Es ist schon ziemlich dunkel an diesem Abend mitten in der argentinischen Provinz Chaco, und ich kann nur sagen: Selten bin ich in einer derart einsamen und menschenleeren Landschaft gewesen. Die schnurgerade Landstraße und der sie säumende Wald wollen kein Ende mehr nehmen und jetzt nach Sonnenuntergang muss unser Fahrer höllisch aufpassen, dass er nicht mit zu hohem Tempo in die vielen tückischen Schlaglöcher poltert und unseren Kleinbus ruiniert.
Hier ist so mancher Farmer erst nach einer kleinen Ewigkeit erreichbar. So mussten wir uns auf der Fahrt zu einer Hofanlage von sieben Familien nach der Abzweigung von der Landstraße geschlagene 40 Minuten über eine huckelige Schotter-Graspiste quälen, bis das Ziel in der trocken-stacheligen Savannenlandschaft endlich auftauchte. Und ich lerne: Nach dem Amazonas-Gebiet ist der Chaco die größte zusammenhängende Waldfläche Lateinamerikas. (weiterlesen…)






















