1
Sep

Mut ist, Fremdes verstehen und akzeptieren zu wollen – Mit dem MISEREOR-Freiwilligendienst unterwegs

Von

Welche 3 Dinge haben unsere neuen Freiwilligen auf alle Fälle im Gepäck, worauf freuen sie sich besonders und was bedeutet für sie Mut? Das alles verraten sie uns im Kurz-Interview.

Teil 5: Katrin und Carolin

 

Katrin

Katrinkommt aus Mannheim, ist 19 Jahre alt und wird → bei COERR in Thailand mit Flüchtlingen arbeiten. Entlang der thailändischen Grenze arbeitet COERR in verschiedenen Flüchtlingslagern mit Migranten aus Myanmar. COERR versorgt die Menschen, vor allem Kinder, mit kostenlosem Mittagessen und arbeitet in den Bereichen Ausbildung, Erziehung, landwirtschaftliche Weiterbildung und Gesundheitswesen mit ihnen zusammen.

Ich mache beim MISEREOR-Freiwilligendienst mit, weil…

… Kulturaustausch für mich sehr wichtig ist und man immer voneinander lernen kann.

Drei Dinge, die in meinem Gepäck sein werden…

… Laufschuhe, ein Wörterbuch, Füller.

… und drei Dinge, die ich nur ungern zurücklasse…

… gutes deutsches Frühstück, meinen Chor, meinen Freund.

Wenn ich an meine Ausreise denke, dann freue ich mich ganz besonders auf…

… das Abenteuer und die vielen neuen Eindrücke.

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28
Aug

Auf Schulbesuch und bei Kleinunternehmern

Von

Studienreise nach Ecuador: Auf die Begegnung mit den Kindern, Lehrern der Schulen und Projektpartnern  waren wir schon die ganze Reise über gespannt. Den Vorstellungen, die wir uns bereits im Vorfeld gemacht hatten, sollten sich nun Bilder zuordnen.

Lehrer leisten täglich Großartiges

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Pause in der Schule Bastion Populare.

Tag 6: (…) Nachdem wir von der Schulleiterin der Schule Bastion Populare begrüßt wurden, konnten wir in 2er-Teams zur Hospitation in verschiedene Klassen gehen. Der erste Eindruck: Dass hier vieles anders zu sein scheint. In der 2. Klasse, die ich besucht habe, war der Geräuschpegel enorm, die Kinder unruhig und die Lehrerin schien überfordert. Und dennoch schien es irgendwie zu funktionieren (…).

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27
Aug

Do you like surprises?

Von

Do you like surprises?“, fragt Pascal, der für uns verantwortlich ist, strahlend. Wir sitzen im Auto vor unserem Haus und blicken verblüfft in den Garten, wo etwa 30 Mitarbeiter unserer Organisation sitzen und auf uns warten. Mit der Begründung, wir hätten noch etwas zu erledigen, hat Pascal uns ins Auto geladen und ist mit uns bis zu unserem Haus gefahren, wo jetzt eine Willkommens-Party für uns stattfindet! Für Essen und Trinken ist gesorgt, der DJ unserer Organisation spielt Musik, es wird getanzt und es werden Reden gehalten. Aber das ist noch nicht alles: Unser Wohnzimmer ist zu einer Bühne umgebaut und eine Theatergruppe ist eingeladen, die ein ergreifendes Stück über die Konflikte zwischen Ruandern und Kongolesen spielt.

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Atemberaubender Blick: Gisenyi

Einen Monat ist es jetzt schon her, dass David und ich aufgeregt aus dem Flugzeug gestiegen sind und zum ersten Mal ruandischen Boden berührt haben. Am Flughafen wurden wir schon von einem Mitarbeiter unserer Organisation erwartet, der uns sehr herzlich begrüßte. Nach einer Nacht in der Hauptstadt Kigali ging es dann etwa vier Stunden lang mit dem Auto weiter nach Gisenyi, wo wir die nächsten zehn Monate leben und arbeiten werden.

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27
Aug

We are family

Von

Die afrikanische Herzlichkeit ist weltweit bekannt. In Tansania ist jede Frau mittleren Alters eine Mama und Gleichaltrige sind deine Brüder und Schwestern (kaka und dada). So mancher Europäer  verbindet mit den Asiaten wahrscheinlich vor allem distanzierte Höflichkeit. Diese Woche durfte ich jedoch entdecken, dass auch die Thailänder eine große Familie sind.

