31
Jul

On the Wings of Children’s Freedom- Ein philippinisches Theaterstück in deutscher Sprache für “die Kinder dieser Welt”

Von

Atemlos. Sprachlos. Und mitgenommen. Mitgenommen für mehr als eine Stunde. In einem Stück über Menschenhandel, Missbrauch, Gewalt, Armut, Landraub und Ausbeutung. Mitgenommen in die Realität. Es ist unglaublich still im Saal. Das Publikum scheint wie erstarrt zu sein. Sabel weint. Sabel schreit. Und alle schauen dabei zu.

Sabel

Sabel

Auch als ich das erste Mal das Stück gesehen habe war ich auch unglaublich berührt und geschockt. Damals war das Stück noch auf Englisch und die Schauspieler wussten noch nicht ob es für sie alle möglich war an der Deutschlandtour teilzunehmen.

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29
Jul

Wie gut, dass es überall eine Mama gibt – Erste Tage im Freiwilligendienst in Sambia

Von

Am Dienstag, den 15.07.2014, ging für Hannah und mich die große Reise los: Von Stuttgart über Amsterdam nach Lusaka in Sambia. Am späten Abend waren wir dann endlich da und wurden herzlich von einer MISEREOR-Mitarbeiterin empfangen, die uns in eine Lodge brachte, in der wir bis Freitagmorgen wohnten.

wordle_sambia Gleich zu Beginn ernten wir erstaunte Blicke, als wir einfach in der Gegend herumlaufen, um diese zu erkunden. Denn normalerweise hat doch jeder “Weiße” genug Geld sich entweder ein Auto oder ein Taxi zu leisten… Diesen Beitrag weiterlesen »

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26
Jul

Aufbruch ins Ungewisse?! Vorfreude auf den Freiwilligendienst in Timor-Leste

Von

Vor einem halben Jahr hätte ich es niemandem geglaubt, der mir gesagt hätte: Im Sommer geht es für dich mit dem Freiwilligendienst nach Timor-Leste. Aber jetzt ist es so weit: am Montag geht es für Carolin und mich los, ans andere Ende der Welt. 10 Monate leben, lernen und arbeiten in einem Ausbildungszentrum für Mädchen und junge Frauen.

Wordle-Wolke AusreiseWie wahrscheinlich bei allen anderen Freiwilligen, die noch nicht ausgereist sind, befinde ich mich am Ende meiner Vorbereitungen. Und abends fällt es mir sehr schwer einzuschlafen. Diesen Beitrag weiterlesen »

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24
Jul

Erste Eindrücke ! – Meine erste Woche in Delhi

Von

Ich bin jetzt eine Woche hier und es ist schon so viel passiert und schon so extrem viele Eindrücke auf mich eingeprasselt, jedoch glücklicherweise nur welche im positiven Sinne. Ich bin hier aus dem Flughafen rausgegangen und mir ist eine Welle aus heißer und stickiger Luft entgegengekommen. Schon die Fahrt zu unserem Haus hin war der reinste Wahnsinn. Wie die Inder hier Autofahren, das ist schon was ganz anderes als in Deutschland oder in Europa und wenn du hupst, dann hast du Vorfahrt. Also, wenn ihr irgendwann mal nach Indien fahrt, dann besorgt euch ein Auto mit einer lauten Hupe!

Karte_Indien_Butterflies

Karte von Indien

Ich wohne mit Dominik in der New Friends Colony im Süd-Osten der Stadt. Dort haben wir zwei Zimmer und ein Bad für uns alleine, teilen uns die Küche jedoch mit anderen Bewohnern im Haus. Der Hausbesitzer Ajay ist sehr, sehr nett und hilfsbereit. Immer, wenn wir eine Frage haben oder etwas brauchen, können wir zu ihm oder seiner Schwester gehen und mit ihnen reden. Zuerst habe ich gedacht, dass das auf eine Dauer von 10 Monaten etwas eng werden könnte, jedoch sehe ich das mittlerweile anders und fühle mich hier ganz wohl, obwohl das Klima immer noch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Mittlerweile sind auch unsere Zimmer so richtig zum Wohnen eingerichtet. Diesen Beitrag weiterlesen »

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23
Jul

Wir sind da! – hier: Neu Delhi

Von

Wir sind da!  - hier: Neu Delhi

Verkehr in Delhi im Dunkeln

Verkehr in Delhi im Dunkeln

Die ersten Tage sind vorüber und wir sind gut in Neu Delhi angekommen. Am Flughafen kamen wir montagnachts an. Zwei Männer von Tristans Organisation Butterflies warteten dort auf uns, um uns abzuholen. Als wir den schönen Flughafen verließen, bemerkten wir schon, dass Indien das Land der Gegensätze ist, denn auf dem Weg zum Auto kamen direkt ein paar junge Männer auf uns zugestürmt und nahmen uns die Wagen, auf die wir unser Gepäck geladen hatten, ruckartig ab. Ich dachte zuerst, dass sie zu den Leuten von Butterflies gehörten, doch es stellte sich heraus, dass sie nur versuchten, Geld zu verdienen. Es war echt merkwürdig, dass wir dabei immer wieder auf ein riesiges Werbeplakat der Automarke Jaguar schauten. Diesen Beitrag weiterlesen »

