MISEREOR ist seit den Anfängen des Fairen Handels ein Mitträger dieser Aktion. Dieses Engagement ist inzwischen so vielfältig wie der Faire Handel selbst.

Das Fair Handelshaus GEPA steht seit 1975 für einen sozial- und umweltverträglichen Handel. Die GEPA arbeitet nach wirtschaftlichen Prinzipien, verfolgt dabei aber soziale Ziele. Sie ist eine der größten Fair-Handelsorganisationen in Europa.
Die GEPA handelt insbesondere mit Kaffee, Tee, Honig, Kakao, Schokolade, Zucker, Reis und kunsthandwerklichen Artikeln, die sie von rund 150 Genossenschaften und Vermarktungsorganisationen in Lateinamerika, Afrika und Asien bezieht. Sie beliefert in Deutschland rund 900 Weltläden und mehrere tausend Aktionsgruppen in Kirchengemeinden, Verbänden und Schulen. Waren gibt es aber auch in vielen Supermärkten und Bioläden sowie für den Großverbraucher-Bereich.
Fair gehandelte Waren können auch bestellt werden unter www.gepa.de und www.eine-welt-shop.de

1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. TransFair wird in Deutschland von rund 40 Mitgliedsorganisationen getragen.
TransFair handelt nicht selbst mit Waren. Der Verein vergibt vielmehr sein Siegel für fair gehandelte Produkte.
TransFair ist also keine Marke, sondern zeichnet Produkte mit seinem Siegel aus, die zu festgelegten fairen Bedingungen gehandelt wurden. Zu den Aufgaben gehört die Kontrolle der Fairhandelsregeln, das Siegelmarketing, die Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit.
Mehr Infos unter www.fairtrade-deutschland.de
Zur gemeinsamen Definition und Kontrolle der Einhaltung der Fair-Handels-Standards haben sich die europäischen Siegelorganisationen zusammengeschlossen zur "Fair Trade International".
Mehr Infos unter www.fairtrade.net

Der Fair Trade e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich die Bildungsarbeit im Fairen Handel zur Aufgabe gemacht hat. Gegründet 1994, veranstaltete er seit 1996 die Fair-Trade-Kongresse, gab Broschüren und Bücher heraus, entwickelte Aktionsmaterialien wie z.B. den Fußballkoffer und betrieb das "FairMobil". Gegenwärtig unterstützt der Fair Trade e.V. die Bildungsarbeit insbesondere für Jugendliche.
Weitere Infos unter www.fairtrade.de und www.fair4you-online.de

Das im Jahr 2002 gegründete "Forum Fairer Handel" ist ein Netzwerk von Fair-Handelsorganisationen und -Akteuren in Deutschland. Mitglieder sind Organisationen, die ausschließlich im Fairen Handel arbeiten und Akteure, die die Förderung des Fairen Handels als einen der Schwerpunkte ihrer Arbeit sehen. Ziel des Forums ist es, Aktivitäten des Fairen Handels in Deutschland zu koordinieren, um gemeinsame Forderungen gegenüber Politik und Handel durchzusetzen und eine stärkere Ausweitung des Fairen Handels in Deutschland zu erreichen. Die Arbeit des Forums Fairer Handel geschieht weitgehend in Arbeitskreisen zu den Themen Bildung, Kampagnen, Faire Handelspolitik und Monitoring.
Geplant und koordiniert wird im Forum Fairer Handel beispielsweise die bundesweite "Faire Woche", in der viele Gruppen und Organisationen ihre Aktivitäten abstimmen, um gemeinsam eine nachhaltigere öffentliche Wirkung zu erzielen.
Mehr Infos unter www.forum-fh.de und www.faire-woche.de
Welt&Handel ist der Infodienst für Themen des Fairen Handels, der sich an alle Weltläden, Aktionsgruppen, Verbände, Organisationen und an interessierte Einzelpersonen richtet. mehr
Die aktuelle und früheren Ausgaben finden Sie unter www.weltundhandel.de

Der Faire Handel wird in den MISEREOR-Publikationen z.B. zur Fastenaktion oder in den Materialien für die Schule und Erwachsenenbildung regelmäßig aufgegriffen. Aktivitäten zu den Themen des Fairen Handels sind regelmäßig Bestandteil der MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion, der Kinderfastenaktion und der Aktionsvorschläge für Kirchengemeinden und Verbände.
Gefördert wird auch die Bildungs- und Kampagnenarbeit anderer Akteure in Deutschland. MISEREOR unterstützt so beispielsweise die Arbeit der GruppenberaterInnen, die bundesweit für und mit Aktionsgruppen und Weltläden arbeiten.
Die Arbeit insbesondere örtlicher und regionaler Gruppen kann finanziell gefördert werden über den "Katholischen Fonds für weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit", der seit 1997 von den Hilfswerken MISEREOR, Adveniat, Caritas International, missio Aachen/München und Renovabis getragen wird.
Info: www.katholischer-fonds.de

Handelspartner im Fairen Handel kann naturgemäß nur sein, wer eine auf dem Markt in Europa konkurrenzfähige Handelsware herstellen und anbieten kann. Die Möglichkeiten der Fair-Handels-Organisationen, neue Partnerorganisationen dazu zu befähigen, sind aus wirtschaftlichen Gründen beschränkt.
Eine Reihe von Organisationen, die heute Partner im Fairen Handel sind, wurde von MISEREOR gefördert. So wurden sie in ihren Bemühungen unterstützt, die für Produktion und Handel notwendigen wirtschaftlichen Strukturen sowie ihre interne Organisation aufzubauen. Auch aktuelle Bemühungen von Handelspartnern des Fairen Handels um die weitere Qualifizierung ihrer Arbeit werden von MISEREOR gefördert.
Dabei wird bei der Unterstützung durch MISEREOR darauf geachtet, dass nicht vermeidbare neue (Export-) Abhängigkeiten aufgebaut werden; lokale Wirtschaftskreisläufe sind von großer Bedeutung.
Fair lohnt sich - für Verbraucher hier genauso wie für Handelspartner im Süden: Erstmals hat Deutschlands Fair Trade Pionier im Geschäfts- jahr 2011/2012 die 60-Millionen-Grenze über- schritten:Der Großhandelsumsatz der GEPA stieg um 5,2 Prozent auf 61,5 Millionen Euro. Damit wurden für etwa 94 Millionen Euro GEPA-Produkte wie Kaffee, Schokolade, Tee, Honig oder Handwerksartikel gekauft. mehr
"40 Jahre Fairer Handel sind nicht genug!" - Die Geschichte der Fairhandelsbewegung
40 Jahre Fairer Handel from BDKJ Bundesstelle on Vimeo.
Download: 40 Jahre sind nicht genug! Dauer 17 Minuten, 745 MB hier