14
Nov

Textilproduktion: Der Konsument muss Fragen stellen

Von

Löhne, die kaum ausreichen, um eine Familie zu ernähren. Unzumutbare Arbeitszeiten und der Einsatz von Chemikalien auf Kosten von Mensch und Umwelt.  Diese Missstände sind noch immer Realität in den Produktions- und Lieferketten der Textilindustrie. MISEREOR unterstützt Entwicklungsminister Gerd Müller dabei, soziale und ökologische Standards in der Branche durchzusetzen und die Sorgfaltspflichten von Unternehmen einzufordern. Erica van Doorn, Direktorin der Fair Wear Foundation, spricht im Interview mit MISEREOR über ihre Sicht auf das Textilbündnis der Bundesregierung und Konsumenten, die mehr Fragen stellen müssen.

2014-10-08 Interview Foto Erica van Doorn

Erica van Doorn, Direktorin der Fair Wear Foundation (FWF). Foto: FWF

Ein Interview von Wilfried Wunden und Rebecca Struck

Ihre Stiftung prüft die Hersteller von Kleidung, die in ihrem Bündnis sind, auf faire Produktionsbedingungen. Wenn wir uns die Produktionskette von Kleidung anschauen, dann gibt es jedoch etliche Prozesse, Verarbeitungsschritte und Beteiligte bis hin zum Kunden. Wie ist es da möglich, diese Wege nachzuvollziehen?

Es gibt niemals eine Garantie, das will ich hier betonen. Mir ist bewusst, dass Konsumenten nach den schwarz-weiß-Antworten suchen – bei der Produktion von Kleidung ist das aber einfach nicht möglich. Wir haben eine Grafik erstellt, die die Produktionsketten in der Textilindustrie verständlich machen soll, in der Praxis ist das dann noch einmal um ein vielfaches komplizierter. Es sind etliche Akteure involviert, viele Markenhersteller haben hunderte Produktionsstätten und ein Kleidungsstück besteht noch einmal aus etlichen Rohmaterialien und Stoffen. Es wird von unterschiedlichen Fabriken hergestellt und von verschiedensten Akteuren gehandelt. Dabei zu garantieren, dass alles zu 100 Prozent fair produziert ist, ist nicht möglich. Ihr Pullover zum Beispiel enthält vielleicht zehn verschiedene Materialien. Sie wissen vielleicht, dass er in einer geprüften Fabrik produziert wurde. Aber ob das auch für die Fabrik zutrifft, die den Reisverschluss oder den Knopf produziert hat, ist wiederum eine andere Sache. Wir sind noch immer auf dem Weg zu der Beantwortung der Frage: Wie können wir fairen Handel über all diese Ketten effektiv gewährleisten?

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13
Nov

“Welcome to Germany?” – Ein Film über die Willkommenskultur für ausländische Studierende

Von

Hasan al Jalloud steht mit hochgekrempelten Ärmeln in der Küche und bereitet das Mittagessen vor. Neben dem jungen Syrer mit Gelfrisur steht Irene Pohl-Sepoetro und schaut ihm über die Schulter. Beide lachen. Seit einigen Monaten lebt Hasan in ihrem Haus in Aachen, wie etliche andere Studierende hat auch er zu Studienbeginn kein Zimmer gefunden. Viele Menschen seien jedoch gerade ausländischen Studierenden gegenüber skeptisch, “mitunter sogar abweisend”, sagt Irene Pohl-Sepoetro kopfschüttelnd. “Sie machen sich nicht die Mühe, sie kennen zu lernen und erfahren so auch nicht, wie bereichernd es sein kann”.

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Irene Pohl-Sepoetro sieht das Zusammenleben mit dem Studenten Hasan als große Bereicherung an. Fotos: CrossCultureFilm.