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23
Jul

Milch reist nicht gern, Milchbauern aus Burkina Faso schon – Ein Interview

Von

Fünf Tage sind wir mit unseren Gästen aus Burkina Faso, René Millogo von der Pastoralistenorganisation Pasmep, eine Initiative zur Unterstützung der Hirten in Burkina Faso, und Adam Diallo, der Präsident der 42 Kleinstmolkereien in Burkina Faso (Burkina Lait) im Allgäu und in der Eifel unterwegs gewesen. Was sie am meisten beeindruckt hat in diesen Tagen und welche Anregungen sie mitnehmen, das erzählen sie uns im Interview.

Was hat während eurer Reise ins Allgäu und in die Eifel den größten bleibenden Eindruck hinterlassen?

SONY DSCIbrahim Diallo: Als Milcherzeuger hat mich am meisten beeindruckt zu sehen, wie gut das Produktionssystem in Deutschland funktioniert. Allerdings habe ich bisher immer gedacht, dass die Landwirte in Europa keine Angst vor der Zukunft haben, das dies nur uns betrifft.

René Millogo: Für mich war es positiv zu sehen, dass unsere Organisationen in Burkina Faso und Deutschland dieselben Fragestellungen haben und auch ähnliche Probleme sowie politische Forderungen. Mir ist aufgefallen, dass in Deutschland in den Bauernfamilien wirklich alle Familienmitglieder mitarbeiten. Dass wirklich alle sich das Wissen aneignen, welches sie brauchen, um einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. Die Familien wissen, wohin sie mit ihrem Betrieb wollen, was sie dafür brauchen und wie sie das bekommen können. In Burkina Faso ist das bisher eher unkoordiniert. Das Wissen, was du brauchst, um deinen Hof weiter zu entwickeln, fehlt.

PASMEP ist eine junge Organisation, die sehr viel mit den jungen Naturweidelandwirtschaftlern (Pastoralisten) zusammenarbeitet. Für sie ist es wichtig, dass sie ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen und sich nicht entmutigen lassen. Sie brauchen die Option, politisch aktiv werden zu können und sich selbst weiterzuentwickeln. Diesen Beitrag weiterlesen »

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21
Jul

Von Notunterkünften zu katastrophenresistenten Häusern

Von

Warum die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen so wichtig ist und MISEREOR “Pilothäuser” unterstützt. Ein Interview mit Yolanda Esguerra, Nationalkoordinatorin der philippinischen MISEREOR-Partnerorganisation PMPI.

Zurzeit Leben viele Menschen auf den Philippinen noch in Notunterkünften. Wieso haben sie auch Monate nach dem Taifun noch immer kein neues Zuhause?

Unmittelbar nach dem Taifun: Bilder der großen Zerstörung regten viele zum Spenden an. Monate danach geht es nun um die langfristige Entwicklung vieler Gemeinden.

Unmittelbar nach dem Taifun: Bilder der großen Zerstörung regten viele zum Spenden an. Monate danach geht es nun um die langfristige Entwicklung vieler Gemeinden. Dabei sollten  die Betroffenen selbst die Hauptakteure sein.

Das Hauptproblem besteht darin, dass die lokalen Regierungsvertreter trotz der vorhandenen Spendengelder nicht in der Lage sind, die Gemeinden ausreichend zu unterstützen. Gerade auf kleinen Inseln wie Homonhon und Manikani ist die Unterstützung der Regierung sehr gering. Dort leben die Ärmsten der Armen. Sie haben keinen direkten Zugang zu Gütern und Dienstleistungen, sind von den Ereignissen traumatisiert. Ihnen helfen wir mit den finanziellen Mitteln, die wir von MISEREOR erhalten.

Wieso tut die Regierung nichts?

Es fehlt an den Fähigkeiten. Die staatlichen Hilfs- und Aufbauarbeiten laufen sehr langsam. Korruption ist sehr verbreitet. Diesen Beitrag weiterlesen »

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17
Jul

Traumatherapie für Flüchtlinge – auch via Internet

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Misshandlungen, Entführungen, Folter und Mord: Flüchtlinge aus Krisengebieten wie dem Irak, wo Hundertaussende vor dem Terror der ISIS fliehen, oder aus Bürgerkriegsländern wie Syrien, haben oft Schreckliches gesehen oder erfahren. Wenn sie das Erlebte nicht aus eigener Kraft verarbeiten können, brauchen sie therapeutische Hilfe: Misereor unterstützt deshalb  ein innovatives  Online- Programm in arabischer Sprache und Zentren für Trauma-Arbeit  vor Ort.

