Archiv für Februar 2012

25
Feb

Mit Schlafsack in der Sakristei

Von Ralph Allgaier

Man muss schon ein wenig suchen, um die Hungertuchwallfahrer aus dem Bistum Paderborn aufzuspüren. Irgendwo hinter dem pfälzischen Städtchen Deidesheim geht es über einen Feldweg durch beschauliche Weinberge aufwärts, die Aussicht wird immer schöner, und da sind sie auch: 60 Pilger aus dem Umfeld von Siegen, Olpe und Hagen warten an einem landschaftlich herrlichen Punkt, den die Einheimischen „Pfalzblick“ nennen, auf die kleine MISEREOR-Delegation: Hauptgeschäftsführer Josef Sayer, seinen Fahrer Ferdi Theissen, und mich, den Pressesprecher.

MISEREOR-Chef Josef Sayer traf die Hungertuchwallfahrer unterwegs

MISEREOR-Chef Josef Sayer traf die Hungertuchwallfahrer unterwegs

Sayer und Theissen werden mit offenen Armen und großem Hallo empfangen. Man kennt sich von früheren Wallfahrten. Und auch ich als „der Neue“ werde sehr freundlich und liebenswürdig in den Kreis der Pilger aufgenommen und fühle mich vom Fleck weg bestens integriert. (weiterlesen…)

24
Feb

“Solidarität fragt nicht nach den Differenzen, sondern nach dem Gemeinsamen der Religionen.”

Von Julia Frielinghausen

Tief beeindruckt zeigte sich mit diesen Worten der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann auf der gestrigen Pressekonferenz zur MISEREOR-Fastenaktion 2012  von den Erfahrungen seines Besuchs in Kalkutta/Indien, wo Muslime ein MISEREOR-Projekt leiten.

Prälat Sayer, Bischof Wiesemann, Bischof Lobo und Weihbischof Georgens präsentierten die Aktion "Solibrot"

Prälat Sayer, Bischof Wiesemann, Bischof Lobo und Weihbischof Georgens präsentierten die Aktion "Solibrot" © Raphael Rönn/MISEREOR

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Josef Sayer dankte den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die die diesjährige Fastenaktion unter dem Motto ” Menschenwürdig leben. Kindern Zukunft geben!” ins Bistum tragen und erläuterte, warum MISEREOR dieses Thema aufgreift: “Die Menschen in den städtischen Elendsvierteln und ihre Lebenssituation werden kaum beachtet, da muss dringend etwas geschehen.” (weiterlesen…)

21
Feb

Kalahari unlimited oder warum haben die Krankenhaustoiletten kein Wasser?

Von Volker Riehl

MISEREOR-Helfer auf einer staubigen Reise durch ein Notstandsgebiet in Simbabwe. Wir wollen entlegenen Krankenhäusern helfen, besser für die dortigen armen und bedürftigen Menschen da zu sein.

Kühe in der ausgetrockneten Kalahari

Kühe in der ausgetrockneten Kalahari

Das MISEREOR-Team ist auf dem Weg in das Krankenhaus St Philip. Es liegt in der extremsten Südostecke von Simbabwe, am Rande der Kalahari. Eigentlich sollte nun die Hauptregenzeit sein, doch jetzt, Mitte Februar, hat es schon seit fast 2 Monaten keinen Regen mehr gegeben. Alle Flüsse sind schon jetzt ausgetrocknet. Die Tiere sehen noch ganz passabel aus, doch in einigen Monaten bestehen sie nur noch aus Haut und Knochen. (weiterlesen…)

13
Feb

Aufbruch in ein neues Leben

Von Laura

Es ist ein Januarmorgen, ich stehe mit einer kleinen Gruppe von Flüchtlingen vor dem Immigration Office in Sangkhlaburi. Unter ihnen sind Eltern mit ihren kleinen Kindern, Jugendliche, auch ein paar wenige ältere Menschen. Und Lukpet.

Flüchtlinge vor ihrer Ausreise in die USA

Flüchtlinge vor ihrer Ausreise in die USA

Eigentlich hat Lukpet einen Karen-Namen, bestehend aus vier dreibuchstabigen Worten. Gerufen wird sie aber nur mit ihrem Spitznamen, der “Babyente” bedeutet. Wie alle anderen in der Gruppe hat Lukpet eine Plastiktasche, die jetzt penibel durchsucht wird, ihr Name wird auf einer Liste abgehakt. Dies ist der Tag an dem sich für diese Menschen alles ändert. Sie gehören zu den ganz ganz Wenigen, die “umgesiedelt” werden können. Zu Jenen, die den mehrstufigen Auswahlprozess überstanden haben.
Sie reisen aus, in die USA.

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8
Feb

Wenn 200 Kinder gewinnen wollen…

Von Leo

Aufwärmen im Butterflies Projekt in Indien...

Für mich im Butterflies Projekt, wird nichts zur Routine. Obwohl ich nun schon sechs Monate hier bin, die “Halbzeit” schon rum ist, gibt es im Projekt immer wieder neue Highlights.

Sportsday Januar 2012

Als Sportsteacher habe ich letzte Woche den monatlichen Sportsday mit organisiert und veranstaltet. 1 Tau, 2 Fußbälle, 2kg Kreide, natürlich Kricketschlager und Balle, knapp 30 Lehrer/ Koordinator und 200 Kinder rund um das India Gate sind mit Motivation und sportlichem Einsatz die Garantie für einen erfolgreichen Tag.

Um halb zehn kamen die ersten Kinder von den verschiedenen Points der Stadt zusammen. Von ihren Streetworkern bekommen sie zwar schon Tage im Voraus von diesem Event erzählt, trotzdem entscheiden sich viele spontan zur Teilnahme oder nicht Teilnahme, wenn sie den Lehrer am morgen treffen. Genau aus diesem Grund ist es oft schwer abzusehen wie viele Kinder am besagten Tag teilnehmen werden. Als ich um 10 Uhr Sahib, einen 14jährigen Jungen aus Süd Delhi fragte, ob er mal zählen könne, wie viele Kinder da seien, sagte er nur: “Aaj bahut Bacche aaya the” (Heute sind sehr viele Kinder hier) und wusste, dass dieser Sportsday richtig groß werden würde. (weiterlesen…)

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