Autorenarchiv

21
Feb

Kalahari unlimited oder warum haben die Krankenhaustoiletten kein Wasser?

Von Volker Riehl

MISEREOR-Helfer auf einer staubigen Reise durch ein Notstandsgebiet in Simbabwe. Wir wollen entlegenen Krankenhäusern helfen, besser für die dortigen armen und bedürftigen Menschen da zu sein.

Kühe in der ausgetrockneten Kalahari

Kühe in der ausgetrockneten Kalahari

Das MISEREOR-Team ist auf dem Weg in das Krankenhaus St Philip. Es liegt in der extremsten Südostecke von Simbabwe, am Rande der Kalahari. Eigentlich sollte nun die Hauptregenzeit sein, doch jetzt, Mitte Februar, hat es schon seit fast 2 Monaten keinen Regen mehr gegeben. Alle Flüsse sind schon jetzt ausgetrocknet. Die Tiere sehen noch ganz passabel aus, doch in einigen Monaten bestehen sie nur noch aus Haut und Knochen. (weiterlesen…)

30
Jan

Pamona Müllhalde in Harare

Von Volker Riehl

Auf der Pamona Müllhalde in Harare wird Weichplastik gebündelt.

Auf der Pamona Müllhalde in Harare wird Weichplastik gebündelt.

Pamona Müllhalde in Harare, eine von fünf Müllabladeplätzen. Auf der Müllhalde arbeiten 500 Menschen, 300 leben auch auf dem Platz. Sie bewohnen kleine, aus sauberem Müll gebaute Hütten.

Wegen des Hygieneproblems und Krankheitrisikos wird klar getrennt zwischen ‘wet areas’ (darunter versteht man frischen, feuchten Hausmüll, und ‘dry areas’, d.h. Plätze, die für Siedlungen auf der Müllkippe besser geeignet sind.

Recycling findet in der Regel nicht vor der Lagerung, sondern auf der Müllhalde statt. Hier wird alles gesammelt, gereinigt und verkauft, was sich wiederverwerten und verkaufen lässt. Auf dem Foto wird gerade Weichplastik gebündelt.

Das Recycling-Projekt beinhaltet nicht nur Wiederverwertung.

Das Recycling-Projekt beinhaltet nicht nur Wiederverwertung.

Misereor unterstützt ein Recycling-Projekt in Harare. Die Projektidee ist die Wiederverwertung von Müll gekoppelt mit einer Verbesserung von Hygiene- und Gesundheitsstandards. So entsteht eine Verwertungsschiene, die nicht nur die ökologische Situation verbessert, sondern auch zur Verbesserung der Lebenssituation beiträgt.

Flankiert und begleitet wird das Projekt auch von medizinischem Personal. Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, soll so nachhaltig ein Stück weit die Würde wieder zurückgegeben werden.

9
Nov

Ausbildung gesucht… in Simbabwe

Von Volker Riehl

Auf Projektbesuch in der Budirirai Berufsschule nördlich von Masvingo in Zentral Simbabwe

Jetzt – Anfang November – ist das Ende der Trockenzeit. Die Temperaturen gehen über 40 Grad, und die Erde (und die Bauern) sehnen sich nach den ersten Regen, um die Saat einzubringen.

Projektbesuch bei der Budirirai Berufsschule

Projektbesuch bei der Budirirai Berufsschule

Von Harare ist das Berufsschulzentrum fast 400 km enfernt, die letzten 50 km sandige Piste.  Es geht durch Trockenflüsse und fast unpassierbare Wegstrecken.

Wenn es irgenwo eine Daseinsberechtigung für diese Schule gibt, dann hier ‘in the middle of nowhere’.

Es gibt im Umkreis von 50 km keinerlei Möglichkeiten, eine formalisierte Berufsschulausbildung – in diesem Fall als Maurer – zu machen.

Gäbe es diese Schule noch nicht hier, dann müsste man sie erfinden. Möglicherweise wären die Auszubildenden jetzt Strassenjugendliche in der Bezirkshauptstadt oder in der Hauptstadt von Simbabwe in Harare. Wer weiss. (weiterlesen…)

17
Jul

Reise zu Misereor-Projektpartnern in Simbabwe: Ein Friedenssportfest in Malange

Von Volker Riehl

05:00 morgens
Marange ist 250 km von Harare entfernt, im östlichen Hochland direkt an der Grenze zu Mosambique. Früher, vor länger als zehn Jahren, kamen noch viele ausländische Touristen in diese pitoreske Berglandschaft, deren höchste Berge über 2500 m hoch sind. Das ist jetzt vorbei. Die Lodges und Hotels stehen meist leer – auch Folge einer Politik, die nicht dazu beiträgt, das Land in seinem besten Licht zu zeigen. Trotzdem: Simbabwe ist für ausländische Besucher ein relativ sicheres und friedliches Land, und die Menschen heißen Besucher herzlich willkommen. (weiterlesen…)

9
Jul

Raureif in der Savanne

Von Volker Riehl

05:00 morgens
Dienstreisen sind anstrengend. Heute am Morgen gibt es Bodenfrost, und ich dachte, ich lebe in Afrika, wo es warm ist. Raureif überzieht die Buschsavanne. Wir machen uns gegen 8 Uhr auf den Weg zurück nach Harare.

8
Jul

Einkaufstour in Botswana

Von Volker Riehl

05:00
Trotz der Regentschaft von König Fußball, sitzt man auch noch nett mit Freunden zusammen. So war es nach dem Spiel vor der offenen Feuerstelle sehr gemütlich. Aber wir hätten doch früher zu Bett gehen sollen. Auf der Landstraße nach Plumtree

Wir sind auf der Strasse nach Plumtree unterwegs, der Grenzregion nach Botswana. In den vergangenen zehn Jahren haben mehr als 3 Millionen Simbabwer ihrem Heimatland den Rücken gekehrt. Die meisten nach Südafrika und in die umliegenden Länder der Region, so auch viele nach Botswana. (weiterlesen…)

7
Jul

Unterwegs in Simbabwe

Von Volker Riehl

Um vier Uhr morgens aufstehen, und es ist kalt: Winter in Simbabwe, da gehen die Temperaturen schon einmal an den Nullpunkt. Um fünf Uhr treffe ich meine Kollegin im Stadtzentrum von Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Es liegen 500 km Autofahrt vor uns. Das erste Ziel ist Bulawayo, die zweitgrößte Stadt des Landes. Die ersten 300 km führt die löchrige Asphaltstraße an kleineren Städten und Märkten vorbei. Das Land ist trocken, die Regenzeit seit März vorbei. Buschbrände wüten. Eigentlich ist das Feuerlegen verboten, doch die Polizei kümmert sich nicht um die Brandleger. (weiterlesen…)

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