22
Okt

Nirgendwo in Afrika

Von Lisa

Unser Luxuszelt

Zurück aus meinem ersten Urlaub kann ich endlich sagen, das Afrika kennengelernt zu haben, wie man es aus all den Büchern und Filmen kennt.

4 Tage waren in im Flatdogs Camp in Mfuwe, welches direkt an den South Luangwa Nationalpark angrenzt- nach unserem Lonely Planet einer der schönsten Afrikas.

Die Fahrt war nervenaufreibend, 4 Uhr morgens ging es los mit dem Reisebus von der Hauptstadt Lusaka nach Chipata. Von da fahren nur noch Minibusse nach Mfuwe, so dass wir das „Vergnügen“ hatten mit 23 Leuten und Hühnern 5 Stunden in der Mittagshitze über Schotterpisten zu fahren. Es war sehr eng, sehr holperig und sehr staubig.

Ein Elefantenbaby in unserem Vorgarten- mit Nilpferd im Hintergrund

Doch dafür war die Ankunft am Camp umso beeindruckender: Auf den letzten hundert Metern haben wir die

ersten Affen, Steppentiere und sogar Elefanten entdeckt. Als wir an unserem Safari-Tent (einem Luxuszelt mit richtigem Bett und eigener Dusche und WC) ankamen, graste gerade eine Giraffe ca. 50m entfernt. Es war unglaublich.

So haben wir die nächsten Tage mitten in der Natur mit den wilden Tieren als Nachbarn verbracht.

Am ersten Morgen wurden wir z.B. von lautem Poltern geweckt. Als wir aus dem Fenster guckten, haben Elefanten keine 5m von uns entfernt gespielt. So haben wir unsere erste Safari im Bett liegend genossen.

Simon und ich auf Safari

3 richtige Touren in den Nationalpark folgten während des Aufenthalts, wobei eine Fahrt umsonst war.  Eine amerikanische Familie, die mit dem eigenen Auto unterwegs war, hat uns eingeladen, total nett. Bilder sagen mehr als tausend Worte, also schaut selbst:

Fleissig am Fotos schiessen

Mit den Tieren im Hintergrund

Auf der Rueckfahrt sind uns Mini- und Reisebus zum Glueck erspart geblieben, da wir einen Belgier im Camp getroffen haben, der uns Sonntag nach Lusaka mitnehmen wollte. Leider war auf ihn auch nicht wirklich Verlass: 10min vor der vereinbarten Abfahrt haben wir eine Sms bekommen, dass er doch erst abends nach Chipata fahren, dort uebernachten und dann am naechsten Morgen weiter nach Lusaka fahren will. So wurde unser Reiseplan etwas durcheinandergebracht und unser Aufenthalt in Livingstone auf 1,5 Tage verkuerzt, aber wir haben Geld und Nerven gespart.

Die Viktoriafaelle in der Trockenzeit

Das Naturwunder die Viktoriafaelle bei Livingstone war ganz anders als man sie von den Bildern kennt. Am Ende der Trockenzeit sind von den kilometerbreiten Wassermassen drei kleine Wasserfaelle uebrig geblieben. Es war trotzdem beeindruckend. Wir hatten die Chance alles zu Fuss zu erkunden, waren sogar auf den ausgetrockneten Stellen der Wasserfaelle und haben in den Abgrund geguckt und sind in den „Boiling Pot“ gewandert, welche in der Regenzeit nicht begehbar ist. Nun war es wie im Urwald, ueberall waren Palmen, alles war gruen, ein sehr ungewohntes Bild nach 5 Monaten ohne Regen.

Ich auf den Faellen, wo normalerweise die Wassermassen in den Abgrund stuerzen

Ein Ausflug in den Urwald, die Wanderung in den "Boiling Pot"

Und vor, zwischen und nach den beiden Trips hatten wir immer in Lusaka einen Ort zum Erfahrungenverarbeiten und Entspannen- dank unserer Freunde Martin und Constanze. Sie haben uns mit einem Schlafplatz, einem gefuellten Kuehlschrank und vielen guten Gespraechen verwoehnt. Es war toll auf Reisen einen Unterschlupf und Rueckzugsort zu haben.

Die einzige Konstante  an allen drei Reisezielen war der Swimmingpool: Wir haben die Abkuehlung jedes Mal in vollen Zuegen genossen, da es mittags ueber 40 °C heiss ist. Es war der perfekte Ausgleich zu den vielen Unternehmungen und langen Fahrten und hat das Urlaubsfeeling vollkommen gemacht.

Ob in Lusaka, Mfuwe oder Livingstone, ins kalte Wasser springen war jedes Mal traumhaft

Über den Autor

Lisa Baumann hat bereits 22 Artikel geschrieben.

Ich bin Lisa Baumann (20), komme aus der Kulturhauptstadt Essen und habe gerade mein Abitur gemacht. Am 30.Juli werde ich zu neuen Ufern aufbrechen- den Kindern und Jugendlichen in Solwezi, Sambia. Ich werde für 9,5 Monate bei der Organisation Youth Alive ihre Freizeit mitgestalten und bei der HIV-Prävention mithelfen.

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1 Kommentar zu „Nirgendwo in Afrika“

  1. Rainer Forstbauer sagt:

    Hi Lisa,
    ich beneide Euch.
    Have fun and take care,
    Rainer

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