Ortswechsel: Im Büro von Markus Reissen, Referent der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in Aachen. Er sitzt an seinem Schreibtisch, vor ihm eine Tasse Kaffee. “Deutsche Universitäten schicken ihre Studierenden in die ganze Welt”, sagt Reissen. Vor allem, um selbst ausländische Studierende und Fachkräfte zu werben. Dabei werde jedoch oft nicht bedacht, wie viele Stolpersteine es für die jungen Menschen in unserem Kulturkreis gebe.

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12
Nov

Philippinen: Die Wucht der Stürme

Von

Elisabeth Bially, Leiterin der Asien-Abteilung bei MISEREOR, ein Jahr nach Haiyan über den Wiederaufbau und die Folgen des Klimawandels für die Philippinen

Elisabeth Bially

Elisabeth Bially

Den 8. November 2013 werden die Bewohner der zentralphilippinischen Visayas-Region nie vergessen. Mit unglaublicher Wucht fegte der Taifun Haiyan über ihre Dörfer und hinterließ eine Spur des Grauens: Tausende Tote, Millionen Leidtragende und auf Jahre zerstörte Regionen. Eine Naturkatastrophe! Eine vermeidbare Katastrophe?

Haiyan war einer der schwersten Wirbelstürme aller Zeiten. Und er war einer von vielen. Pro Jahr treffen im Schnitt acht Taifune auf das philippinische Festland. Und die Zahl der besonders starken Stürme nimmt zu. Megi, Nesat, Bopha. So hießen  Vorgänger von Haiyan, die in unseren Medien nur kurz Erwähnung fanden, aber auf den Philippinen zwischen 2010 und 2012 über Tausend Menschen das Leben kosteten und Schäden von mehr als einer Milliarde Euro verursachten – in einem Land, in dem fast 40 Millionen Menschen von weniger als 2 US Dollar  am Tag leben müssen.

Die Zunahme der Taifune ist eine Folge des Klimawandels. Und die Philippinen sind eines der am meisten davon betroffenen Länder. Neben der Tatsache, dass die Stürme immer unberechenbarer werden, ist es der Anstieg des Meeresspiegels, der Küsten verschwinden lässt, Felder unfruchtbar und Grundwasser ungenießbar macht. Überflutungen zerstören Äcker und Häuser. Veränderte Regen- und Trockenzeiten führen zu Missernten. Menschen, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden  am stärksten darunter. Betrugen 2011 die durchschnittlichen Pro-Kopf-Emissionen an Treibhausgasen in Deutschland elf Tonnen CO2, waren es auf den Philippinen nur 1,5 Tonnen.

Karte der Wiederaufbauhilfe nach Taifun Haiyan

Ein Großteil der Wiederaufbauhilfe kommt Menschen auf den vorgelagerten Inseln Manicani und Homonhon zugute, auf die Haiyan mit voller Wucht auftraf.

Entscheidend bei den von MISEREOR unterstützten Wiederaufbauprojekten auf den Philippinen ist es, dass die Betroffenen Maßnahmen umsetzen, die sie vor den Folgen des Klimawandels  schützen. Unmittelbar nach dem Super-Taifun Haiyan verteilten MISEREOR-Partnerorganisationen auf abgelegenen, vergessenen Inseln und dort, wo es Partnergemeinden besonders hart getroffen hatte, Nothilfepakete. Nun unterstützen wir die Fischer und Bauern dabei, katastrophenresistente Häuser zu bauen, Mangroven anzupflanzen und künstliche Riffe anzulegen, um die Küsten zu schützen. Die Inselbewohner entwickeln ein Frühwarnsystem und Evakuierungspläne. Für die Kleinbauern eröffnen die Umstellung auf eine ökologische Landwirtschaft und der Anbau von salzwasser- und dürreresistenten Reispflanzen eine Perspektive im Umgang mit dem Klimawandel. Diesen Beitrag weiterlesen »

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11
Nov

Nothilfe und Wiederaufbau: Nicht für, sondern mit den Menschen

Von

MISEREOR-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon spricht im Interview darüber, wieso ein nachhaltiger Wiederaufbau ohne die Einbeziehung der Bevölkerung nicht möglich ist und warum MISEREOR ausschließlich mit lokalen Partnerorganisationen zusammen arbeitet.