Irak

Tausende Flüchtlinge leiden unter posttraumatischen Belastungsstörungen. Das virtuelle Therapiekonzept “Ilajnafsy” kann helfen. Foto: Grossmann

Was tun als Betroffener, wenn kein Therapeut zu erreichen ist, wenn man sich niemandem zeigen möchte, wenn die Sprache versagt, für das, was man gesehen hat, wenn Angst, Trauer und Scham zu groß sind? Das Therapie-Programm “Ilajnafsy” bietet dann die Möglichkeit, über schriftlichen Online-Kontakt Hilfe zu finden und sich einem anderen Menschen zu öffnen: “Es ist ein im arabischen Raum einmaliges Projekt, in dem traumatisierte Flüchtlinge und Opfer von extremer Gewalt und Unterdrückung anonym und geschützt über das Internet Kontakt zu Therapeuten aufnehmen können”, sagt Maria Haarmann, MISEREOR-Expertin für den Nahen Osten. Diesen Beitrag weiterlesen »

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15
Jul

Mut ist, Vertrautes hinter sich zu lassen und offen für Neues zu sein – Mit dem MISEREOR-Freiwilligendienst unterwegs

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In wenigen Tagen ist es soweit: Die Neuen vom MISEREOR-Freiwilligendienst machen sich auf den Weg in ihr Einsatzland. Aber bevor es los geht, verraten sie uns noch schnell, welche 3 Dinge sie auf alle Fälle im Gepäck dabei haben werden, worauf sie sich besonders freuen und was für sie Mut bedeutet.

Teil 1: Kely und Hannah

 

Kely

kelbru mit rahmen 400xkommt aus Köln, ist 22 Jahre alt und wird → bei der Menschenrechtsorganisation Centro Pro in Mexiko-Stadt arbeiten. Das Zentrum bietet u.a. Schulungen und Workshops für Menschenrechtsaktivisten in verschiedenen Regionen Mexikos an, um ihre Arbeit zu stärken und zu unterstützten. Auf Initiative des Zentrums werden auch immer wieder politisch Gefangene befreit.

Ich mache beim MISEREOR-Freiwilligendienst mit, weil…

… er mir ermöglicht, meine theoretischen Erfahrungen des Studiums in die Praxis umzusetzen, sowie eine Zeit lang in einem lateinamerikanischen Land zu verbringen und weil die Betreuung einfach die Beste ist ;)

Drei Dinge, die in meinem Gepäck sein werden…

… Buch “Mexiko” (Kulturschock-Reihe), meinen Laptop (damit ich natürlich erfolgreich bloggen kann ;), ganz viel Vorfreude!

…und drei Dinge, die ich nur ungern zurücklasse…

… Köln, Freunde :( , meine anderen Bücher.

Wenn ich an meine Ausreise denke, dann freue ich mich ganz besonders auf…

… die Arbeit, die Menschen und das Nachtleben.

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12
Jul

Brasilien: Energie – für was? Für wen? Wie?

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Hell erleuchtete Stadien, nahtlose Übertragung der Fußballspiele. So ist man das gewohnt von einer WM. Doch einige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft sah es im Austragungsland Brasilien noch ganz anders aus: Bis zu zwei Stunden waren 6 Millionen Menschen weg vom Netz. Und das ist nichts Ungewöhnliches in Brasilien.

Ein Beitrag von Ina Kraft

Flyer des thematischen Sozialforums FTS-Energie

Das Sozialforum bietet Raum für eine breite und offene Diskussion – auch für Minderheiten.

Energie. Für was? Für wen? Wie? – das sind die Leitfragen, die sich das thematische Sozialforum stellt, das vom 7.-10. August in Brasília stattfindet. Misereor nutzt diese Gelegenheit, um dort mit lokalen Partnerorganisationen in einen Dialog zu treten.

Auch wenn bei der WM alles glatt ging – nicht zuletzt vielleicht auch deshalb, weil die Fifa mit Generatoren vorgesorgt hatte – ist das nicht selbstverständlich im größten Land Lateinamerikas. Das wackelige Stromnetz ist das wohl schwerwiegendste Problem im Bereich der Infrastruktur. Zuletzt musste im Jahr 2001 der Strom drastisch rationiert werden und es kam reihum zur zeitlich begrenzten Abschaltung, um den Verbrauch um 20 Prozent einzuschränken.
Und auch andere lateinamerikanische Staaten haben Probleme, gerade auch die ländliche Bevölkerung mit Energie zu versorgen. Gleichzeitig steigt im Zuge der Klimadebatte der Anspruch auf nachhaltige, umweltverträgliche Energie-gewinnung, die aber auch sozial verträglich sein muss. Gerade hier tun sich viele lateinamerikanische Staaten schwer, allen Ansprüchen gerecht zu werden, um nicht auf Kosten von Minderheiten oder der Umwelt die Energiegewinnung voranzutreiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

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