Kun Nattaya, Pii Chii, Kun Ben, Lilliyen, Barbara und ich

Kun Nattaya, Pii Chii, Kun Ben, Lilliyen, Barbara und ich

Am Sonntag wurden Barbara und ich von ein paar Mitarbeitern von COERR zum Essen eingeladen. Zu Beginn des Treffens waren Barbara und ich noch sehr schüchtern. Es war ja schließlich so eine Art Geschäftsessen, oder nicht? Die Anspannung fiel aber spätestens von uns ab, als die gesamte Mannschaft zu Lachen anfing, weil Barbara und mir von dem scharfen Essen die Tränen in den Augen schossen. Liebevoll wurde uns erklärt, welches Gericht wir wie und mit welchem Dip am besten essen sollten. Anschließend wurden wir im anliegenden Einkaufszentrum noch mit Brot und Früchten ausgestattet. Als wäre das leckere Essen nicht Geschenk genug gewesen. Doch anscheinend nicht, denn bevor wir uns auf den Heimweg machten, zeigten uns unsere thailändischen Kollegen noch die Skytrain Station und besorgten jedem von uns ein aufladbares Ticket, während sie uns erklärten wie man dei „BTS“ nutzt. Ich war total sprachlos von so viel Freundlichkeit und Großzügigkeit. Kun Ben meinte dazu nur: „That is the spirit of COERR; We are a big family!“

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25
Aug

Panama-Hüte und strahlende Augen

Von

Die Teilnehmer  der Studienreise nach Ecuador  über ihre ersten Tage: Über Hutmacher, die Quinoapflanze und Gottesdienst via TV.

Woher kommt der Panama-Hut?

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Bis zu sechs Monate Handarbeit stecken in einem Panama-Hut.

Tag 3: (…) Die Antwort ist nicht so offensichtlich, wie es scheint, denn der Panama-Hut wird nur in Ecuador hergestellt. Seinen Namen erhielt er fälschlicherweise, weil die Arbeiter beim Bau des Panama-Kanals in Ecuador hergestellte Hüte trugen, die seitdem weltweit als Panama-Hüte bekannt sind. Sie werden aus den Fasern einer Palme hergestellt, die nur in Ecuador an der Küste wächst. Wir konnten heute die Herstellung dieser Hüte von Anfang bis Ende mit fachkundigen Erklärungen beobachten und waren sehr beeindruckt zu sehen, wie viel Handarbeit und wie viele einzelne Arbeitsschritte nötig sind, um einen Hut herzustellen (…).

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25
Aug

Mut ist, nicht immer geradeaus zu gehen – Mit dem MISEREOR-Freiwilligendienst unterwegs

Von

Welche 3 Dinge haben unsere neuen Freiwilligen auf alle Fälle im Gepäck, worauf freuen sie sich besonders und was bedeutet für sie Mut? Das alles verraten sie uns im Kurz-Interview.

Teil 4: Sarah und Jasmin

 

Sarah

Sarahkommt aus Bremen, ist 19 Jahre alt und wird → bei PREDA auf den Philippinen arbeiten. PREDA bedeutet ausgeschrieben “Stiftung für die Genesung, Ermächtigung und Entwicklung der Menschen”. Die Ziele dieser Stiftung sind es, unter anderem heimatlosen und hungernden Kindern sowie Kindern in Gefängnissen und Bordellen zu Freiheit und einem neuen Leben zu verhelfen, indem versucht wird, das erlebte Trauma der Kinder aufzufangen und ihnen neue Lebenswege zu zeigen. Zudem unterstützt PREDA die indigene Bevölkerung durch Mikrokredite und Fairen Handel, um die Armut vor Ort zu lindern. Auch politisch ist die Stiftung sehr aktiv und kämpft auf den Philippinen sowie international für die Menschenrechte, insbesondere für die von Frauen und Kindern.

Ich mache beim MISEREOR-Freiwilligendienst mit, weil…

… ich ihn als eine sehr große Chance ansehe, mich selbst und andere Menschen sowie deren Kulturen besser kennenzulernen. Durch die Zeit auf den Philippinen erhoffe ich mir kritischer auf meinen Alltag blicken zu können und zu erkennen, in welche Richtung ich mich beruflich weiterentwickeln möchte.

Drei Dinge, die in meinem Gepäck sein werden…

… eine Kamera, Stricknadeln und Fotos von meiner Familie.

… und drei Dinge, die ich nur ungern zurücklasse…

… meine Inliner, mein großes Bett und mein Fahrrad.

Wenn ich an meine Ausreise denke, dann freue ich mich ganz besonders auf…

… das Essen vor Ort ;)

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24
Aug

Asado argentino und wildes Affengeschrei!

Von

Mein zweites Wochenende in Resisitencia hielt für mich gleich mehrere Highlights bereit. Es hinterlässt tolle Eindrücke aus Gaucho-Traditionen und Natur pur. Freitag fuhr ich zum ersten Mal mit aufs Land, um dort ein Forstprojekt kennenzulernen, das INCUPO zusammen mit Indígenas durchführt. Am Sonntag wurde ich zu einem traditionellen Asado eingeladen und kam in den Genuss der berühmten argentinischen Grillkunst.