Martin Bröckelmann-Simon

Martin Bröckelmann-Simon

Der Taifun Haiyan auf den Philippinen ist ein Jahr her. Das Erdbeben auf Haiti jährt sich zum 5. Mal. Und am 26. Dezember erinnern wir uns an die furchtbaren Bilder der Tsunami-Katastrophe vor 10 Jahren.  Welche Schwierigkeiten ergeben sich beim Wiederaufbau nach solchen Katastrophen? Warum dauert es oftmals so lange, bis die Menschen wieder in festen Wohnungen und Häusern leben können?

Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind die lokalen Regierungsvertreter oft nicht in der Lage, die Menschen ausreichend zu unterstützen – wie zum Beispiel in Haiti. Auch Korruption ist oft ein großes Problem. Zum anderen machen Wiederaufbaumaßnahmen nur Sinn, wenn sie gut geplant und auf lange Sicht hin entwickelt sind. Dafür ist die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort unabdingbar. Nach Haiyan haben wir beispielsweise über lokale Partnerorganisationen, die seit Jahrzehnten in den Regionen arbeiten, sofort Nothilfe geleistet. Bevor der Wiederaufbau aber losging, haben sie Daten erhoben und Konzepte entworfen, die sie wiederum mit der Bevölkerung diskutiert und weiterentwickelt haben. Diesen Beitrag weiterlesen »

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11
Nov

“Wo sind unsere Kinder?” – TEIL I

Von

Jedes Jahr am 30. August gedenkt man den “Internationalen Tag der Verschwundenen”. Hiermit gewähre ich euch einen Einblick, was das überhaupt hier für die Menschen bedeutet und wie verheerend und schmerzhaft diese Situation hier in Mexiko ist.

Bereit machen für den Marsch!

Gedenken an die Verschwundenen - Plaketten im Boden

Gedenken an die Verschwundenen – Plaketten im Boden

Dieses Jahr am Samstag, den 30. August 2014, haben sich verschiedene Menschenrechtsorganisationen in Mexiko-Stadt zusammengetan und einen (Protest-)Marsch zu Ehren dieses Tages veranstaltet. Natürlich war meine Organisation (Centro ProDH) auch ein Organisator dieser Veranstaltung, bzw. um genauer zu sein: die Abteilung “Kommunikation und Analyse” ist bei uns dafür hauptsächlich zuständig.

Somit versammelten wir uns alle am Samstag frühabends am “Estela de Luz“, einem modernen Monument am Eingang des Parkes Chapultepec. An ebendiesem Eingang sind auch verschiedene Plaketten in den Boden eingelassen, die die Geschichte von einigen Verschwundenen in ganz Mexiko erzählen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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10
Nov

New York Marathon – we did it!!!

Von

Wir sind den New York Marathon gelaufen und was sollen wir sagen: Es war einfach überwältigend. Wir möchten uns bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern sehr herzlich bedanken. Wir hoffen, dass wir mit dem gesammelten Geld etwas in Sachen Bildung im Südsudan bewegen können.

Ein Beitrag von Rolf Giesen und Dietmar Mann

Für eine neue Schule im SNach dem New York Marathon mit Medaillen

Laufen für MISEREOR-Bildungsprojekte: Wir haben den New York Marathon geschafft!

