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Fastenaktion 2006

Die Fülle des Lebens teilen

2006 griff MISEREOR das Thema der Gerechtigkeit zwischen Männern und Frauen auf und damit eine der großen Herausforderungen seiner Partner in Afrika, Asien und Lateinamerika. Denn 70% aller Menschen die in extremer Armut leben sind Frauen. In vielen Armutsregion entscheidet immer noch das Geschlecht darüber, welche Lebenschancen und Entfaltungsmöglichkeiten einem Menschen offen stehen oder verwehrt bleiben.

Zudem wird damit in der inhaltlichen Fortführung der Fastenaktionen 2004 und 2005 erneut eines der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt.

Typisch Frau! Typisch Mann!

Wenn festgefahrene Geschlechterrollen das Leben an der Armutsgrenze prägen, wird schnell deutlich, dass Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und Armut in vielerlei Hinsicht zusammenhängen. Armut basiert auf ungleicher Einkommensverteilung, auf ungleicher Verteilung von Vermögen, auf ungleichem Zugang zu bezahlter Beschäftigung, zu Bildung und Information, politischer Partizipation und Macht. Überall auf der Welt, doch mehr noch in den armen Ländern der Südkontinente, sind es vor allem Mädchen und Frauen, die unter dieser Ungleichheit bis in die engsten Familienstrukturen hinein zu leiden haben. So muss man bis heute noch immer verblüfft feststellen:

Frauen bilden die Hälfte der Weltbevölkerung,
sie schaffen gut 65% der geleisteten Arbeitsstunden,
doch sie erhalten nur 10% des Welteinkommens
und sie besitzen weniger als 1% des Welteigentums.

Für die Bekämpfung von Armut und die Beseitigung des Hungers etwa bedeutet das: In den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer werden 80% aller Nahrungsmittel von Frauen produziert, doch sie sind weithin vom Erbrecht ausgeschlossen und haben kaum Möglichkeiten Land zu erwerben - unter diesen Umständen wird es keine Ernährungssicherheit geben.

Im weltweiten Kampf gegen die Armut gilt Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern als wichtige Querschnittsaufgabe, ihr Gelingen als Meilenschritt. Dass diese Erkenntnis auch für die Ärmsten der Armen in Afrika, Asien und Lateinamerika zur erfahrbaren Realität werden kann, dafür setzt sich MISEREOR ein.

MISEREOR-Kinderfastenaktion 2006

Aufregung um Lobita
Dieses Mal war Rucky Reiselustig unterwegs in Bolivien. Er besuchte Carolina und ihren Hund Lobita. Carolina geht nicht nur zur Schule wie deutsche Kinder auch, sie hilft ihrer Mutter jeden Tag beim Verkauf von Essen in der Stadt, damit die Familie genug Geld zum Leben hat. Ihr Bruder Jonny dagegen darf spielen und muss nicht der Mutter helfen. Doch eines Tages wird Lobita krank ...

BDKJ-Jugendaktion 2006

Schichtwechsel
Weltweit haben Mädchen wie Jungen Bedürfnisse, Wünsche, Träume. Die Jugendaktion 2006 warb um Artikel, Interviews etc. um Situationen von Jungen und Mädchen weltweit im "Zeitungstheater" darzustellen.

Fastenaktionsprojekt Indien

 

Die Krise als Chance

Fastenaktionsprojekt Nepal

 

Dallit-Frauen organisieren sich