort Las Lomitas, im Herzen der Provinz gelegen, passierte, war schon ein weit beachtetes Novum: zum ersten mal in der Geschichte nahm hier eine indigene Karnevalsgruppe an dem jährlich veranstalteten Umzug teil. Es waren 55 Kinder und Jugendliche des Wichi-Volkes, die dieses Jahr so nicht nur für  lokale angeregte Diskussionen sorgten. Die Gruppe der 9-19 jährigen Mädchen und Jungen leben in drei indigenen Gemeinde und hatten sich schon vor Monaten zusammengeschlossen, um jetzt im März gemeinsam am Karnevalsumzug teilzunehmen. Der Name ihrer Karnevelsgruppe lautet “Agrupación Ele”, was in der Wichi-Sprache “Papagei” heisst. Die Mitglieder einigten sich auf diesen Namen, da der in ihrem Habitat lebende Papagei in der Vision der Kids die Fähigkeit besitzt, von anderen Kulturen, ihren Gebräuchen und Sprachen zu lernen. Auch die Farben der Kostüme der Gruppe wurden gemeinsam festgelegt: Grün für die Natur, Gelb für die Früchte des in ihren Territorien wachsenden hitze- und trockenresistenten Johannesfruchtbaums und Braun für den Lehm, aus dem ihre Hütten und Häuser sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

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18
Mrz

Kinder erleben trommelnd Afrika

Von Gast

„Unser tägliches Brot gib uns heute“, so lautet das offizielle Misereor-Kinderlied, das Herbert Adam geschrieben und Markus Hoffmeister vertont hat. Bei der Trommelreise, zu der Vorschulkinder aller katholischen Kindertagesstätten im Bistum Speyer eingeladen waren, war es vier Mal aus mehr als 400 Mündern zu hören – laut und schön. Zweimal im Saalbau in Homburg und zweimal im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen lud Markus Hoffmeister die Kinder ein, mit ihm nach Afrika zu fliegen, das Land und die Kultur ein bisschen kennenzulernen – aber auch etwas über die Not der Menschen dort zu erfahren.

Markus Hoffmeister reist mit 1.600 Kita-Kindern trommelnd durch Afrika

Markus Hoffmeister reist mit 1.600 Kita-Kindern trommelnd durch Afrika

Das Tolle an den Trommelreisen mit Markus Hoffmeister ist, dass wirklich jedes Kind und jeder Erwachsene seine eigene Trommel hat und mitmachen kann.  Mit viel Humor und Einfühlungs- vermögen schafft er es, alle Kinder während seines Programms zu fesseln und zu begeistern. Das beginnt bereits mit dem Start in seinem alten Flugzeug, das sich die Kinder vortrefflich vorstellen können: Sie werfen den Propeller an, fliegen scharfe Kurven, setzen zur Landung an und bremsen hart ab. Sie werden in dem fremden Land willkommen geheißen von den Trommeln, singen und trommeln gemeinsam ein Begrüßungslied, lernen die ersten Worte afrikanisch, entdecken und hören die Tiere des Urwalds: die Schlange, die sich zischend über die Trommel schleicht, den Panther, der mit seinen schwarzen Krallen das Trommelfell kratzt, die Affen, die schreiend durch die Bäume brechen, und die Elefanten, die die Erde zum Beben bringen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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15
Mrz

Zweierlei Armut

Von Marianne Pötter-J.

Wie nehmen Menschen aus MISEREOR-Projektländern  Armut in Deutschland war? Diese Frage bewegt mich bei einer Stadtführung durch Ludwigshafen für die Gäste der MISEREOR-Fastenaktion. Heute stehen keine Sehenswürdigkeiten auf dem Programm. Stattdessen schauen wir uns Projekte für benachteiligte Kinder an.

Zu Gast im Kinderhort

Zu Gast im Kinderhort

Luxusprobleme?

Ludwigshafen hat eine Arbeitlosenquote von 9,3 % und laut Spiegel-Online ist in der Industriestadt jedes dritte Kind arm. Wie wirkt das auf Mary Gatitu aus Nairobi? Lächerlich? Weil die Armen in Deutschland soviel  besser leben als die meisten in Nairobi. Dort leben drei Viertel aller Einwohner in Slums. Oder schockierend? Weil es im reichen Deutschland Kinder gibt, die morgens hungrig zu Schule gehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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