Mit 04.32 bzw. 04:58 Stunden haben wir unsere sportlichen Ziele erreicht und sind überglücklich,
den New York Marathon gemeistert zu haben. Dabei waren die äußeren Umstände alles andere
als einfach:
Ab 4 Uhr morgens waren wir auf den Beinen, um den Startbereich auf Staten Island um 7 Uhr zu erreichen. Nach einem ausführlichen Sicherheitscheck mussten wir noch etwa 3 Stunden auf unseren Start warten. Die Temperaturen lagen so um die 3 Grad bei stark böigem Wind. Warme Getränke waren so gut wie nicht zu bekommen. Dick anziehen war angesagt. Trotzdem haben wir gefroren bis die Zähne klapperten. Als es dann endlich losging, sang “Frankyboy” auf der Startbrücke “New York, New York” und Adrenalin schoss durch unsere Körper. Diesen Beitrag weiterlesen »

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10
Nov

Bildung ist alles! – Unterricht an einer Schule in Sambia

Von

95 Augenpaare sehen mich gespannt an. Was will dieser Muzungu (Bezeichnung für eine Person heller Hautfarbe) in meinem Klassenzimmer? Ich bin mit der Caritas Solwezi in einer Highschool, um einen Vortrag über HIV/Aids zu halten.

Jasmin und ich während unseres Vortrags Als Jasmin und ich die Aufgabe erhielten, einen Vortrag zu diesem Thema vorzubereiten, war ich begeistert und gleichzeitig aufgeregt. Und ich stellte mir die Frage: Wie lässt sich dieses Thema am besten darstellen und vermitteln? Die Zahl der von HIV betroffenen Menschen in Sambia liegt bei 1 Million. Die Kinder, mit denen wir zu tun haben, sind oft indirekt betroffen, da sie zum Beispiel einen Elternteil durch die Folgen von AIDS verloren haben. Nach mehreren Stunden der Vorbereitung hatten wir dann endlich einen Vortrag erstellt, der auch die Fachbegriffe so erklärt, dass ihn die Jugendlichen, die genau so wenig englische Muttersprachler sind wie wir, verstehen können. Diesen Beitrag weiterlesen »

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8
Nov

Zu Hause angekommen – Im Freiwilligendienst in Sambia

Von

Die ersten Eindrücke sind jetzt ja doch schon eine Weile vergangen. Mittlerweile habe ich auch das Gefühl, mich richtig eingelebt zu haben und vor allem zu Hause zu sein! Das Schreiben eines Blogeintrags fiel mir in letzter Zeit nicht leicht, hatte ich doch oft das Gefühl, nicht die richtigen Worte zu finden. Aber jetzt starte ich einfach mal den Versuch, die Gastfreundschaft der Menschen hier zu beschreiben.

Das Land Sambia an sich ist ja nicht sonderlich bekannt in Deutschland. Dafür gibt es meiner Meinung nach auch eine ganz einfach Erklärung: Das Land und die Menschen hier sind so ruhig, freundlich und friedlich, und daher schlichtweg einfach unauffällig.
Obwohl Solwezi eine Stadt ist, wird man hier auf der Straße oft im Vorbeilaufen gegrüßt. Dabei begegnen sich die Menschen hier mit sehr viel Achtung. Werte wie Pünktlichkeit stehen hier jedoch nicht an erster Stelle. Es ist viel wichtiger, die kleinen herzlichen Begegnungen zu pflegen. Man nimmt sich stets die Zeit, sich zu grüßen und ein kurzes Gespräch zu führen. Bei der Begrüßung zeigt man seinem Gegenüber seinen Respekt, indem man entweder leicht in die Knie geht oder sich die Hand aufs Herz legt. Dabei erkundigt man sich gegenseitig nach dem Befinden und auch nach dem der Familie. Diesen Beitrag weiterlesen »

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6
Nov

Ebola: “Auf Wunder können wir uns nicht verlassen”

Von

Interview aus dem Straubinger Tagblatt vom 25.10.2014

Noch immer breitet sich die Ebola-Epidemie in Westafrika aus: Mehr als 8300 Menschen haben sich mit dem Virus infiziert, etwa 4000 Menschen sind bereits daran gestorben. Am stärksten betroffen ist neben Guinea und Sierra Leone vor allem Liberia. Dr. Klemens Ochel, Tropenarzt am Missionsärztlichen Institut in Würzburg, ist für Misereor dorthin gereist, um den Bedarf an Infektionsschutzmaterialien wie Handschuhen, Gummistiefeln und Mundschutzen zu klären. Er begleitete Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen außerdem bei der Schulung des Personals und der Bevölkerung im Umgang mit Ebola. Im Interview spricht er über seine Erlebnisse, die Ängste der Menschen und die Hilfe durch die internationale Gemeinschaft – die weiterhin dringend notwendig ist.

