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Aktion fair spielt

Für faire Regeln in der Spielzeugproduktion

In vielen asiatischen Spielzeugfabriken werden soziale und wirtschaftliche Menschenrechte systematisch verletzt. Betroffen sind vor allem Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren, sie stellen den größten Teil der Belegschaften.
Gemeinsam mit Partnerorganisationen in Europa und in Asien setzen sich die Träger der Aktion "fair spielt" für die Beachtung der Menschenrechte und grundlegender Arbeitsnormen in der Spielzeugindustrie ein. In diesem Sinne will die Aktion "fair spielt" Spielzeughersteller und Handel in Deutschland veranlassen, mit entschiedenen Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor allem bei ihren asiatischen Lieferanten beizutragen.

Deshalb fordert die Aktion "fair spielt" von den deutschen Unternehmen, dass sie den Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielwarenindustrie ICTI in glaubwürdiger und transparenter Weise umsetzen und dessen Umsetzung auch von ihren Lieferanten verlangen. Hierzu gehört eine Beteiligung der Belegschaften an der Umsetzung des Kodexes und an der Überwachung der Arbeitsbedingungen.

Auch wenn der ICTI-Kodex natürlich nicht alle Probleme lösen kann: Die Aktion fair spielt hält ihn für einen ersten Schritt der Branche in die richtige Richtung – vorausgesetzt er wird wirksam, glaubwürdig und transparent umgesetzt.

Die Aktion fair spielt fordert deshalb Hersteller und Handel auf, sich zum ICTI-Kodex zu bekennen und seine Umsetzung in den Herstellungsbetrieben zu gewährleisten. In
einer laufend aktualisierten Firmenübersicht informiert sie darüber, welche Unternehmen sich beteiligen – und welche nicht.

Darüber hinaus drängt die Aktion fair spielt den Weltverband, die Kontrollen in den Fabriken zu verbessern, Arbeiterinnen und Arbeiter zu beteiligen und die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Fortschritte der Firmen bei der Umsetzung des Kodex bei ihren Lieferanten zu informieren.

Schließlich sucht die Aktion fair spielt das Gespräch mit Herstellern und Handel darüber, wie sie den Kosten- und Termindruck auf die Lieferanten mindern und insgesamt faire Lieferbeziehungen schaffen können.

Die Träger der Kampagne

Die 1999 gestartete Aktion "fair spielt - Für faire Regeln in der Spielzeugproduktion" wird von folgenden Organisationen getragen:
MISEREOR, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands, Nürnberger Bündnis "fair toys" und Werkstatt Ökonomie (Koordination). Die Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Familienbildungsstätten unterstützt die Aktion.

Die Partner

Die Aktion "fair spielt" arbeitet mit Kampagnen und Nichtregierungsorganisationen in Europa und Südostasien zusammen.

Kontoinformationen
Konto 10 10 10 MISEREOR
BLZ 370 601 93 PAX-Bank

Flyer

Spielzeug
... verantwortlich einkaufen,
... fair beschaffen.

Eine Handreichung für Eltern und Verwandte, Kita-Teams & Träger.
Zum Flyer (pdf, 920 KB)

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Weitere Infos zu den Verhaltenskodizes mehr

Kontakt

Elisabeth Strohscheidt
Entwicklungspolitik
Tel.: 0241 442 577