Autorenarchiv

9
Jan

Geschichten, die berühren

Von Lea

Ich sitze im Daladala nach Posta. Einen Platz am Fenster habe ich mir ergattert, denn die Hitze ist enorm und die Feuchtigkeit drückend. Der Fahrtwind bringt wenigstens etwas Abkühlung.
Während das Daladala die etwa 40minütige Fahrt aufnimmt, schaue ich aus dem Fenster und lasse das laute und bunte Stadtleben Dar es Salaams an mir vorbeifliegen.

Jedes Mal bewundere ich die fleißigen Arbeiter, die auch vor der starken Sonne keine Mühe scheuen, um ihre Waren entweder auf den chinesischen Dreirad-Fahrrädern, Schubkarren oder auf dem eigenen Kopf zu transportieren.

Den ersten größeren Verkehrsstop gibt es um den Busterminal in Ubungo. (weiterlesen…)

27
Okt

Angekommen.

Von Lea

„Es ist so heiß hier, so unbeschreiblich heiß, noch heißer als im letzten Jahr – soweit ich weiß…“

Jene Zeile aus dem Lied „Chachacha auf’m Dach“ von den Wise Guys gewinnt jetzt erst richtig an Bedeutung für mich:

Ohne Worte

Verkäufer kauern unter ihren kleinen, handgezimmerten Marktständen, um der Sonne zu entgehen, Männer sitzen am Straßenrand unter dem einladenden Schatten der Bäume und fristen ihr Dasein, indem sie Passanten beobachten, Frauen schwitzen unter den Lasten, welche sie geschickt auf dem Kopf transportieren und die wichtigsten Utensilien, welche man im “Daladala” in den Händen der Einheimischen sieht, scheinen Handy, ein bisschen Geld und das Schweißtuch zu sein.

Und ich mittendrin.

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17
Sep

„Dada! Dada Lea! Angalia!!“

Von Lea

„Schwester! Schwester Lea! Schau mal!“ An diesen Ruf, der mich auf irgendetwas Besonderes aufmerksam machen soll, habe ich mich hier schnell gewöhnt. Die Mädchen meines „Spring of Hope“ –Projektes bei den DMI-Sisters in Dar es Salaam machen ihre Arbeit gut, uns hier möglichst schnell Kiswahili beizubringen und uns damit zu integrieren.

Auch ohne die Sprache zu können, hatte ich mit den Kindern schon jede Menge Spaß :)

Auch ohne die Sprache zu können, hatte ich mit den Kindern schon jede Menge Spaß :)

Als wir am vorigen Samstag zum ersten Mal bei den Kindern waren und sie uns ein bisschen kennenlernen konnten, ging es Schlag auf Schlag: das hier heißt so, das soundso, und hier, die Kabel, die heißen so… puh, kein Wunder, dass einem da der Kopf schwirrt und man keine der neuen Vokabeln behalten kann.
Aber zum Glück üben sich die Tansanier in Geduld und lassen uns die korrekten Sätze und Wörter stets wiederholen, bis wir es auch kapiert haben.

Nun ist aber die Sprache natürlich nicht das Einzige, was mich hier beschäftigt und auf Trab hält. Die neue Kultur kennenzulernen, die Menschen in ihrem Verhalten zu beobachten und sich im Verkehr, bzw. in der Stadt, zurecht zu finden, macht immer mehr Spaß und sorgt vor allem für jede Menge Eindrücke, welche es zu filtern gilt. (weiterlesen…)

15
Aug

“I’m leaving on a jet plane, don’t know when I’ll be back again…”

Von Lea

Zwei Wochen vor dem Abflug, genau noch 14x im eigenen Bett schlafen und dann soll ich schon auf und davon sein?! Der letzte Familienurlaub ist um, die Abschiedsfeier steht in Planung, das neue Konto ist eröffnet, die Reiseapotheke gefüllt und mein Herz schwankt zwischen unglaublich vielen verschiedenen Gefühlen.

Mit diesem Lied von John Denver wurden wir von den „ehemaligen Freiwilligen“ in unseren Freiwilligendienst geschickt und so ist es seit dem Aussendegottesdienst in Aachen immer wieder einer meiner ständigen Begleiter. Zwar sind meine Sachen noch längst nicht gepackt, doch das Thema Abschied ist omnipräsent und ich möchte einerseits mit einem Lächeln verabschiedet werden und auf der anderen Seite auch meinen Freunden und Bekannten ein Lächeln von mir da lassen. (weiterlesen…)

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