Bei der Einreise in andere DistrikteLiberias sind Händewaschen und Fiebermessen Pflicht. Fotos: Klemens Ochel.

Bei der Einreise in andere DistrikteLiberias sind Händewaschen und Fiebermessen Pflicht. Fotos: Klemens Ochel.

Wie haben Sie sich auf den Einsatz im Ebola-Gebiet vorbereitet? Hatten Sie Angst, sich anzustecken?

Angst im Sinne von Panik hatte ich nicht. Ich versuche immer, ganz ruhig und konzentriert zu arbeiten und das sogenannte „no touch“-Prinzip einzuhalten. Das heißt hinreichend Abstand zu Anderen zu halten, keine Hände zu schütteln und sie sich immer wieder gründlich zu waschen. Für mich persönlich war das kein besonderer Stress, das wäre für mich zum Beispiel vielmehr eine Kriegssituation, in der um einen herum Schüsse fallen. So eine Situation würde ich psychisch viel schlechter aushalten als meine Arbeit in Liberia. Auch wenn ich im Zentrum der Ebola-Epidemie gearbeitet habe, war es eher unwahrscheinlich, dass ich Kontakt zu Patienten habe. Es war auch klar, dass ich nicht behandeln werde und für meine Arbeit auch keine Behandlungszentren besuchen muss. Katastrophentourismus ist für mich definitiv nicht angebracht. Natürlich ist da trotzdem immer ein Kribbeln im Bauch.

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27
Okt

Mes Patria – der Vaterlandsmonat in Mexiko

Von

Der Monat September ist und war ganz besonders in Mexiko, da es der sogenannte “Mes Patria” (der Vaterlandsmonat) ist. Das markante Event, das zu dieser Namensgebung geführt hat, ist der Unabhängigkeitstag am 16. September. Wie reichlich das hier gefeiert wird, werde ich im Folgenden erleuchten.

Anfänge der Unabhängigkeit: Dolores & Guanujuato

Mexiko feierte seine Unabhängigkeit am 16. September 1810, genauer gesagt in der Nacht vom 15. September auf den 16. September. Alles begann damals in Dolores, einem Ort in der Nähe des Bundestaates Guanajuato. Dort wurde die Glocke (Campanas de Dolores) geläutet, um den Beginn des Aufstands zu markieren. Heute wird diese Glocke, die jetzt im Nationalpalast in Mexiko-Stadt hängt, traditionellerweise jedes Jahr vom regierenden Präsidenten geläutet, somit in diesem Jahr von Enrique Peña Nieto. Ein Event, das maßlos überfüllt ist, aber nicht immer positiv wahrgenommen wird, je nachdem welcher Präsident gerade regiert. Videos dazu gibt es reichlich bei YouTube ;) .

Danach hat man damals die “Alhóndigas de Granaditas” gestürmt, einen Kornmarkt in der Stadt Guanajuato, Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates und Weltkulturerbe.

Alhóndigas de Granaditas

Alhóndigas de Granaditas

Ich denke, man kann das gut mit dem Sturm auf die Bastille damals in Frankreich vergleichen. Um diesen Tag auch wirklich so national wie möglich zu feiern, hat es mich auch zu einem Kurztrip nach Guanajuato geführt. Eine sehr schöne kleine Stadt, im Kolonialstil, und die mir wirklich sehr gut gefallen hat. Diesen Beitrag weiterlesen »

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