Ein Projekt für Nachhaltigkeit und langfristige Sicherheit

Landschaft auf der Fahrt nach La Leonesa

Landschaft auf der Fahrt nach La Leonesa

Nach rund anderthalb Stunden Autofahrt durch weite Landschaft erreichen wir La Leonesa, eine kleine Stadt nordöstlich von Resisitencia. Unweit davon befindet sich das Gelände einer ehemaligen Zuckerfabrik und der dazugehörigen Ländereien. Die Schliessung der 110 Jahre laufenden Fabrik hatte gravierende Auswirkungen auf die überwiegend indigenen Arbeiter in der Region, denn seither fehlt es an Arbeit und immer mehr Indígenas müssen in die Städte ziehen. Die ansässigen Kommunen konnten vom Staat 2.000 Hektar Land für sich einfordern, was für sie die Hoffnung auf eine Zukunft in der Heimat bedeutet. INCUPO arbeitet hier zusammen mit einer Índingena-Kommune daran, den Wald nach den Folgen unkontrollierter Jagd und industriellem Einfluss wieder „aufzupäppeln“ und eine nachhaltige Forst-und Landwirtschaft einzuführen. So soll der Wald wieder zur langfristigen Lebensgrundlage der Indígenas werden.

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22
Aug

Das Gold Ecuadors

Von

Auf Begegnungsreise: Auf Initiative der Schulabteilung des Bistums Speyer und MISEREORs sind Lehrerinnen, Lehrer und Studierende nach Ecuador aufgebrochen. Auszüge aus den Blogs der Teilnehmer.

Weltkulturerbe und geraubtes Gold

Ecuador: Kirche in Quito

Gold und Licht prägen die Kirchen in Quito

Tag 1: (…) Ein idealer Ort, um die Vielzahl an Kirchen zu erleben, ist die Altstadt von Ecuadors Hauptstadt Quito, inmitten der  Vulkanlandschaft der Anden. Die verschiedenen Kirchenbauten quellen von Licht und Gold über. Sie wurden auf den Ruinen der Sonnentempel der Inkas und anderer indigener Kulturen Ecuadors erbaut. Die handwerklichen und künstlerischen Arbeiten wurden als Zwangsarbeit von den eroberten Indios selbst ausgeführt (…).

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20
Aug

Viele Stimmen für ein Zeichen gegen ihre Machtlosigkeit | Argentinien

Von

“Ich bin Landwirt, ich arbeite als Metzger und ich bin Lehrer an der örtlichen Schule – doch mein Verdienst reicht gerade, um mit meiner Familie über die Runden zu kommen, etwas anzusparen ist undenkbar!”, berichtet mir der Vorsitzende eines  Bauernverbandes in der Provinz Formosa. In meiner ersten Woche komme ich auf der Agrarmesse mit der rauen Realität des Nordosten Argentiniens in Kontakt.

Motto des Treffens: Die Saat ist das Leben

Motto des Treffens: Die Saat ist das Leben

Die Leute sind aufgebracht und bereit  für ihre Rechte zu kämpfen – doch vor allem sind sie skeptisch, ob das alles etwas bringt. Neben den bunten Ständen der Bauern und Indígenas präsentiert sich das Agrarministerium mit einem imposanten Aufgebot von Bildschirmen und Anzugträgern und sendet so seine ganz eigene Botschaft. Diesen Beitrag weiterlesen »

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18
Aug

Mut ist, voller Zuversicht und Vertrauen ins Unbekannte zu gehen – Mit dem MISEREOR-Freiwilligendienst unterwegs

Von

Welche 3 Dinge haben unsere neuen Freiwilligen auf alle Fälle im Gepäck, worauf freuen sie sich besonders  und was bedeutet für sie Mut? Das alles verraten sie uns im Kurz-Interview.

Teil 3: Claudia und Maria

 

Claudia

Claudiakommt aus Nöggenschwiel im Südschwarzwald, ist 23 Jahre alt und wird → bei der Organisation IN.CU.PO in Argentinien arbeiten. Seit über 25 Jahren arbeitet INCUPO (Instituto de Cultura Popular = Volksbildungsinstitut) in den ländlichen Provinzen Chaco, Corrientes, Formosa, Santa Fe und Santiago del Estero mit indigenen Völkern und Kleinbauernfamilien zusammen. Es geht darum, den Grundbesitz dieser Bevölkerungsgruppen zu verteidigen und zurück zu gewinnen, sie über ihre Rechte aufzuklären, Bildungsangebote zu machen und sie bei der landwirtschaftlichen Nutzung ihres Landes in kulturell angepasster Weise zu unterstützen.

Ich mache beim MISEREOR-Freiwilligendienst mit, weil…

… ich nach meinem Wirtschaftsstudium die Gesellschaft und die Welt noch einmal von einer anderen Perspektive aus entdecken will.

Drei Dinge, die in meinem Gepäck sein werden…

… Schweizer Schokolade als Willkommensgruß, Tanzschuhe für den Tangokurs und Instant-Grießbrei fürs Heimweh.

…und drei Dinge, die ich nur ungern zurücklasse…

… meine Familie, meine Freunde und den wunderschönen Schwarzwald.

Wenn ich an meine Ausreise denke, dann freue ich mich ganz besonders auf…

… die Menschen, die mir in der Arbeit und in meiner Freizeit begegnen werden!

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