
Wukro ist eine Stadt im Norden Äthiopiens. Die ländliche Provinz ist so groß wie das Rheinland. Die Menschen dort sind allein aufgrund der Bedingungen, die die Natur bestimmt, erheblich benachteiligt. Viele leben in bitterer Armut. Hunger ist an der Tagesordnung, wenn über lange Zeit die trockenen und mageren Böden einfach nicht genug Nahrung für die Bevölkerung hergeben. Wer erkrankt, findet kaum medizinische Versorgung oder kann sie nur schwer bezahlen. Menschen sterben - vor allem Kinder, weil ein Arzt fehlt. Sauberes Wasser ist während der Trockenzeit eine teure Mangelware. Die Frauen müssen oft einen Großteil des Tages damit verbringen, Wasser aus den entfernten Brunnen herbeizuschaffen. Brennmaterial ist äußerst knapp und deshalb sehr teuer. Die Ausbildungssituation der Jugendlichen ist unzureichend.
Vor allem die junge Menschen fliehen vor diesem Leben. Sie haben kaum Hoffnung, in ihrer Heimat etwas aufbauen zu können. Sie verlassen die Dörfer und landen in den Elendsvierteln der Hauptstadt Äthiopiens Addis Abeba. Doch diese Entscheidung führt in keine aussichtsreiche und lebenswerte Zukunft. Um Jugendlichen eine Lebensperspektive zu ermöglichen, müssen die Umstände vor Ort verändert werden. Dieser Wandel braucht Zeit, Geduld und anhaltende finanzielle Unterstützung.
Dank der Hilfe des 1. FC Köln und MISEREOR haben diese jungen Menschen wieder Hoffnung. Jetzt glauben sie wieder an eine Zukunft in ihrer Region. Die Aktion unterstützt auf nachhatlige Art, um Wege aus der Armut zu finden. Diese Wege sind zwar beschwerlich und erfordern Anstrengungen und Initiative, aber sie führen zum Erfolg, wie die Erfahrungen z.B. in der St. Mary's School zeigen.
In den Trockengebieten Nordäthiopiens kann eine stabile Landwirtschaft nur dann bestehen, wenn sie den Einklang sucht mit der Natur und den extremen Bedingungen. Im "St Mary's" Ausbildungszentrum in Wukro erarbeiten sich die Menschen: